Jemand Erfahrung mit Räucherofen?

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jensi90
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Jemand Erfahrung mit Räucherofen?

Beitragvon jensi90 » 13.04.2015 - 9:32

Ich hoffe ich bin in der richtigen Kategorie :oops:

Ich möchte demnächst, auch wenn es mein erster Versuch sein wird, Forellen räuchern. Vom prinzip her weiß ich ungefähr wie das mit dem Räuchern funktioniert. Gibt ja schließlich tausende Anleitungen im Netz. Viel mehr würde mich interessieren, ob jemand Erfahrungen mit diesem Räucherofen ( hier) gemacht hat. Ich habe auf der Seite leider keine Markennamen des Räucherofens gefunden, daher gehe ich davon aus, dass es ein Eigenprodukt ist. Und deswegen brauche ich unbedingt Erfahrungsberichte, falls jemand welche mit diesem Räucherofen gemacht hat.

Oder nutzt ihr den juten alten Backofen zum Räuchern :?:

Danke für jede hilfreiche Antwort ;)

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Beitragvon #Allround#Nachhaltig » 13.04.2015 - 14:34

Man kann im Backofen räuchern??? :shock:
Jetzt bin ich wirr. Sorry, ist nicht sehr konstruktiv, aber das würde mich mal interessieren, wie das ohne das Haus zu verpesten gehen soll.
Angeln :D

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Beitragvon Forellenberti » 13.04.2015 - 16:47

Hallo,

also räuchern im Backofen würde ich dringend abraten. Den Geruch kriegt man nie mehr aus der Küche/Wohnung und der Rauch setzt sich an Wänden und Decke fest.

gGruß Forellenberti
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Beitragvon #Allround#Nachhaltig » 13.04.2015 - 19:07

Dachte ich mir auch irgendwie. Vielleicht nimmt er aber nur den alten und baut sich dann im garten ein öflein?
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Beitragvon Bachforellenangler » 13.04.2015 - 21:34

Moin,
Das betreffende Modell habe ich nicht genutzt, kann dir aber empfehlen die S-förmigen Rächerhaken gut im Kopf der Forellen zu verankern, am besten durchs Maul und von dort in die Schädeldecke. Wenn du sie in den Kiefer hängst kann es passieren das der Kiefer während des Räucherns abreißt und der Fisch runter fällt.
Wir sitzen alle in einem Boot: Die einen rudern, die anderen angeln

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Beitragvon Talon » 14.04.2015 - 6:12

Hallo Jensi, das von dir gezeigte Modell entspricht in seinem Grundaufbau, dem, welches ich seit Jahren verwende.
Du hast dir zu dem Preis, schon das richtige ausgesucht, nur im Winter, ab +5°C nach unten, wird es schwierig die Temperatur konstant zu halten. Dafür gibt es (hab ich) dann, isolierte (zweiwandige) Räucheröfen.

Ich heize/feuere meinen Räucherofen mit Holzscheiten, Räuchermehl ist Buche bei mir.
Mit Gas oder Elektrobeheizung hab ich keine Erfahrung und kann dazu nichts sagen.

Zwei Dinge musst du beachten:
1) Wenn der Ofen neu ist, heize ihn erstmals OHNE Fische an.
Du beseitigst ggf. vorhandenen Fette/Konservierungen des Materials und bringst auch einen "Grundgeruch" in den Ofen. Nicht, dass beim Forellenräuchern mal "Chemie" ins Spiel kommt.
Und du lernst seinen Temperaturverlauf kennen. Du musst ja langsam auf Temperatur kommen, dann zum Garen ca 40 min 80°C halten und zum Ende des Garens auch kurzzeitig 100°C erreichen. Danach auf ca 60°C zum Räuchern die Temperatur abfallen lassen. (das passiert allein schon, wenn du die Räucherschale mit dem Buchenmehl befüllst und einstellst, dazu ist die Tür kurz offen) und halten. Nicht vergessen, 1x oder 2x die Räucherschale neu zu befüllen! beim Räuchervorgang.

2) Die mitgelieferten S - Haken sind Schnickschnack für Fische und wirklich nur für das Wurst- bzw. Fleisch und Schinkenräuchern (so das mal geplant ist) zu gebrauchen.
Such mal im Netz nach "Drehwirbel-Haken" = das sind die Räucherhaken, welche unten ein U-förmiges Ende haben, und die man damit um die Wirbelsäule des Fisches eindreht

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oder auch nach den Haken, welche an gerader Linie ein, besser zwei Dorne haben, welche man neben der Wirbelsäule des Fisches, links/rechts von innen in den Rücken einsticht. (hat dein Ofenanbieter lieferbar)

Ich verwende bisher ausschließlich die oben zu sehenden (selbstgefertigten) Drehwirbel-Haken.

