Bin genervt

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AnglerRDG
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Bin genervt

Beitragvon AnglerRDG » 01.06.2007 - 7:52

Moin,

ich muss mal was loswerden und denke das Ihr das ruhig mal zu Kenntnis nehmen könnt.
Kommentare sind ebenfalls erwünscht.

Vor ca. 1 Jahr bin ich aus beruflichen Gründen aus meiner Heimat entfleucht, was mir sehr schwer fiel. Mittlerweile wohne ich nun, mit Frau und Kind, in einem kleinen Vorort von Buxtehude (im Grunde ist es eingemeindet, man besteht aber hier auf seine Eigenständigkeit- Lokalpatrioten eben).

Derzeit bin ich extrem genervt von dem Umfeld hier.
Schuld daran sind ein Haufen junger Mütter, die ich witzigerweise kaum bis gar nicht kenne.
Meine Tochter ist hier in einer Krabbelgruppe/Spielgruppe die leider im Kirchengebäude ist.

Darum drehen sich in letzter Zeit auch immer mehr Diskussionen zwischen meiner Frau und mir. Nicht so sehr um die Location selbst, dafür um die Diskussionen meiner Frau mit den anderen Müttern.
Dazu muss man sagen, in diesem Dorf sind die meisten „Besserverdienend“ und zudem noch religiös od. zumindest in der Kirche. Daraus resultiert, dass meine Tochter, die weder getauft noch ansatzweise christlich erzogen wird, immer mehr ausgeschlossen wird.
Und das pisst mich echt an.

Diese arroganten Gören (die Mütter) deren einzige Errungenschaft in ihren kurzen Leben, die Geburt des Kindes war, bilden sich ein über uns Urteil abzulegen.
Das ganze natürlich auch recht subtil, ins Gesicht gesagt bekommt man es selten.
Die meisten von denen sind mit dem goldenen (zumindest Silber) Löffel aufgewachsen oder haben sich reich eingeheiratet.

Und es ist mir echt schleierhaft warum diese Frauen, ansonsten so auf Toleranz bedacht (scheinbar nur scheinbar), es nicht verstehen das es nun mal Menschen gibt die nicht an die Existenz eines Gottes oder einer höheren Macht glauben.
Der dämlichste Spruch der Damenriege, man kann die Kirche ja auch als Verein sehen und da muss man auch bezahlen. Als obs immer nur um Geld ginge. Hier geht’s um MEINE Prinzipien. Ich habe kein Problem damit monatlich einen Obolus zu zahlen, damit meine Tochter irgendwo mitspielen kann (Verein etc.), dass ist schon mal klar. Aber so nicht!

Die Angst dass meine Tochter irgendwann alleine dasteht, geht soweit dass sich meine Frau schon Gedanken macht ob wir Yasmin nicht taufen lassen sollten, nur damit sie nicht als Außenseiterin dasteht. Was so oder so kaum möglich ist, da wir nicht getauft und nicht kirchlich sind.
Und ich für meinen Teil werde das auch definitiv nicht tun.
Und ganz ehrlich, ich würde nicht mal zur Taufe meiner eigenen Tochter gehen, geschweige den freiwillig eine Kirche besuchen. Ob sie irgendwann mal eintritt ist mir egal, aber ich werde das nicht fördern.
In dem Punkt lasse ich mich auch nicht verbiegen, auch nicht damit meine Tochter es leichter hat.
Es gibt Prinzipien die man für sein Kind jederzeit brechen würde, dass gehört nicht dazu!
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Beitragvon andal » 01.06.2007 - 8:40

Ganz kurz und bündig:

Lass' dich und deine Familie nicht verbiegen und mache keinen Kotau vor dieser "Gemeinde". Bleib entweder standhafter Einzelkämpfer, oder sucht dir Verbündete. Die wirds sicher geben, die gibts in solchen Orten immer.
Angler neigen sehr stark dazu, dort mit Lösungen aufzuwarten, wo gar keine Probleme bestehen.

