Popetown

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Beitragvon Joscha » 06.05.2006 - 20:25

,,Wenn Oomph! meinen das Gott ein Popstar ist....."

@Faulenzer-Basti
Ich verstehe schon was du meinst,und klar hier herscht auch Redefreiheit,aber: Songs wie z.B. Jesus of Suburia von Green Day oder eben Gott ist ein Popstar von Oomph! haben natürlich für viele einen besonderen Reiz.Allerdings wird in den Liedern Gott bzw. Jesus völlig anders dargestellt,als wie sie in der Bibel dargestellt werden. Das ganze ist für den Glauben an Gott contraproduktiv.Gerade Gott ist ein Popstar
lässt einen einen völlig falschen Eindruck von Gott gewinnen. Ich möchte dazu ein perönliches Beispiel erzählen: In meiner Klasse (23) wurde von dem Geschichtslehrer gefragt wer an ein Leben nach dem Tod glaubt.
Das Ergebnis war erschütternt. Nur wenige,vielleicht 5 Leute glaubten daran, allerdings war ich der einzige,der an einen christliche Wiedergeburt glaubte. Mein Lehrer fragte diejenigen,die sich nicht gemeldet hatten,warum. Schon bald spürte ich das viele über ihr Leben und ihr dasein nicht nachdachten.es war zu spüren wie leer,hilflos und unbedeutend ihr Leben betrachteten. Alerdings wollten die alle von Gott nichts wissen,manche waren fast schon satanistisch! Da sieht man mal was solche Songs bewirken. Natürlich tragen sie nur zu einem winzigen Teil dazubei, aber bei Milliarden von Menschen können das schon an die
100-200 Menschen sein.Das klingt jetzt zwar sehr klein,aber jede Mensch ist bei so etwas wichtig.Leider aber wahr :( .
Vielleicht regt dieser Beitrag manche Leser noch mal zum Überlegen an.
Viele Grüße
Stuffel

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Beitragvon Faulenzer-Basti » 06.05.2006 - 20:59

@stuffel:

Das mit dem Satansimus darfst du nicht zu genau nehmen, das ist bei vielen nur so ein Spaß, vielleicht auch um leute wie dich nur zu ärgern und genau das tut anscheinend auch Oomph! sie wollen nur ein bischen "Necken". In einer Ausgabe der Zeitschrift "RockHard" gab es mal einen Extra-Teil wo es um Black-Metal ging, Black-metal ist einigen sicherlich bekannt, durch ganz tiefe knurrende Vocals und Lyrics die echt die härte sind, da die hauptsächlich reines antichristliches enthalten, häufig landet diese Musik auf dem Index wie z.B Eisregen.
Jedenfalls wurde ein Bandmitglied einer Black-metal Band gefragt wie er auf diese Musik gekommen ist, er sagte: "Der einzigste Weg um gegen ein christlich geprägtes Weltbild zu rebellieren war es sich mit dem größten Wiedersacher der Kirche anzufreunden"
Was für mich nichts weiter bedeutet als das diese Jungs was gegen "Spießer" haben, weil sie aus solchen Familien kommen.
"Es ist nicht wichtig was zu machen oder viel zu machen. Es ist wichtig nichts zu machen. Oder was zu machen, was nicht zu machen, was man sonst machen würde."

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Beitragvon Twister » 06.05.2006 - 22:05

Faulenzer-Basti hat geschrieben:@stuffel:

Das mit dem Satansimus darfst du nicht zu genau nehmen, das ist bei vielen nur so ein Spaß, vielleicht auch um leute wie dich nur zu ärgern und genau das tut anscheinend auch Oomph! sie wollen nur ein bischen "Necken". In einer Ausgabe der Zeitschrift "RockHard" gab es mal einen Extra-Teil wo es um Black-Metal ging, Black-metal ist einigen sicherlich bekannt, durch ganz tiefe knurrende Vocals und Lyrics die echt die härte sind, da die hauptsächlich reines antichristliches enthalten, häufig landet diese Musik auf dem Index wie z.B Eisregen.
Jedenfalls wurde ein Bandmitglied einer Black-metal Band gefragt wie er auf diese Musik gekommen ist, er sagte: "Der einzigste Weg um gegen ein christlich geprägtes Weltbild zu rebellieren war es sich mit dem größten Wiedersacher der Kirche anzufreunden"
Was für mich nichts weiter bedeutet als das diese Jungs was gegen "Spießer" haben, weil sie aus solchen Familien kommen.



Es ist klar, dass OOmph keinen "echten" Satanismus ausübt, wie zb. andere Metal Bands... :roll:

Jedoch erscheint mir dieses "reizende"(Necken) Verhalten als respektlos.

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Beitragvon Fergen » 07.05.2006 - 11:05

stuffel93 hat geschrieben:In meiner Klasse (23) wurde von dem Geschichtslehrer gefragt wer an ein Leben nach dem Tod glaubt.
Das Ergebnis war erschütternt. Nur wenige,vielleicht 5 Leute glaubten daran(...)


