Blei schmelzen


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Blei schmelzen

Beitragvon Gerd » 03.12.2014 - 8:34

Eine kleine -rein hypothetische- Geschichte vorab.

Ein Angler - nennen wir ihn mal GaF- gießt sich seit geraumer Zeit seine Jigköpfe in Heimarbeit selbst,
zum Schmelzen des Bleies hat er bisher einen Camping-Gas-Kocher benutzt. Nun hat er wieder mal Jigköpfe benötigt, da der Rhein ein gefräßiges Monster ist, also hat er seine Konstruktion aufgebaut und begonnen, das Blei zu schmelzen. Aufgrund der tiefen Temperaturen dauerte es allerdings ewig, bis sich das Blei verflüssigt. Als schlauer Kerl kam dieser Angler auf die Idee, die Schmelze mit einer zusätzlichen Lötlampe zu beschleunigen, diese steht seit ca zwei Jahrzehnten im Keller.

Also das Gasrädchen an der Lötlampe aufgedreht und die Lampe angesteckt, diese stand sofort in Flammen. Nicht so wie sie sollte, sondern mehr oder weniger lichterloh. GaF hat daraufhin die Gaszufuhr wieder abgedreht, allerdings nur mit mäßigem Erfolg, die Flammen kamen nämlich aus dem Aufsteckbereich der Lötlampe an die Kartusche, hier hatte sich scheinbar im Laufe der Jahre etwas gelockert / wurde undicht / ist weggerostet.

Fakt ist, die Lampe flog in hohem Bogen vom Balkon in den Garten, brannte dort ca 4-5 Minuten munter vor sich hin. GaF hatte Hoffnung, dass sich die Kartusche nach und nach leer brennt und das Feuer dann erlischt, hat die Kartusche auch gemacht. Allerdings nicht nach und nach, sondern mit einem lauten Rauschen schlagartig. Dabei legte sie rund 25 Meter durch den Orbit zurück. Zum Glück ging alles glimpflich und ohne Sachschaden oder gar Personenschaden ab.

Wie hätte GaF die ´brennende Kartusche löschen können ? Hätte das mit Wasser geklappt oder wäre das eher ungesund geworden ?

Nun zur Frage :
Von Gas hat dieser Angler erstmal die Schnauze voll, allerdings benötigt er weiterhin Jigköpfe. Zum Schmelzen des Bleies ist nunmehr eine Herdplatte vorgesehen, von welchen GaF 2 Stück sein Eigen nennt. Eine kleine Campingplatte mit rund 10 cm Durchmesser - auf diese würde der Topf mit Blei optimal passen. Diese Platte hat allerdings nur eine Leistung von 500 Watt. Eine andere Platte verfügt über eine Leistung von 1500 Watt, allerdings wäre der Topf für die Platte zu klein, viel Wärme würde unnötig in die Luft geheizt werden.

Was denkt Ihr, ist die 500 Watt Platte ausreichend um das Blei zu schmelzen ? Oder muss GaF auf die große Platte mit 1500 Watt zurückgreifen ? Oder hat selbst diese Platte eine zu geringe Leistung ?

Gebt mal Tipps, damit ich sie an diese fiktive Person weitergeben könnte.

Ich will kein Gas mehr benutzen 8)
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Beitragvon #Allround#Nachhaltig » 03.12.2014 - 9:50

Probieren geht über Studieren ;-)
aber ich denke, dass beides geht, die 500w wird halt länger brauchen :7
musst du ausprobieren, aber bitte ohne Hausbrand :flamingdev:
Angeln :D

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Beitragvon rhinefisher » 03.12.2014 - 9:53

Hi! Gerd - mal ehrlich - der ganze Aufwand um die paar Euro für nen ordentlichen Lee einzusparen....... :-{ .
So ein 20lbs Lee kostet nicht die Welt... .
Mir ist auch mal so eine Steckkartusche abgebrant (allerdings ohne dein finales Buumm-Erlebniß) - seitdem benutze ich diesen Müll garnicht mehr.
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Beitragvon Gerd » 03.12.2014 - 10:02

rhinefisher hat geschrieben:Hi! Gerd - mal ehrlich - der ganze Aufwand um die paar Euro für nen ordentlichen Lee einzusparen....... :-{ .
So ein 20lbs Lee kostet nicht die Welt... .
Mir ist auch mal so eine Steckkartusche abgebrant (allerdings ohne dein finales Buumm-Erlebniß) - seitdem benutze ich diesen Müll garnicht mehr.
Petri