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Beitragvon Gerd » 01.06.2007 - 9:22

OK, dazu muss ich Folgendes sagen:
Am Sonntag findet die Taufe meines Juniors statt, weder meine Frau noch ich sind streng religiös erzogen. Meine Frau ist vor geraumer Zeit aus der Kirche ausgetreten - aus rein finanziellen Gründen. Sie vertritt die Auffassung - die ich weitestgehend mit ihr teile- dass sie Glauben kann (egal an wen oder was), ohne dafür zahlen zu müssen.

Mein Wohnort ist recht religiös, ihr Kirchenaustritt glich einem Spießrutenlauf. Diesen haben wir jedoch auch gemeistert, inzwischen ist Gras über die Sache gewachsen. Wir mussten uns einfach durchbeißen, zum Glück war das - auch unter Mithilfe unseres recht großen Bekanntenkreis- gut zu bewältigen.
Aber wie gesagt - wir hatten Verbündete. Wie Euer Bekanntenkreis ausschaut vermag ich nicht zu beurteilen, jedoch würde ich darin anfangen, Verbündete zu suchen ohgne aufdringlich zu sein, d.h. gegen die Kirche zu wettern.
Auch würde ich mich nicht verbiegen lassen, irgendwann bricht man dann nämlich.

Mit Deiner Kleinen ist es halt schon etwas doof, aber ich bin felsenfest davon überzeugt, dass sie einen Freundeskreis hat, der sie nicht "mobbt", weil sie nicht getauft ist. Kindern ist dies nämlich sch...egal, da zählen andere Werte und Dinge.

Mein Tipp : Durchbeißen

Wünsch Dir viel Glück und ein dickes Fell
Hätte ich einen Weinberg, ich würde ihn 'Hang zum Alkohol' nennen

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Beitragvon Taxler » 01.06.2007 - 9:41

... und da schimpft Ihr (Dorfbewohner) über die Anonymität der Großstadt :lol: :lol:

Dieses Dorfgetümel würde mir dermaßen auf den Senkel gehen 8)
Diese "Wir sind Wir"-Mentalität :roll:

Dabei scheffeln sie die Kohle in den ach so verpönten Metropolen oder leben vom ererbten Bauland.

Aufs Dorf fahr ich wenn ich schmuddelige Kartoffeln oder glückliche Eier von frischen Hühnern (?) brauch ...
... aber dort wohnen? Nähh!!!!

Ich kenne bei mir im Haus nicht eine/n Einzigen beim Namen - und das ist auch gut so und wird so bleiben!
(Schade finde ich es eigentlich nur bei der süssen Schwarzhaarigen)

Mein Tip:

Such Dir ne Bleibe in der Dein Kind in einer Athmosphäre aufwächst die es lebensfähig macht.
Dieses von Dir so verachtete Verhalten färbt unweigerlich auf Deine heranwachsende Tochter ab.

Gruß,
Peter
Also, wenn ich Du wäre ..... dann wäre ich, ehrlich gesagt, doch lieber ich

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Beitragvon rufus9991 » 01.06.2007 - 10:37

Tut mir leid, wies dir da ergeht, laß dich einfach nicht verbiegen, ich weiß wie das ist, wenn man in so einem kleinen Kaff wohnt, in dem jeder glaubt durch die "Zugehörigkeit" zur Kirche sich einen Platz im Paradies erkaufen zu wollen.
Ein Rezept wird es wohl nicht geben, aber deine Tochter wird es dir später einmal danken wenn ihr weiterhin geradeaus denkt und handelt.
Ich hoffe für euch, dass sich dieses Problem noch lösen wird, und wie Andal schon geschrieben hat, irgend wer wird den ganzen Mist da wohl nicht mitmachen, und das sollten dann deine .... werden.
Mir persönlich sind ein oder zwei gute "Freunde" mehr wert wie 100 geheuchelte die nur auf Aüßerlichkeiten abfahren.
An jedem Ort zu jeder Zeit
Ruhe und Gelassenheit


Es sprach der Herr zu seinen Jüngern,
wer keine Gabel hat isst mit den Fingern!

