Internet -Denglisch?

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Beitragvon Udo » 09.10.2007 - 23:28

Ich habe es aber auch schon mbemerkt das Kürzel aus dem Internet in der Sprache mancher teens vorkommen, da kann man wirklich nur hoffen, das es nur kurzweilig sein wird.


Gruß... Udo
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Beitragvon Blubb » 09.10.2007 - 23:54

Hi,

Nun ich bin ja wohl einer dieser Jugendlichen (18) und sehe das selber, allerdings eher bei den noch Jüngeren, bei uns ist es eher verpönt und gilt als "arm" im RL (jaja, den konnte ich mir jetzt nicht verkneifen: Real Life) Begriffe aus dem VL (na, wer kommt drauf? ;) ) zu verwenden, wenn es nicht gerade eine Diskussion über das selbige ist.

Grüße
Fabian
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Beitragvon blinkerbub » 10.10.2007 - 2:49

VL = Virtual Life?

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Beitragvon Gerd » 10.10.2007 - 6:47

Laserbeak hat geschrieben:Es gab schließlich schon immer einen Unterschied zwischen der Gebrauchs- und der Schriftsprache.


Ich glaube eher, dass die Nutzung z.Zt. modischer Ausdrücke eher eine kurzlebige Zeiterscheinung ist.


Die Unterschiede zwischen Gebrauchs-und Schriftsprache schwinden aber immer mehr, man denke nur an häufig gelesene Ausdrücke wie imma, aba usw.
Leider wird das Nutzen der modischen Ausdrücke und denglisch-Abkürzungen immer mehr, dass es kurzlebig ist, glaube ich persönlich nicht. Immer mehr werden auch Abkürzungen gesprochen wie cu, x-mas und und und.

Das Allerschlimmste : Auch ich -eigentlich ein Verfechter der deutsche Sprache- ertappe mich des Öfteren bei der (noch schriftlichen) Verwendung von Abkürzungen wie btw (By the way anstelle übrigens) oder btt (back to topic), wtf (who the fu..)
Hätte ich einen Weinberg, ich würde ihn 'Hang zum Alkohol' nennen

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Beitragvon blinkerbub » 10.10.2007 - 11:01

Na dann lass es doch einfach sein :wink: ...reicht doch, wenn man die denglischen Ausdrücke kennt und trotzdem in deutscher Sprache antworten kann :D.

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Beitragvon SkYlaX » 10.10.2007 - 11:22

Gerd aus Ferd hat geschrieben:
Laserbeak hat geschrieben:Es gab schließlich schon immer einen Unterschied zwischen der Gebrauchs- und der Schriftsprache.


Ich glaube eher, dass die Nutzung z.Zt. modischer Ausdrücke eher eine kurzlebige Zeiterscheinung ist.


Die Unterschiede zwischen Gebrauchs-und Schriftsprache schwinden aber immer mehr, man denke nur an häufig gelesene Ausdrücke wie imma, aba usw.
Leider wird das Nutzen der modischen Ausdrücke und denglisch-Abkürzungen immer mehr, dass es kurzlebig ist, glaube ich persönlich nicht. Immer mehr werden auch Abkürzungen gesprochen wie cu, x-mas und und und.

Das Allerschlimmste : Auch ich -eigentlich ein Verfechter der deutsche Sprache- ertappe mich des Öfteren bei der (noch schriftlichen) Verwendung von Abkürzungen wie btw (By the way anstelle übrigens) oder btt (back to topic), wtf (who the fu..)


Cu ist gesprochen eine Abkürzung? Aha, ich dachte immer cu = see you, und das klingt gesprochen nicht anders ;)
Viele Grüße, Andy

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Beitragvon Gerd » 10.10.2007 - 11:57

SkYlaX hat geschrieben:Cu ist gesprochen eine Abkürzung? Aha, ich dachte immer cu = see you, und das klingt gesprochen nicht anders ;)


Wenigstens liest Du, was ich schreibe 8)

Gerd aus Ferd hat geschrieben: Leider wird das Nutzen der modischen Ausdrücke und denglisch-Abkürzungen immer mehr, dass es kurzlebig ist, glaube ich persönlich nicht. Immer mehr werden auch Abkürzungen gesprochen wie cu, x-mas und und und.



Aber hast ja recht, schon etwas ungeschickt von mir ausgedrückt.

Früher - in der guten alten Zeit hieß cu noch : Wir sehen uns...
Hätte ich einen Weinberg, ich würde ihn 'Hang zum Alkohol' nennen

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Beitragvon SkYlaX » 10.10.2007 - 12:57

Bei uns heisst es Gott sei Dank immer noch Servus :)

See you sag ich nur, wenn ich in der Uni in der Englisch-Fakultät unterwegs bin :)

Die ganzen Kinder, die nur noch "lol" und "rofl" sagen, statt zu lachen, sind wirklich arm .(
Viele Grüße, Andy

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Beitragvon reverend » 10.10.2007 - 13:00

SkYlaX hat geschrieben:
Die ganzen Kinder, die nur noch "lol" und "rofl" sagen, statt zu lachen, sind wirklich arm .(


Das ist wie ein erzähltes Frühstück, gell? ;)
Cogito, ergo sum.
Credo, ergo intelligo.
Piscor, ergo vivo.