Naja, so ein Schmelzofen kostet auch nen Hunni und die Herdplatten stehen daheim rum. Topf ist auch schon gut gebraucht und so viel Jigköpfe brauch ich ja nicht, vielleicht 300 Stück / Jahr.

Und glaub mir, von den Kartuschen bin ich jetzt auch erst mal weg.


Äääh - ich spreche natürlich für den fiktiven GaF :p
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Beitragvon Colin mag Barsche » 03.12.2014 - 10:17

Auf voller Leistungststufe kann eine Herdplatte mit 500 Watt angeblich bis zu 525°C werden, Blei hat einen Schmelzpunkt von 327,5°C also müssten die 500 Watt platte locker reichen ;)
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Beitragvon NachtFee » 03.12.2014 - 10:41

Hallo Gerd,

Er soll sich mal das anschauen:

http://www.bleigussformen-shop.de/Giess ... hmelzoefen

vielleicht hilft Ihm das.

Gruß
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Beitragvon Gerd » 03.12.2014 - 10:46

Die Seite kennt 'er' schon, trotzdem wird sie ihm helfen. Wenn 'er' da nochmal nachliest wird er merken, dass die Öfen Wattzahlen von 500 bzw. 700 haben. Mit seiner Herdplatte von 500 Watt wird 'er' also nicht weit kommen, ich denke, dass die Wärmeverluste durch Topf, Umgebung nahe am Gefrierpunkt, Wind etc zu hoch sein werden.

Die Schmelzöfen - gerade der erste- sind im Grunde genommen ja auch 'nur' eine Herdplatte mit integriertem Topf.

Danke Dir trotzdem für die Info.
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Beitragvon Derrik Figge » 03.12.2014 - 12:32

300!!!!! Köpfe im Jahr??????

Was treibt der Typ denn da, füttert der wochenlang an vor dem Fischen??? :rofl:

Du solltest ihm mal anständige Stellen zeigen, ich fische auch im Rhein, aber soviel Bleiverluste hab ich vielleicht in 6-7 Jahren...

Für die Umwelt auch nicht gut, da wäre es sinnvoll, auf Zinn umzusteigen, oder zumindest einen großen Teil zuzumischen.

Was die Kosten angeht: Uga's Jigbaits verkauft alles bis Größe 3/0 für 25 Stück 8 Euro. Bei großen Mengen sogar vesandkostenfrei. Da lohnt das Selbermachen mit den möglichen Gesundheitsschäden nicht mehr.

Schönen Gruß, falls Du was bestellst ;-)
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Beitragvon Hensle » 03.12.2014 - 12:32

Ich würde mir wahrscheinlich weniger Gedanken um die Energiekosten machen, als um meine Gesundheit .
Ein Atemschutz beim Schmelzen und gießen , denke ich mal ist eh klar.

Am besten die Dinger kaufen , Hobby kostet halt Geld und wenn man einen schönen Fisch fängt relativiert sich das sowieso .

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Beitragvon Gerd » 03.12.2014 - 12:54

Derrik Figge hat geschrieben:300!!!!! Köpfe im Jahr??????

Was treibt der Typ denn da, füttert der wochenlang an vor dem Fischen??? :rofl:

Du solltest ihm mal anständige Stellen zeigen, ich fische auch im Rhein, aber soviel Bleiverluste hab ich vielleicht in 6-7 Jahren...