Ansichtssache, ob das erschütternd ist......

stuffel93 hat geschrieben:Schon bald spürte ich das viele über ihr Leben und ihr dasein nicht nachdachten.es war zu spüren wie leer,hilflos und unbedeutend ihr Leben betrachteten.


Nur, weil ich nicht an die Existenz eines höheren Wesens glaube, betrachte ich mein Leben nicht als unbedeutend.

stuffel93 hat geschrieben: Alerdings wollten die alle von Gott nichts wissen,manche waren fast schon satanistisch!


Was ist denn für Dich "satanisch"? Reicht es schon, nicht an (den christlichen) Gott zu glauben?

stuffel93 hat geschrieben: Da sieht man mal was solche Songs bewirken.


Gähn.....Obwohl....jetzt, wo Du es sagst.....bei manchen Songs muss ich schon fast reflexartig etwas blasphemisches tun/sagen.....
sag mal, geht's noch?

Faulenzer-Basti hat geschrieben: Es ist klar, dass OOmph keinen "echten" Satanismus ausübt, wie zb. andere Metal Bands...


Gibt nur eine Handvoll Bands, die es tatsächlich "ernst" meinen.
Metal ist Provokation, scheinbar klappt es noch immer - da bin ich beruhigt.
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Beitragvon Taxler » 07.05.2006 - 11:23

So meine Herren,

es wäre schön, wenn Ihr Euch mit Euren Beiträgen wieder stärker an das Ausgangsthema lehnen würdet 8)


Gruß,
Peter
Also, wenn ich Du wäre ..... dann wäre ich, ehrlich gesagt, doch lieber ich

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Beitragvon Joscha » 07.05.2006 - 15:20

Spiel- und Spaßverderber. War so ne schöne Diskusion :)

Twister

Beitragvon Twister » 07.05.2006 - 15:27

Taxler hat geschrieben:So meine Herren,

es wäre schön, wenn Ihr Euch mit Euren Beiträgen wieder stärker an das Ausgangsthema lehnen würdet 8)


Gruß,
Peter


Naja, so weit hergeholt ist es wirklich nicht. Es soll ja eigentlich um Blasphemie gehen...

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Beitragvon Joscha » 19.05.2006 - 8:48

Hab vor kurzem Popetown gesehen.War echt s****e.
z.B.hat der Papst seien Job aufgegeben,und ist Wrestler geworden.
Sowas von an den Haaren herbeigezogen :?
also ich finde die Serie überhaupt nicht lustig.

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Beitragvon Faulenzer-Basti » 19.05.2006 - 14:04

So soll es auch sein! Es ist nun mal Satire und keine Dokumentation.



Ich finde man könnte jetzt mal über was aktuelleres reden.

Was meint ihr zum Film "Sakrileg- The Da Vinci Code"?
So wie es aussieht, werde ich ihn mir morgen ansehen, ic hbin schon mal gespannt.
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Beitragvon Beliebt » 19.05.2006 - 23:22

Ich beziehe mich jetzt mal allgemein auf Kinofilme oder Musiktitel mit Inhalten die sich gegen eine Religion aussprechen.

In Deutschland leben 68% Christen (32,3% römisch-katholisch, 32,1% evangelisch, 1,5% orthodoxe und 0,5% sonstige), 3,2% Muslime, 0,24% Juden, 1% gehören anderen Religionen an und 28,5% sind ohne Konfession.

Unsere Bevölkerung besteht also zum größten Teil aus Christen. Dennoch erfahren wir tagtäglich Diskussionen über Lärmbelästigung durch Kirchenglocken oder das Verbot von Kreuzen in Klassenzimmern. Schließlich wird ja eine Minderheit im eigenen Glauben oder in der Konfessionslosigkeit beeinträchtigt.
Die Debatte um ein Kopftuchverbot von Lehrerinnen, welches ja nur von einem geringen Anteil der Bevölkerung getragen wird, wird sofort mit Fremdenfeindlichkeit abgestempelt.

Für mich ist das ganz klar eine Wertediskussion in der sich viele, die eigentlich nichts zu sagen haben profilieren wollen und diejenigen, die was zu sagen hätten, besser nichts sagen, damit sie nichts falsches sagen.

Ich sehe es für mich ganz einfach:
Werde ich in der positiven Darstellung meiner Glaubensrichtung eingeschränkt, so muss auch jegliche negative Darstellung unterbunden werden.

Abschließend sei gesagt: "Jesus lebt" und bei Problemen hilft unter 0800- 111 0 111 die Telefonseelsorge Deutschland. Natürlich gebührenfrei!