P.S.: Don't buy a fly - just tie!

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Beitragvon SkYlaX » 10.10.2007 - 13:04

reverend hat geschrieben:
SkYlaX hat geschrieben:
Die ganzen Kinder, die nur noch "lol" und "rofl" sagen, statt zu lachen, sind wirklich arm .(


Das ist wie ein erzähltes Frühstück, gell? ;)


Muss ich das verstehen? :)
Viele Grüße, Andy

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Beitragvon reverend » 10.10.2007 - 13:05

Müssen nicht. Aber können...

Wenn jemand "lol" sagt statt zu lachen, oder "rofl" statt sich vor lachen zu kringeln, dann kann er auch sagen "ich frühstücke" ohne es zu tun.
Cogito, ergo sum.

Credo, ergo intelligo.

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Beitragvon Laserbeak » 10.10.2007 - 17:52

Ein brillianter Vergleich !!!

erzähltes Frühstück...... wirklich klasse.
Ich habe mich eben köstlich amüsiert !

Gerade solche Ausdrücke könnten meines Erachtens wieder einen ganzen Thread füllen.

Zurück zum Thema. Sprache bedeutet verstehen. Und Sprache soll sich nicht nur, sondern muß sich auch entwickeln. Ob die Ausdrücke "aba, imma wida"
jedoch eine Entwicklung darstellen bezweifele ich stark. Ich denke es ist eine sich in eine seltsame Richtung entwickelnde Schriftsprache. Und ob diese Form zu schreiben in den nächsten Jahren gesellschaftsfähig sein wird, bezweifele ich ebenfalls stark. Man denke an die letzte Rechtschreibreform, die in vielen Fällen wohl eher eine Schlechschreibreform war.
Wie dem auch sei:
Wer nicht schreiben kann (aba, imma, wida, kp, ka), sollte sich nicht darauf berufen an der Entwicklung der Sprache beteiligt zu sein.
Er wird wohl eher den einen oder anderen Rüffel in einem Forum hinnehmen müssen. Ich lese nicht nur in diesem Forum (logisch oder nicht ?), sondern auch in anderen, und gerade jetzt zur Ferienzeit sieht man Beiträge, die man nach mehrmaligem Lesen nicht verstehen kann.
Entwicklung von Sprache ? Wohl kaum, eher Unvermögen, denke ich.
So genug geschrieben, jetzt sind wieder andere dran. :D
Ein dickes Petri für Euch !!

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Beitragvon Udo » 12.10.2007 - 0:04

Ja, meine nichte muß auch noch nicht mal lachen wenn sie lol sagt, ist doch sehr suspekt, vielleicht sollten wir Uns Gedanken machen das alle Kids das Lachen verlernen und wir müßen sie wieder auf den richtigen Weg schicken. ;)

Aber der Vergleich von unserer guten Seele hier im Forum (reverent meine ich natürlich) war köstlich, ich habe schön gelacht (damit meine ich nicht das ich lol oder rofl gesagt habe und starr da gesessen habe).


Gruß... Udo
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Beitragvon Taxler » 12.10.2007 - 13:59

Ach Gott - Ihr habt Sorgen! :lol: :lol: :lol:

Befürchtet Ihr den Untergang des Abendlandes nur weil die Kids sich eine eigene Interpretation
der Sprache basteln und auch leben?

Wenn der "Sender" sich einer Codierung bedient die nur ein Teil der "Empfänger" entschlüsseln kann
dann macht das schon Sinn - vorausgesetzt, dass nur bestimmte Personen angesprochen werden sollen.
Wenn der "Sender" von anderen "Empfängern" nicht verstanden wird obwohl er diese ansprechen wollte
wird er automatisch die Codierung ändern.

Wo liegt denn da das Problem? ;)

Jede Generation hat sich Ihre eigenen Sprachnouancen kreiert die zum großen Teil wieder in der Versenkung verschwanden,
jedoch auch zum kleinen Teil in den gängigen Sprachgebrauch übergewechselt sind.

Sprache lebt eben und verändert sich automatisch mit den Protagonisten die sich ihrer bedienen.

.... na und? 8)

Gruß,
Peter
Also, wenn ich Du wäre ..... dann wäre ich, ehrlich gesagt, doch lieber ich

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Beitragvon andal » 12.10.2007 - 16:47

Jede Zeit hatte ihre eigene Sprache in der Sprache. Man muss sich nur das Vulgrälatein der Römer ansehen, oder später dann das Rottwelsch und sogar heute gibt es noch Leute mitten in Deutschland, die sich in der jänischen Sprache unterhalten.

Wer die Vergangenheit begriffen hat, der wird auch mit der Zukunft keinen Stress haben! ;)
Angler neigen sehr stark dazu, dort mit Lösungen aufzuwarten, wo gar keine Probleme bestehen.