Kunstköderverbot - was tun?


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Uli Beyer
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Kunstköderverbot - was tun?

Beitragvon Uli Beyer » 25.05.2011 - 9:41

Gibt es bei Euch ein Kunstköderverbot? Wer trotzdem Raubfische fangen möchte, kann das mit Gemüse tun! Mein Angelfreund Marcel hat mir dazu einen schönen Bericht geschickt...
http://www.uli-beyer.com/de/monstertech ... bot-faengt
Viel Spaß beim Ausprobieren! :D
Mit besten Grüßen aus Dortmund

Uli Beyer
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Beitragvon rhinefisher » 25.05.2011 - 13:23

Nur weil ein Wobbler aus Möhren besteht, wird er doch nicht zum Naturköder... :roll: .
Für mich ist das lediglich ein uralter und bemerkenswert blöder Versuch die Regeln zu brechen.. .
Petri
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Beitragvon reverend » 25.05.2011 - 13:33

Kunstköderverbot ist meist eine Umschreibung (keine glückliche) für Spinnfischverbot.
In der Gewässerordnung meines Vereinssees heißt es sogar noch präziser "vom 1.Mai bis 30.September ist jegliches Wurfangeln (Spinnfischen und FLiegenfischen) untersagt".
Der Hintergrund für dieses Verbot ist in der Tatsache begründet, dass es für den oft regen Badebetrieb einfach zu gefährlich wäre, wenn drillingsbewehrte Spinnköder (wozu dann auch KöFi am System zählt) über die Köpfe von Badenden hinwegflögen.

Ansonsten (immer wieder nett anzuschauen): Russischer Möhrenjerk
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Beitragvon Haifisch_Nico » 25.05.2011 - 14:01

Ob aus Möhre, Kartoffel, Holz oder ein anderes Material, es ist und bleibt ein Kunstköder!

Kunstköderverbot heisst für mich kein Spinnangeln, auch nicht Drachkowitsch:;-)

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Beitragvon Uli Beyer » 25.05.2011 - 16:52

Im konkreten Fall wollen wohl "ältere Herren" im Verein die Raubfische für sich behalten, denn die Angelei mit totem und lebendigem Köfi ist sehr wohl gestattet - auch geworfen! Ich empfinde DAS als ziemlich fragwürdig, weil Kunstköder die wesentlich aktivere, schonendere und anspruchsvollere Angelei darstellen.
Mit besten Grüßen aus Dortmund



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Beitragvon Fisch 96 » 25.05.2011 - 17:44

Im konkreten Fall wollen wohl "ältere Herren" im Verein die Raubfische für sich behalten, denn die Angelei mit totem und lebendigem Köfi ist sehr wohl gestattet - auch geworfen! Ich empfinde DAS als ziemlich fragwürdig, weil Kunstköder die wesentlich aktivere, schonendere und anspruchsvollere Angelei darstellen.



Genau meine Meinug. :respekt: {ß*#

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Beitragvon Gerd » 25.05.2011 - 18:10

Dann bestehen doch beste Möglichkeiten, dass Kunstköderverbot legal zu umgehen, nämlich der Köderfisch - wegen mir auch geworfen am System.

Wo liegt denn bitte der Unterschied, ob ein Wobbler aus Holz ist oder aus einer Möhre ? In beiden Fällen ist es ein Kunstköder, da er "künstlich" einen echten Fisch nachahmen soll. Sorry, hab ich kein Verständnis dafür. Wenn es nun mal an dem Gewässer so ist, dass künstliche Köder nicht erwünscht sind-aus welchen Gründen auch immer- dann hab ich zwei Möglichkeiten. Entweder ich halte mich daran oder aber ich Sch... auf das Gewässer.
Hätte ich einen Weinberg, ich würde ihn 'Hang zum Alkohol' nennen

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Beitragvon Uli Beyer » 29.05.2011 - 13:36

Ich sehe das anders: Die älteren Herrn bekommen gut vor Augen geführt, wie schwachsinnig manche Verbote sind. Mit Hege o.ä. hat das nämlich gar nichts zu tun, sondern mit Fischneid und Angst, dass andere erfolgreicher sind. Ich finde diese Form der Kreativität jedenfalls sehr gut und sie unterbindet die vielerorts viel zu ausgeprägten Dummverbote.
Wie schon angesprochen gibt es überhaupt kein ordentliches Argument gegen Kunstköder, wenn gleichzeitig Köderfische (auch am Spinnsystem z.B.) erlaubt sind.
Mich ärgert es nicht nur, wenn Angler versuchen, andere Kollegen durch Auflagen usw. einzuschränken, ihre eigene Angelei (im schlimmsten Fall den lebenden Köfi!) aber keinesfalls abstellen wollen. Es ärgert mich auch, wenn man dies dann auch noch blind akzeptiert.