Der fiktive Typ ist ständig mit mir unterwegs und befischt natürlich die selben Stellen. Und nur dort wo es Hänger gibt, gibt's auch ordentlich Fisch :p

Ich war bisher lt. Fangbuch dieses Jahr genau 60 Mal am Rhein, bis Ende des Jahres werden sicherlich noch 10 Ausflüge dazu kommen, also zusammen 70 Mal. Fünf Hänger / Abrisse pro Tag sind eher die Regel als die Ausnahme. :(

Derrik Figge hat geschrieben: Was die Kosten angeht: Uga's Jigbaits verkauft alles bis Größe 3/0 für 25 Stück 8 Euro. Bei großen Mengen sogar vesandkostenfrei.


Ohne mich jetzt hierzu kundig zu machen denke ich, dass die dort standartmäßig VMC-Haken vergießen und genau diese möchte ich nicht. Beste Erfahrungen hab ich mit Matzuo-Sichelhaken, die Dinger sind einfach sauscharf und mit weitem Bogen. So hab ich meine Fehlbiss - Quote deutlich reduzieren können, die liegt jetzt vielleicht noch bei max 10 %.

Hensle hat geschrieben:Ich würde mir wahrscheinlich weniger Gedanken um die Energiekosten machen, als um meine Gesundheit .


Klar, die Gedanken macht man sich schon. Deshalb gieße ich ... ääh der Typ... ausschließlich bei windigem Wetter im Freien. Wenn man dann am Topf noch die Luft anhält wird die Gesundheitsgefährdung minimiert.
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Beitragvon Derrik Figge » 03.12.2014 - 13:17

Uga bietet mindestens 3 Sorten an Haken an, Matzuo meine ich auch und Gamakatsu. Aber da diese Haken etwas teurer sind, könnte auch der Endpreis ein anderer sein. Google doch mal, dann wirst Du sicher ne aktuelle Preisliste finden. Oder ist GaF zufällig bei Facebook, da liegt sie immer tagesaktuell und es sind auch Bilder der Produktvarianten zu sehen {ß*#

Hier noch die Website, ruf ihn bei Interesse am besten mal an oder schick ihm ne Email.

http://www.ugas-jigbaits.info
Zuletzt geändert von Derrik Figge am 03.12.2014 - 13:22, insgesamt 2-mal geändert.
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Beitragvon Derrik Figge » 03.12.2014 - 13:19

Was das Thema "nur dort wo es Hänger gibt, gibt's auch ordentlich Fisch" angeht, so muss Dein Angelkollege noch ne Menge lernen :p

Aber die Angelindustrie muss auch leben, also immer fleißig weg mit dem Zeug! :lol:
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Beitragvon 45er Barsch » 03.12.2014 - 18:22

moin.
hi gerd, ich kenne das problem von deinem kumpel ;-)

mir ist in den anfangszeiten auch ein campingkocher auf dem balkon abgefackelt, ich hatte nicht die möglichkeit ihn in den garten zu feuern.
hat sich dann auf dem balkon ausgetobt. LOL

seitdem besitze ich sowas:


http://www.ebay.de/sch/i.html?_odkw=gas ... r&_sacat=0


ne kleine gasflasche aus dem baumarkt angeschlossen und du hast mehrere jahre ruhe.

... und ich giesse ein vielfaches mehr als 300 - 350 köpfe im jahr ;-)

ich habe meinen als gut gebraucht für unter 20€ erstanden, hat glaube ich so um 1000 - 1500 watt, ist völlig ausreichend.

ich würde an deiner stelle aber auch die platten mal ausprobieren, vielleicht funzt das ja.

gruß aus pungscht


p.s.: in den buhnen läufts derzeit 8)
... aber wir bleiben freundlich.
Mal sehen wie lange noch.

Bild

http://www.blinker.de/forum/nickpage.ph ... l&pic=1550

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Re: Blei schmelzen

Beitragvon Gerd » 03.12.2014 - 19:32

Mit der 1500er Platte hats wunderbar geklappt. Hat GaF berichtet :p

Aber ne Frage hätte ich noch:


Gerd aus Ferd hat geschrieben:

Wie hätte GaF die ´brennende Kartusche löschen können ? Hätte das mit Wasser geklappt oder wäre das eher ungesund geworden ?

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Beitragvon Colin mag Barsche » 03.12.2014 - 20:24

Ja, hättest du ähhh er ;)
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