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Beitragvon wolfgang » 01.06.2007 - 11:20

Liege ich mit RDG mit Ribnitz-Damgarten als Herkunft richtig?

Wenn dem so ist, so liegen da noch andere historisch gewachsene Dinge vor, welche den geschilderten Sachverhalt noch vom Eindruck her verschärfen.
Die neuen Bundesländer, insbesondere der Norden sind auf Grund der geschichtlichen Entwicklung nach 1945 sehr stark atheistisch geprägt, die kleinbürgerlichen Anschauungen sind nicht so ausgeprägt, Religionsgemeinschaften, beziehungsweise die Zugehörigkeit zu solchen spielen kaum eine Rolle im täglichen Umgang.
Daher ist der Eindruck der kleinbürgerlichen Welt, wie man sie nun da antrifft, wo sie sich ungestört entwickeln konnte um so krasser.
Nun glaube ich beobachtet zu haben, daß insbesondere bei nichtberufstätigen Frauen, die auf Grund ihrer finanziell sichergestellten Lebenssituation in einer verhältnismäßig heilen Welt leben, die Neigung besteht, sich diese "heile" Welt noch heiler zu denken und nicht mehr über den Tellerrand der selben zu schauen, dabei wird oft altes Rollendenken übernommen.
Nun hatte ich nach 1989 auch mal die Fühler nach neuen Betätigungsfeldern ausgestreckt, dabei landete zufällig mal ein Fühler in Buxtehude, es kam zu einem geschäftlichen Kontakt mit einer Firma.
Wie die Sache so ist, kam ich mit dem dortigen Firmenchef(Handwerksbetrieb) mal in ein völlig privates Gespräch über dieses und jenes, dabei kristallisierte sich heraus, daß man als kleinerer Unternehmer dort nur gute Chancen hat, wenn man in der (richtigen) Kirche ist und zumindest im örtlichen Schützenverein, sowie nach Möglichkeit noch im Gesangsverein und im Bürgerverein ist, sonst geht die Sache schnell nach hinten los.
Als "gelernter DDR-Bürger" fand ich diese Ausführungen zumindest sehr interessant......(ohne Wertung)...
Ich bin nicht in den Schützenverein eingetreten, auch nicht in die Kirche....obwohl der dortige Firmenchef stark für den Schützenverein warb. Der geschäftliche Kontakt funktionierte aber trotzdem.

Ich würde mich nicht verbiegen lassen und versuchen da durch zu kommen, oft legt sich das nach einer Weile, weil sich die Leute an die Tatsache gewöhnen, man ist dann zwar klassifiziert unter: "die sind eben so"........aber wayne juckts........Verlangt allerdings Nerven!

Wohnortwechsel ist die andere Möglichkeit, aber ich denke mal in den Zeiten des totalen Überflusses an Arbeit u.s.w.................oft schwierig, denn aus Jux und Dollerei oder weil die Äpfel im Alten Land so gut schmecken, ist AnglerRDG da bestimmt nicht hingezogen.
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Beitragvon AnglerRDG » 01.06.2007 - 11:37

Für mich persönlich ist es nicht schlimm im Dorf kaum Anschluss zu haben. Mit solchen Menschen mag ich eh nix zu tun haben, ausserdem arbeite ich ziemlich lange und brauch noch Zeit zum Angeln.
Einzig meine Tochter ist die wirklich Leidtragende und im Alter von 2 Jahren ist es mit einem Freundeskreis eben schlecht. Da definieren doch eher die Eltern noch wer Freund ist und wer nicht.
Sie hat zum Glück ja etwas Kontakt mit anderen Kindern (über die Tagesmutter) und ich vermute das sie (wenn sie nach ihren Eltern kommt) da gehörig auf die blasierten Einwohner sch....schimpfen wird.*g*

Nur jetzt ist es halt eben blöde...und für mich völlig unverständlich.
Naja, zum Glück haben wir eine Nachbarin, die auf unserer Wellenlänge schwimmt. Die kommt auch aus dem Osten und damit hat man schonmal in vielen Kleinigkeiten ähnliche Erfahrungen / Meinungen und nen riesen Zusammenhalt.

