Wann ist es genug??????

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Didi
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Wann ist es genug??????

Beitragvon Didi » 26.01.2006 - 23:37

Manchmal komme ich mir nicht vor wie ein Angler,eher wie ein Sammler von Briefmarken und Münzen. :shock:

Ich erinnere mich noch gerne an die Zeiten mit meinem Opa,da gab es zwei Bambusruten,ne starke rolle dazu,als Pose diente ein angemalter korken und als köder kam der gute und alte Wurm.Wir fingen alles angefangen beim Aal,Bachforelle,Karpfen bis hin zum Hecht und Zander.
Ein rute,eine rolle und ein Methode brachte uns regelmässig den gewünschten Erfolg.

Heute nach nur mehr als 21 Jahren kann ich nur den Kopf schütteln,angefangen bei der Stippe,Grundrute,Winkelpicker,Brandungsrute,Bootsrute,rute zum Spinnfischen,rute für jede einzelne Fischart ich könnte endlos so weiter machen,genau das gleiche Bild bei den Rollen,Ködern,klamotten und allgemeiner Ausstattung.Ah ja da wären die Methoden Grund,Pose,Spinnfischen,Zupfen,Faulenzen,Bojenmontage,Haarmontage,Selbsthaakmontage usw.

Ich denke es geht den meisten wie mir,kaum betritt man den Angelladen bricht das Fieber aus.Die Kiste sind zwar voll zu Hause,aber noch einen Spinner,noch den einen Wobbler,tja ich fische kaum mit Wobbler,aber man kann es ja nie wissen,der dürfte es sein.Ob es einer glaubt oder nicht,ich besitze ne grosse Kiste voll Wobbler und die Dinger werden so gut wie garnicht raus gehollt,da ich mit Wobblern nicht gerne fische,um so lieber kaufe ich sie .Wozu?????
Jetzt weiss ich was Kaufsucht bedeutet,einkaufen obwohl man es garnichts braucht.Es ist wie eine droge,wenn man die Wand beim Dealer sich anschaut, ein Rapala Wobbler neben dem anderen, einer schöner als der andere. :lol:

Mittlerweile versuche ich es so gut es geht ein zu schränken,dank meiner Frau,habe ich auch jemanden der mir immer wieder auf die Schulter klopf und mich auf den richtigen Weg steuert.Ansonsten würde wahrscheinlich das ganze Monatsgehalt drauf gehen.Wer kann denn von sich behauptet ich habe alles ich brauche nichts.Wenn ich im Freundeskreis mich umhöre,jeder hat alles nötige um auf die meisten flossenträger erfolgreich an zu sitzen,aber jedem fällt bei der Frage,was fehlt noch, mindestens fünf neue sachen ein die unbedingt notwendig sind,obwohl alles da ist um die Schuppenträger erfolgreich zu landen!!!!!

Vor kurzem gab es das Thema wer was besitzt,da lese ich etwas von 19 Ruten,33 Rollen.................um gottes willen......haben millionen auf dem Konto oder aber ein grossen Freundeskreis???? Ich denke es ist eher der drang zum sammeln,als das jemand die Notwendigkeit von 33 Rollen oder 19 Ruten,argumentieren könnte.

Sind wir alle nur noch Marionetten,Sammler,Süchtige mit einer starken Tendenz zur Kaufsucht und zum sammeln?????

Wäre schön von euch zu hören,ob ihr das eigene Verhalten einschätzen könnt,die Angelindustrie,dankt euch dafür. :D

In diesem Sinne,Petri Heil euch allen.

Gruss Didi. ;)
Einsicht ist der Weg zu Besserung.

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Beitragvon Beliebt » 26.01.2006 - 23:57

Na ja, das ist die feminine Ader!
Hab das mit dem einkaufen meiner Frau abgeguckt - nur stehe ich nicht so auf Schuhe.

Ich muss auch ganz ehrlich zugeben dass mir oft noch dies oder jenes fehlt. Bevor ich es aber dann tatsächlich kaufe (Kleinkram ausgenommen) vergeht ´ne lange Zeit des überlegens und abwägens. Brauch ich´s zum angeln oder nur damit ich es auch habe. Dadurch fallen die Kaufentscheidungen dann meist auf seltene aber dafür sinnvolle Einkäufe.

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Beitragvon Lampro » 27.01.2006 - 18:49

Also, wenn ich im angelgeschäft stehe oder mir den neuesten askari-katalog durchlese, dann staun ich auch nicht schlecht über das, was ich mir da zusammengesammelt hab. nunja, aber mein taschengeld und das, was ich mir dazu verdiene, ist knapp und deswegen ist bei mir irgendwo schluss. man muss sich einfach dazu zwingen! ich würde völlig deprimiert durch die gegend laufen, wenn ich 15 ruten besäße, aber bloß 5 oder 6 davon verwenden würde. ich fang auch mit wenig ruten und utensilien alle möglichen fische, wie du in früheren zieten, didi! naja aber trotzdem kann ich das nachvollziehen, diese kaufsucht! man muss aber einfach über seinen eigenen schatten springen! ;)
>>>Angeln in der Stör<<<
- - - - - - -
Petri Heil wünscht Euch
Fynn

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Beitragvon andal » 27.01.2006 - 19:10

Aus dem Grund und das wieder Platz für neue "Spielsachen" wird, bin ich momentan grob am aussortieren. Die Sachen werden verkauft, was dann gleich wieder für neue Ruten und Rollen Kapazitäten schafft. :D
Angler neigen sehr stark dazu, dort mit Lösungen aufzuwarten, wo gar keine Probleme bestehen.