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Beitragvon Esox » 20.05.2006 - 9:32

[Was meint ihr zum Film "Sakrileg- The Da Vinci Code"?
So wie es aussieht, werde ich ihn mir morgen ansehen, ic hbin schon mal gespannt.[/quote]

Der Film soll ja bestenfalls mittelmäßig sein, aber ansehen werde ich ihn mir trotzdem.
Das es schon im Vorfeld heftige Proteste aus allen Richtungen gibt, war ja schon von Anfang an klar.
Nur ist das bitte schön eine Roman-Verfilmung, daher reine Fiktion und niemand wird sich durch den Film in seiner Glaubensrichtung beeinflussen lassen.
Was durch die Proteste der Kirche wieder offensichtlich durchscheint, ist die Angst noch mehr Gläubige zu verlieren;die meisten Leute sind ohnehin nur mehr am Papier Christen.

Und wenn Jesus mit Maria Magdalena Kinder gehabt haben sollte - na und?
Meiner Meinung nach müsste die Kirche endlich einsehen, dass es zur Schaffung neuen Lebens nun mal 2 Geschlechter braucht und die unbefleckte Empfängnis nur einmal funktioniert hat.
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Beitragvon Fergen » 20.05.2006 - 12:15

Beliebt hat geschrieben:Ich beziehe mich jetzt mal allgemein auf Kinofilme oder Musiktitel mit Inhalten die sich gegen eine Religion aussprechen.

In Deutschland leben 68% Christen (32,3% römisch-katholisch, 32,1% evangelisch, 1,5% orthodoxe und 0,5% sonstige), 3,2% Muslime, 0,24% Juden, 1% gehören anderen Religionen an und 28,5% sind ohne Konfession.

Unsere Bevölkerung besteht also zum größten Teil aus Christen. Dennoch erfahren wir tagtäglich Diskussionen über Lärmbelästigung durch Kirchenglocken oder das Verbot von Kreuzen in Klassenzimmern. Schließlich wird ja eine Minderheit im eigenen Glauben oder in der Konfessionslosigkeit beeinträchtigt.
Die Debatte um ein Kopftuchverbot von Lehrerinnen, welches ja nur von einem geringen Anteil der Bevölkerung getragen wird, wird sofort mit Fremdenfeindlichkeit abgestempelt.

Für mich ist das ganz klar eine Wertediskussion in der sich viele, die eigentlich nichts zu sagen haben profilieren wollen und diejenigen, die was zu sagen hätten, besser nichts sagen, damit sie nichts falsches sagen.

Ich sehe es für mich ganz einfach:
Werde ich in der positiven Darstellung meiner Glaubensrichtung eingeschränkt, so muss auch jegliche negative Darstellung unterbunden werden.

Abschließend sei gesagt: "Jesus lebt" und bei Problemen hilft unter 0800- 111 0 111 die Telefonseelsorge Deutschland. Natürlich gebührenfrei!


Guter Beitrag und ehrenhafte Motive, nur die Beispiele gefallen mir persönlich nicht. In einer staatlichen Einrichtung (Schule) sollte nun mal die Religion freiwillig sein (Stichwort 'Schulpflicht). Was die Lärmbelästigung durch Kirchenglocken angeht, regelt die Nachfrage den Preis - so sieht der Durchschnittsbürger den Wert einer Immobilie in direkter Nähe zu einer Kirche wegen der Lärmbelästigung eben als gesenkt an. Das hat insofern nichts mit Diskriminierung sondern mit Marktwirtschaft zu tun (auch wenn mich der Reverend bestimmt gleich mit der Neoliberalismus-Keule haut ;) ).
Emissionsgrenzwerte müssen halt auch von Gotteshäusern eingehalten werden.
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Beitragvon Twister » 20.05.2006 - 12:30

Guter Beitrag, ja da stimme ich auch zu, jedoch:
68% Christen (32,3% römisch-katholisch, 32,1% evangelisch



Ist dies nicht richtig: Gilt jemand als Christ, wenn er sich nur taufen lässt , brav die Kommunion und Firmung über sich ergehen lässt und dann nie wieder ein Gebet an Jesus richtet / sich in die Kirche bewegt um den Gottesdienst zu verfolgen???

Ich finde "nicht ganz".

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Beitragvon Joscha » 20.05.2006 - 14:11

Jep,hast recht Twister. Von meiner Klasse geht nur einer von 23 Schülern
in Ethik,trotzdem fisnden ,bis auf mich, die restlichen 21 Schüler sogar den
Kirchenbesuch an Weihnachten lästig,geschweige denn sie würden jede Woche in die Kirche gehen. Und wie du schon sagst, rein bürokratisch stimmt die prozentuale Einteilung,im Wircklichen Leben ist sie aber völlig falsch.

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Beitragvon Twister » 20.05.2006 - 22:39

stuffel93 hat geschrieben:Kirchenbesuch an Weihnachten lästig,geschweige denn sie würden jede Woche in die Kirche gehen. Und wie du schon sagst, rein bürokratisch stimmt die prozentuale Einteilung,im Wircklichen Leben ist sie aber völlig falsch.



Sie gehen ja nicht nur in die Kirche, sie kommen nicht einmal ins Gespräch mit Gott (Gebet).