Von mir aus wird es nie ein GO geben für irgendwelche kirchlichen Aktivitäten. Und wie ihr schon sagtet ich werde dem Standhaft gegenüber stehen. Und wohl auch mal bei Gelegenheit mit den "Damen" Tacheles reden. Ich habe keine Lust mit meiner Meinung hinterm Berg zu halten nur weil sie denen nicht passt. Und nur weils sie etwas nicht kennen gleich alles als Schwachsinn zu bezeichnen.
(Meine Frau glaubt nicht an Gott, ist aber, sagen wir mal, spirituell veranlagt...was aber mit Energien zu tun hat*hier fehlt das Schulterzuck-Smilie* andres Thema kindertag :rumms: )
Ich bin normalerweise nicht auf Krawall gebürstet, aber wenn mir mal der Kamm platzt.... und das dauert echt nicht mehr lange und die Mädels bekommen mal Nachhilfeunterricht im Fach "Benehmen-Anstand und Toleranz".

@taxler:
wir hatten uns für das Dorf entschieden, weil ich keinen Bock hatte dass meine Tochter in einem der Großstadtghettos aufwächst. Hier haben wir wenigstens noch etwas Natur.
und ich würde in ner Großstadt wahrscheinlich blöd werden.
Wenn ich in meiner alten Heimat Arbeit finden würde, würde ich auch sofort zurückgehen, da gab es solche Probleme nicht. Einige waren in der Kirche andere nicht, dass war meist völlig egal.

MArcus
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Beitragvon SkYlaX » 01.06.2007 - 11:44

Du redest immer von Toleranz. Du schickst deine Tochter in eine kirchliche Gruppe und hast für die Kirche null Toleranz ... solltest vielleicht mal drüber nachdenken. Gewiss sollte man keinen seines Glaubens (oder Nichtglaubens) wegen irgendwo ausschließen, aber andersrum darf man es auch nicht machen. Ihr wurdet in der ehemaligen DDR nunmal ohne Glauben aufgezogen, für euch ist das Ganze wohl mehr oder weniger unbekannt. Bei uns im Westen ist es aber andersrum: Hier gehört der Glaube (v.a. auf dem Land) noch meist stark zum Leben dazu!

Also hier heisst es entweder sich ein bißchen anpassen oder mit dem Gegenwind leben, aber nicht fordern, dass andere einem die Toleranz einräumen, die man den anderen selbst nicht zusteht.
Viele Grüße, Andy

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Beitragvon andal » 01.06.2007 - 11:48

SkYlaX hat geschrieben:Ihr wurdet in der ehemaligen DDR... Bei uns im Westen ist...


Mit so einer "Mauer im Kopf" solltest du aber besser auch keine Toleranz anmahnen!
Angler neigen sehr stark dazu, dort mit Lösungen aufzuwarten, wo gar keine Probleme bestehen.

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Beitragvon AnglerRDG » 01.06.2007 - 11:48

@Wolfgang:

jep du hast völlig recht sowohl mit Ribnitz-Damgarten als auch mit der "Analyse".

die heile Welttheorie kann ich nur unterstützen, die wissen zumeist nicht was es heisst lange zeit mit nur 1000¤ zu dritt auszukommen (davon ging noch miete ab), die kennen keine wirtschaftlichen Ängste und Sorgen. Dafür haben Oma/Opa und manchmal MAMA/PAPA hart gearbeitet. Aber sie selbst kennen es nicht. Es ist hier für viele unnormal, dass die Frau überhaupt arbeiten will. und dann noch wenn das Kind noch nicht mal 3 Jahre alt ist ...

Die Vereinsmeierei ist hier wirklich zum :Q__ *
Zu den obligatorischen Mittäterschaften im Schützenverein, Kirche; Chor kommt dann noch die erforderliche Teilnahme an allen Dorffesten (also ich schleppe meine 2 jährige nicht über einen prope vollen Pfingsmarkt) und Tupper, Dessous und sonstwas-Partys.