Unabhängig davon braucht Ihr Euch ja nicht am Umgehen eines Kunstköderverbotes auszulassen. Sicher gibt es einen großen Schmunzler im Kollegenkreis, wenn man irgendwo (auch ohne Kukö-Verbot) mit einer Möhre o.ä. einen Raubfisch fängt. . .
Mit besten Grüßen aus Dortmund



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Beitragvon reverend » 29.05.2011 - 16:37

Die Herren Otto und Herbert Plumpsangler werden irgendwann sowieso ausselektioniert, wenn sie durch Verbote meinen, Veränderungen verhinderen zu können.
Sei es, dass sie bei der nächsten Jahreshauptversammlung von ihren Vorstandsposten abgewählt werden, sei es, dass ihr Verein ohne Nachwuchs bleibt...
Gastangler könnten das in der Tat ein wenig beschleunigen, indem sie die Unsinnigkeit gewisser Verbote durch ihre Angelmethodik offenkundig machen.
Insofern ist der Möhrenjerk oder der Gurkenblinker schon eine Möglichkeit, die alten Querschädel vorzuführen.
Allerdings könnten diese dann auch kreativ werden und neue "Dummverbote" aushecken: Entnahme von Köderfischen nur durch Vereinsmitglieder bei gleichzeitigem Verbot von gewässerfremden Köderfischen, etc. etc.
Also: Besser im Verein aktiv werden, unter den jungen, innovativen Leuten geeignete Leute für den Vorstand finden und die alten Säcke abwählen.
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Beitragvon angelmesserjocke » 30.05.2011 - 18:02

Eben Reverend!
Die häufigste Kritik beginnt mit "man könnte" - bedeutet übersezt " mach Du mal"!
Ber bessere Weg ist etwas vorzuleben oder aktiv an einer Veränderung zu arbeiten - aber zurück zum Thema.
Es gibt wohl vieler solcher unsinnigen Verbote, die sich aber durch reine Kritik nicht auflösen. Um es Gastanglern schwer zu machen haben die verschiedensten Funktionäre oft seltsame Einfälle. Der Gast ist König - für viele Vereine ein Fremdwort.
Natürlich muss man zur Verteidigung dieser Strategie auch erwähnen, daß es Gastangler geben soll, die an einem Tag ganze Gewässerabschnitte leerfischen
:.)( :.)( :.)(
Ich bin 52 und angele seit meinem 12.Lebensjahr. Ich fühle mich mit der Fliegenrute genauso wohl wie beim Karpfenansitz oder beim Stippen mit der Pole.

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Beitragvon Holger Wulf » 30.05.2011 - 18:07

angelmesserjocke hat geschrieben: Natürlich muss man zur Verteidigung dieser Strategie auch erwähnen, daß es Gastangler geben soll, die an einem Tag ganze Gewässerabschnitte leerfischen
:.)( :.)( :.)(

Ach ja? Wo ist denn Dynamitfischen erlaubt?
Angeln, angeln, angeln und auch mal an die Leser denken!

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Beitragvon maggot » 06.12.2011 - 13:24

bei uns sind sie auch verboten, aber im wesentlichen is das totaler schwachsinn. ich versuchs trozdem im frühling mal, i ch meine man begeht nach der anglerordnung meines vereins kein verbrechen, also warum nicht? ich kopier mal den originaltext rein:
"Das Fischen mit Kunstködern (Blinker, Wobler, etc.) sowie schleppen mit totem Köderfisch sind generell nicht gestattet." von karotten, oder so steht ja nix drin :D

ach ja, man kann ja auch einfach für gastangler kunstköder verbieten und die mitglieder lassen...

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Beitragvon Kai S. » 06.12.2011 - 17:57

Kannst Du bitte ein wenig auf Deine Schreibweise achten?
Ist ja ein Graus das zu lesen.
Und ob es Schwachsinn ist, das glaube ich so ohne die Begründung zu kennen auch nicht. Ich vermute mal Du willst in der Schonzeit damit auf Raubfisch angeln, denn das Du es im Frühjahr versuchen willst, das passt ja zu der Vermutung da dann die Schonzeit ja genau ist. Und dann macht ein Verbot durchaus Sinn.
Aber Du hast recht das Möhren, ect. wohl nicht verboten sind. Die hätten da dann besser Wurfruten verbieten sollen.

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Beitragvon pike-pirat » 06.12.2011 - 18:41

Oh, der Herr Oberlehrer lehnt sich aber weit aus dem Fenster ;)
Sind wir mittlerweile so weit, dass wir 14-Jährigen in einem Anglerforum Rechtschreibfehler ankreiden? Und dann im eigenen Beitrag selbst die Fehler machen, konsequent!
Ich kann euch nur empfehlen, alle ,,Umgehungen'' von derartigen Verboten sein zu lassen. Da fliegt man gerne mal aus dem Verein und dann hilft es einem nicht, ob es nun ein Wobbler war oder doch ein Klodeckel mit Angstdrilling.
Und während der Schonzeit mit Kunstködern gezielt auf Raubfisch zu angeln, auf die Idee kommt wohl nicht wirklich jemand. Da ist das Kunstköderverbot das geringste Problem...

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Beitragvon Onkel Tom » 06.12.2011 - 19:45

Freunde, wir wollen hier doch sicher nicht darüber diskutieren, wer der bessere Deutschlehrer ist. ;)

Was wir hier aber auf jeden Fall sehen wollen ist, dass sich jeder bemüht, vernünftig und leserlich zu schreiben, völlig unabhängig vom Alter. Das jeder mal einen Rechtschreibfehler hat ist dabei nicht der Punkt.
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