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Und dann: Viel Erfolg, einfach machen, ist "wie wenn du erstmals vom 3-Meter-Brett springst", nicht lange Zögern :-)

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Beitragvon kruzer » 16.04.2015 - 15:04

Toller Beitrag tallon

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Beitragvon tobiangel » 30.04.2015 - 13:16

Da muss ich kruzer zustimmen: Super gemacht.
Wer anderen eine Bratwurst brät, der braucht ein Bratwurstbratgerät

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Beitragvon Daniel_k » 04.09.2015 - 17:39

Danke Talon für diesen tollen Beitrag!!!!!

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Beitragvon marcuuuus » 23.09.2015 - 16:26

Irgendwo habe ich auch schon gelesen, dass der bakofen "eine gute alternative zum Räucherofen" ist. Wo ich mir dann dachte " Danach darf man nur kein Kuchen oder ähnlcihes backen ... schmeckt doch alles nach Fisch dann"

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Beitragvon #Allround#Nachhaltig » 23.09.2015 - 18:54

VERGISS ES!!! Du kannst dannach deine Wohnung verkaufen, wenn du jemanden finden solltest.
Angeln :D

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Beitragvon captain.huck » 25.09.2015 - 17:04

Ich habe mir als kleines Projekt für den Winter vorgenommen einen Räucherofen zu schweißen.
Grundlage dazu soll ein Ausdehnungsgefäß (400l Volumen) einer Heizungsanlage dienen. Dieses ist von ihnen nicht Beschichtet, also reiner Stahl. Daher sollte es diesbezüglich keinerlei Probleme geben oder?
Beheizen wollte ich elektrisch, zb. durch einen elektrischen Grillanzünder (Heizschlange die man einfach in die Kohle packt, ihr wisst schon was ich meine oder? :o ).
Diesen wiederrum wollte ich durch einen Temperaturabhängigen NC-Kontak o.ä. Regeln.
...
Weiter bin ich bis jetzt noch nicht gekommen, da ich z.Zt. keine ruhige Minute finden um mal ein wenig zu googlen oder mir Gedanken über den genaueren Aufbau zu machen.

Jetzt kommt ihr ins spiel, hat jemand so etwas oder etwas vergleichbares schon einmal gebaut?
Ich wäre euch für jeden Tipp dankbar! :)

Petri, Jonas

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Beitragvon whesenius » 26.09.2015 - 13:12

Ich raeuchere selbst in Thailand (Sabafish ist gleich wie Makrele) noch mit der klassischen Methode. Ich habe mir 2 Oelfaesser 200l gekauft, 1 halbiert und beiden den Deckel abgeschnitten. Beide Teile zusammengesteckt unten eine Klappe 25x20cm rein und GUT AUSGEBRANNT!
Als Abdeckung einen nassen Jutesack und fertig ist der Ofen. Mittlerweile hab ich noch ein Messingthermometer von einem Schiffsingenieur bekommem (reine Bierfrage)

Ich habe von meinem Grossvater und Vater gelernt, (Beide waren Hochseefischer) dass mindestens 80 -100cm Freiraum zwischen Feuer und Raeuchergut sein soll, darum eben die 1 1/2 Faesser zusammengesteckt.
Bisher nur beste Ergebnisse, ob Tilapia, Mekong Wels, Makrele, Seabass oder Snakehead und vor 12 Jahren auch bei Aal und Brassen in Deutschland.
Temperatur wie Talon beschreibt 80-85 Grad, am Ende kurz 100 Grad und als Gartest sollte die Haut sich mit einem leichten Daumendruck gegen die Schnittflaeche des Fischbauchlappens loesen.

Schinken Bauchfleisch Mettwurst (In Thailand sauteuer) habe ich versucht. Nach dem beizen (12 Tage im Kuehlschrank, 40gr Salz per Kg) 8x8 Std mit je 12 std Pause geraeuchert... War nicht so das Pralle, da sollte die Temp unter 20 Grad (Kaltraeuchern) bleiben aber bei schon 35 Grad Aussentemperatur im Sommer wie im Winter kann ich das knicken.
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Beitragvon captain.huck » 26.09.2015 - 18:12

Danke für die Informationen, whesenius !
Werde in den nächsten Tagen mal ein Foto von meiner "Tonne" machen.

Ich denke ich werde zwei Klappen hineinschneiden und mit Scharnieren versehen. die eine um das Räuchergut einzuhängen und die andere um die Späne einzufüllen.
Zwischen diesen Klappen wollte ich eine Art Grillrost einschweißen, sodass der Fisch nicht direkt in den Spänen ladet falls er sich doch mal selbständig machen sollte :D

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Beitragvon whesenius » 27.09.2015 - 18:22

Ich denke ich werde zwei Klappen hineinschneiden und mit Scharnieren versehen. die eine um das Räuchergut einzuhängen und die andere um die Späne einzufüllen.

Oben sollte ein leichter Abzug moeglich sein sonst staut sich die heisse Luft und der Rauch, Dann ist das Raeuchergut am Kopf weniger geraeuchert als in der Mitte, darum den nassen Jutesack.. Ich empfehle den Deckel oben auch abszuschneiden..
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