Ich würde mich nicht verbiegen lassen und versuchen da durch zu kommen, oft legt sich das nach einer Weile, weil sich die Leute an die Tatsache gewöhnen, man ist dann zwar klassifiziert unter: "die sind eben so"........aber wayne juckts........Verlangt allerdings Nerven!


Glaubs mir, als gestandener Mecklenburger hab ich die Nerven und die Klappe dazu ;-)
und als Angler die Geduld.

Danke an euch

Marcus
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Beitragvon AnglerRDG » 01.06.2007 - 11:56

@Skylax:

Du schickst deine Tochter in eine kirchliche Gruppe und hast für die Kirche null Toleranz ... solltest vielleicht mal drüber nachdenken.


Es ist keine kirchliche Gruppe, die kirche stellt einfach den Raum zur
Verfügung. Der Rest resultiert aus der verbohrtheit der Erwachsenen.

Glaub mir ich hab genug Toleranz. Es ist mir schlichtweg egal ob die in die Kirche gehen, an Gott glauben oder den heiligen Tauwurm oder an die unfehlbarkeit von Windows ...sollen Sie.
Aber ich bin der Meinung, dass man durchaus normal miteinander umgehen kann auch wenn der eine ne andre Lebenseinstellung oder religiöse Einstellung hat.

Warum ich persönlich nichts mit der Kirche und dem Glauben am Hut haben mag ist zweitrangig und geht auch keinen was an.
Wobei ich, sofern man mich fragen würde, auch relaxt und cool antworten könnte ohne dabei an die DEcke zu hüpfen wie ich es vielleicht mal zu Hause mache.
Ob DDR oder BRD ist im Grunde egal, dass verpasst mir hier zwar nen negativpunkt mehr...but who care...
Dieses Ausschlussprinzip in der Denke der Mitbürger findet ja auch in anderen Belangen statt.
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Beitragvon Gerd » 01.06.2007 - 12:11

SkYlaX hat geschrieben: Ihr wurdet in der ehemaligen DDR nunmal ohne Glauben aufgezogen, für euch ist das Ganze wohl mehr oder weniger unbekannt. Bei uns im Westen ist es aber andersrum: Hier gehört der Glaube (v.a. auf dem Land) noch meist stark zum Leben dazu!

Also hier heisst es entweder sich ein bißchen anpassen oder mit dem Gegenwind leben, aber nicht fordern, dass andere einem die Toleranz einräumen, die man den anderen selbst nicht zusteht.


Aus den Aussagen von Angler RDG lese ich eigentlich, dass er eine Meinung hat und diese auch vertritt.
Und er glaubt scheinbar nicht an die "kirchliche Geschichte", was ihm durchaus zusteht.

Glaube gehört, ob jetzt Ost oder West zu jedem Leben, ob man jetzt an Gott, Buddha, die CDU/SPD oder an die deutsche Bank glaubt.
Aber ohne Glaube an irgendetwas geht es nunmal nicht. Dass der Osten der Republik ohne Glauben an Religion aufgewachsen ist, kann ich mir schwerlich vorstellen, sicherlich wurde dort nur nicht solch ein Kult um Religionszugehörigkeit gemacht. Wenn man an etwas glaubt, dann glaubt man daran, egal was der Rest der Bevölkerung meint. Das ist nunmal so. Und diesen Glauben zu vertreten oder aber einen anderen nicht anzunehmen steht jedem zu.

Ein sehr christlicher Bekannter hat mir vor Jahren einen Satz gesagt, der mir schwer imponiert hat und sich in mein Gehirn eingebrannt hat. Wie gesagt, er ist absolut streng katholisch mit Wallfahrten etc, der Satz lautet : Gott drängt sich nicht auf, er bietet sich an.

Und ein Ost/West-Denken sollte doch langsam wirklich aus unseren Köpfen verschwunden sein.
Hätte ich einen Weinberg, ich würde ihn 'Hang zum Alkohol' nennen

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Beitragvon lemiracell » 01.06.2007 - 12:38

Kenn ich. Hab auch mal aus beruflichen Gruenden in so einem kleinkarierten Vorort einer westfaelischen Stadt gewohnt.

