Zum Verzehr nicht geeignet..

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Zum Verzehr nicht geeignet..

Beitragvon Graubarsch » 18.03.2009 - 19:15

Hallo Freunde der guten Küche.
Mich würde einmal interessieren,aus welchen deutschen Flüssen und Strömen man die gefangenen Fische mit Vorsicht verzehren sollte.
"An einem stillen, ruhigen See, ist der Himmel ein Stück grösser."

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Beitragvon andal » 18.03.2009 - 19:33

Bei Aalen sollte man generell sparsam sein, wenn sie aus Rheinhäfen, oder der Elbe stammen. Aus den hamburger Häfen möchte ich überhaupt keinen Fisch essen. Alleine schon das Wissen um die Herkunft verdirbt einem ja jede Lust auf eine Fischmahlzeit.
Angler neigen sehr stark dazu, dort mit Lösungen aufzuwarten, wo gar keine Probleme bestehen.

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Beitragvon meindl » 18.03.2009 - 19:44

Ist zwar am Thema vorbei da nicht D. aber trotzdem :badgrin::

Ich fragte in Maastricht trotz C&R-Pflicht einen Anglerkollegen ob man die Fische aus der Maas den essen könne.

Der schaute mich mitleidig in etwa an wie wenn man in D. einen Anglerkollegen fragt ob denn der Hundehaufen da am Weg recht schmackhaft wäre :-&.

Antwort mit holländischem Dialekt: Wenn du auf eine Überdosis Schwermetalle und Dioxin stehst dann nur zu *dreckiglach*!
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Beitragvon rhinefisher » 18.03.2009 - 20:17

Hi! Da möchte ich dem Käseländer zustimmen - und gleiches für den Rhein unterstellen... :( .
Vor einigen Tagen habe ich noch einen recht gut informierten Händler angebettelt mir doch ein Gewässer zu verraten, aus dem man die Fische noch guten Gewissens essen könnte - der hat auch nur mitleidig gelacht... :cry: .
Ist schon irgendwie gruselig.. :( .
Petri!
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Beitragvon Schwarzes -mäh-mäh » 18.03.2009 - 20:47

Bei mir in oberbayern kann man eigentlich aus fast allen gewässern die fische auch verzehren 8was eigentlich ein nachteil ist ),ausser im Ismaninger speichersee da sollte man vorischtig sein
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Beitragvon Smirfknift » 18.03.2009 - 20:51

Na, da habe ich es hier dann ja richtig gut. Gewässergüteklasse 1, schöne Landschaft dazu und Fische, die echt lecker sind....
@ rhinefisher: ist echt gruselig, wie Du das schon so nett formuliert hast..
Beim Angeln geht es nicht um Leben oder Tod, es geht um Wichtigeres!

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Beitragvon andal » 18.03.2009 - 21:32

Wobei es einem an den schönen Voralpenflüssen ganz schnell den Würgereiz hochtreiben kann. Sie sind oft die sprichwörtliche Schnur, an der die komunalen Kläranlagen hängen und auch nicht selten, der Vorfluter für so manche übervolle Güllegrube.

Beispiele:

Die Deutsche Traun unterhalb von Traunstein. Die Kläranlage der Kreisstadt ist gleich so gut, das unterstrom gelegene Gemeinden ein Badeverbot im Fluss erlassen haben.

Die Tiroler Achen. Aus den Kitzbühler Alpen kommend spült die wahrlich nicht nur Bergquellwasser in den Chiemsee.

Die Alz ab Altenmarkt. Das dort beginnende bayrische Chemiedreieck macht da der Trinkwasserqualität jeden Garaus.

Das muss nicht zwangsläufig gesundheitliche Schäden verursachen, aber es treibt gelegentlich den Ekel hoch.
Angler neigen sehr stark dazu, dort mit Lösungen aufzuwarten, wo gar keine Probleme bestehen.

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Beitragvon Graubarsch » 18.03.2009 - 22:51

Das sieht ja traurig aus!
Ich dachte immer die Wasserqualität hätte sich gegenüber den Zeiten als das Filmentwickeln in deutschen Flüssen noch erprobt wurde, sehr gebessert.
Aber scheinbar Pustekuchen. Da sind die Forellen aus dem Regenbogen.....
doch noch die bessere Qualität.
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Beitragvon andal » 18.03.2009 - 22:55

Du wirst dir aber eher mit Elbaalen eher einen Graus anfressen, bevor du einen bleibenden Schaden erlangst.
Angler neigen sehr stark dazu, dort mit Lösungen aufzuwarten, wo gar keine Probleme bestehen.

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Beitragvon Schimpi » 18.03.2009 - 23:31

und gleiches für den Rhein unterstellen


Also, die Fische die ich im Rhein gefangen hab und auch gegessen habe, waren immer lecker.
Ich kann mich über Rhein-Fisch nicht beschweren. :)
Obs Zander, Hecht, Barsch oder diverse Friedfische waren. Immer ein feines Häppchen gewesen.
Wir müssen eindeutig aufhören so wenig zu angeln !!!

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Beitragvon Tacker25 » 19.03.2009 - 6:43

Bei uns haben sie mal vor 6 Jahren einen See komplett vernichtet, ein Flughafen in ca. 15 Km Entfernung hat im Winter das zeug was zu Tragflächenenteisung verwendet wird einfach mal falsch abgeleitet. Ergebnis war das in dem See alles oben schwamm & Weiß gezeigt hat, mittlerweile gibt es in dem See wieder Fisch & der soll auch verzehr bar sein.

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Beitragvon rhinefisher » 19.03.2009 - 6:45

Hi! An der Emschermündung ( größtes offenes Abwassersystem der Erde..) entnehmen einige Angler auch Fisch - der schmeckt auch.. .
Sicherlich hat sich die Waserqualität des Rheins gebessert, aber von "Sauber" ist der noch Meilen entfernt.
Nicht nur daß einige der dreckigsten Flüsse des Landes in ihn münden - auch die riesigen Einleiter der Industrie sind nicht ohne.. .
Bei Dormagen gibt es Einleiter die aussehen wie eine sprudelnde Ölquelle.... .
Wir haben hier in der Stadt einen kleine Baggersee (elbsee) - aus diesem schmecken die Fische genauso wie die neben an liegende Müllverbrennung riecht... . Hier genügt die Luftverschmutzung um Gewässer unbrauchbar zu machen.. .
Das gleiche gilt für die näher gelegenen Talsperren des Sauerlandes.
Eigentlich für alle Gewässer im Umkreis von 200km.... :heul: .
Petri!
Es ist jetzt 6Uhr 45 und ich schaue richtung Ruhrgebiet - diese gelbe Smogwolke ist wirklich beeindruckend... .
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Beitragvon Graubarsch » 19.03.2009 - 7:14

Hier die Gewässer-Gütekarte von Deutschland (leider nur ) 2000

http://www.env-it.de/umweltdaten/public ... ident=8112

Alles Grüne scheint zum ..na ja.
Vielleicht haben die Fische dort auch grüne Gräten?
Und Rot bedeutet Tod?
Oder sehe ich wieder einmal alles zu Schwarz?
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Beitragvon foersterasslar » 19.03.2009 - 10:00

Das Problem beim Verzehr der Fische sit ja, das der Geruch bei Fang ud Zubereitung uns warnt. ( z.B. Sürstraumen).

Aber Giftstoffe müssen nicht unbedingt beim Verzehr wahrgenommen werden, um langfristige Schäden zu hinterlassen. Gerade "fette" Fische sammeln viele Schwermetalle auf. Das selbe gilt für Raubfische und alte Friedfische. Schwermetalle und andere Gifte werden vom Körper aufgenommen und NIE wieder ausgeschieden.

An unserem Gewässer wurde vom VHF Hessen eine detailierte Analyse gemacht. Hierzu wurden Schlickproben ausgewertet. Auch haben wir verscheidenste Fische gefangen, die dann analysiert wurden.
Wir haben bevorzugt grössere Fische abgegeben, um eine Aussage über vergangene Belastungen, Verscmutzungen zu bekommen.

Um auf die Frage zurückzukommen.

Ich würde Nachfragen, ob es vom Landesverband odeer Verein solche Analyse für die umliegenden Gewässer gibt. Wenn nicht würde ich mir das Umfeld des Gewässersystem mal ansehen( Chemie,...). Bevorzugt würde ich "junge" Fische essen, weil diese weniger belastet sind.
Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie unkomentiert behalten.

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Beitragvon Graubarsch » 19.03.2009 - 13:27

Entschuldige, foersterasslar, aber den Begriff: -Sürstraumen- kenne ich nicht.
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