Da war es nicht nur wichtig einer Kirche anzugehoeren, wenn man akzeptiert werden wollte, sondern es spielte auch eine Rolle ob man katholisch oder evangelisch war.

Naja, und ich als Atheist und Ossi kam da im Ranking halt auf die selbe Stufe wie die Satanisten.

Gut. Mir egal. Waere denen wahrscheinlich zu hoch gewesen, wenn man denen versucht haette zu erklaeren, dass jemand, der nicht an Gott glaubt, zwangslaeufig auch nicht an den Teufel glaubt, weil das eben 2 Seiten derselben Medaille sind, die sich ein Atheist nunmal nicht umhaengt.

Ich habe nie einen der Pfarrer kennengelernt und auf irgendwelche Grundsatzdiskussionen hatte ich sowieso keinen Bock. Meine Meinung ist, solange mir niemand beweisen kann, dass es einen Gott gibt, muss ich Niemandem beweisen, dass es ihn nicht gibt.

Natuerlich weiss jeder, und die Einheimischen in deinem Ort raeumen es ja auch ein, dass es mit ihrer Religioesitaet meist nicht wirklich ernst zu nehmen ist. Aber sie stehen auf dem Standpunkt: Es gehoert sich halt, in der Kirche zu sein!

Ergo ist, wer da nicht mitspielt automatisch jemand, der nicht weiss, was sich gehoert. Mit allen Konsequenzen.

Im Grunde beneiden sie dich wahrscheinlich dafuer, dass du deinen Standpunkt so konsequent durchziehst und dazu stehst. Und sie hassen dich moeglicherweise dafuer, dass du ihnen damit ihre eigene Charakterschwaeche vor Augen haelst.

Kann auch sein, dass die Kirche nur das vorgeschobene Argument ist und die Einheimischen nicht moegen, dass ploetzlich eine Ossi-Familie in ihrer heilen Welt auftaucht.

Es ist halt typisch, dass Menschen mit verlogenem Charakter und wackligen Standpunkten auch nicht den Mut aufbringen einem erwachsenen Mann oder einer erwachsenen Frau ihre Meinung ins Gesicht zu sagen. So wird dann lieber der schwaechste Teil eurer Familie (und das auch mehr indirekt, natuerlich) attackiert. -Deine Tochter!

Ich glaube, es spricht viel dafuer, sich von diesem Geschmeiss klar abzugrenzen. Eure Freunde werdet ihr woanders finden. Nicht unter diesen Dorf-Tussen.

Es wird Freunde fuer euch in diesem Ort geben, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Seht euch mehr unter den anderen Zugereisten um. Ich denke, den gehts aehnlich wie euch.

No pasaran!
Auch die Kleinen wollen überlistet sein!

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Beitragvon SkYlaX » 01.06.2007 - 12:41

andal hat geschrieben:
SkYlaX hat geschrieben:Ihr wurdet in der ehemaligen DDR... Bei uns im Westen ist...


Mit so einer "Mauer im Kopf" solltest du aber besser auch keine Toleranz anmahnen!


Das hat nix mit Mauer im Kopf zu tun, das ist eine Tatsache.
Viele Grüße, Andy

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Beitragvon lemiracell » 01.06.2007 - 13:07

SkYlaX hat geschrieben:
andal hat geschrieben:
SkYlaX hat geschrieben:Ihr wurdet in der ehemaligen DDR... Bei uns im Westen ist...


Mit so einer "Mauer im Kopf" solltest du aber besser auch keine Toleranz anmahnen!


Das hat nix mit Mauer im Kopf zu tun, das ist eine Tatsache.


Du weisst ja gut bescheid!
Manchmal komme ich auf den Gedanken, dass du in der DDR aufgewachsen bist und nicht ich.
Mal im Ernst: Wenn man keine Ahnung hat- einfach Klappe halten!
Auch die Kleinen wollen überlistet sein!