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Beitragvon Zanderschreck » 28.01.2006 - 0:59

Neue Ruten und Rollen, neue Montagen....
Das ist der Lauf der Dinge würde ich mal sagen.
Wenn Du vom Opa und der Bambusrute redest, dann erinner Dich mal dran, ob ihr auch von 2 Meter Wallern, 50 Pfund-Karpfen und sonstiges geredet habt......
Oder von fetten Zandern jenseits der 15 Pfung-Marke, wohl kaum.
Ich bin immer noch der Meinung, das jeder Fisch (gerade wenn man auf der Jagd der "ganz" Großen ist) sein eigenes geeignetes Angelzeug beansprucht.
Wenn Du aber wie vor 21 Jahren als kleiner Bub den Rotaugen hinterstellst, dann kannst Du das auch noch mit dem alten Babusstecken tun :D.

Und jeden Tag auch noch nach 21 Jahren kommt der Didi zu mir in den Laden und holt seinen Storck Schoko-Riesen ab...........
:lol:
Gruß
Volker

"Das Leben ist kein Ponyhof"

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Beitragvon andal » 28.01.2006 - 8:07

Sicher war die Anglerei vor gut 30 Jahren schön. Zumindest in den Teilen der Erinnerung, die einem die Zeit gnädig verklärt! Die gefangenen Fische waren auch riesig, weil man sie ja auch mit den Augen des Buben gesehen hat. Trotzdem blicke ich nicht voller Zuversicht in die Vergangenheit, sondern freue mich am Hier und Heute! :)
Angler neigen sehr stark dazu, dort mit Lösungen aufzuwarten, wo gar keine Probleme bestehen.

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Beitragvon Taxler » 28.01.2006 - 10:05

@ Andal

:clap: :clap: :clap:

Gut gebrüllt, Löwe! 8)

Gruß,
Peter
Also, wenn ich Du wäre ..... dann wäre ich, ehrlich gesagt, doch lieber ich

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Beitragvon Tom Rustmeier » 28.01.2006 - 10:20

Zanderschreck hat geschrieben:Neue Ruten und Rollen, neue Montagen....
Das ist der Lauf der Dinge würde ich mal sagen.
Wenn Du vom Opa und der Bambusrute redest, dann erinner Dich mal dran, ob ihr auch von 2 Meter Wallern, 50 Pfund-Karpfen und sonstiges geredet habt......
Oder von fetten Zandern jenseits der 15 Pfung-Marke, wohl kaum.
Ich bin immer noch der Meinung, das jeder Fisch (gerade wenn man auf der Jagd der "ganz" Großen ist) sein eigenes geeignetes Angelzeug beansprucht.
Wenn Du aber wie vor 21 Jahren als kleiner Bub den Rotaugen hinterstellst, dann kannst Du das auch noch mit dem alten Babusstecken tun :D.

Und jeden Tag auch noch nach 21 Jahren kommt der Didi zu mir in den Laden und holt seinen Storck Schoko-Riesen ab...........
:lol:



Dat unterschreib ich einfach mal so. 8) 8) 8)
Chronisch unterfischt..... :-(


In diesem Sinne

Petri Heil
und Grüsse aus Kiel

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Beitragvon Didi » 28.01.2006 - 21:05

Ich denke der Stellenwert des fischens war vor 20Jahren doch ein wenig anders als heute.Denn vor 20 Jahren würde ich mal sagen war der Fisch in erster Linie als Nahrung gesehen worden,heut zu tage,ist es nicht mehr so wichtig für viele.
Dementsprechend macht man sich es zum Ziel nicht die Kühltruhe voll zu machen,sondern persönliche Rekorde auf zu stellen.Man sehe sich mal den Blinker an,wie die Rekorde der vergangenen 10 Jahre am purzeln waren.Zu Methoden,Ausrüstung hat jeder seine Ansichtsweise des ganzen,ein wenig mehr wollte ich auf die Tatsache der kaufsucht hinweisen,die ja bei Anglern stark ausgeprägt ist.

Der Spruch mit dem Didi im Laden,war sehr gut Volker. :D :lol: {ß*#
Einsicht ist der Weg zu Besserung.

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Beitragvon andal » 28.01.2006 - 21:37

Bei Deiner Einschätzung vermisse ich schmerzlich den Spaß!

Rekordfänge, ums sich damit zu bestimmen... na wer es braucht. Mir steht die Freude am Fischen im Vordergrund!
Angler neigen sehr stark dazu, dort mit Lösungen aufzuwarten, wo gar keine Probleme bestehen.

Spaik

Beitragvon Spaik » 28.01.2006 - 23:08

Didi hat geschrieben:Ich denke der Stellenwert des fischens war vor 20Jahren doch ein wenig anders als heute.Denn vor 20 Jahren würde ich mal sagen war der Fisch in erster Linie als Nahrung gesehen worden,heut zu tage,ist es nicht mehr so wichtig für viele.
Dementsprechend macht man sich es zum Ziel nicht die Kühltruhe voll zu machen,sondern persönliche Rekorde auf zu stellen.Man sehe sich mal den Blinker an,wie die Rekorde der vergangenen 10 Jahre am purzeln waren.Zu Methoden,Ausrüstung hat jeder seine Ansichtsweise des ganzen,ein wenig mehr wollte ich auf die Tatsache der kaufsucht hinweisen,die ja bei Anglern stark ausgeprägt ist.

Der Spruch mit dem Didi im Laden,war sehr gut Volker. :D :lol: {ß*#


Wenn ich da angelangt bin sollte ich aufhören.

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Beitragvon Joscha » 30.04.2006 - 22:41

@didi
Ich bin ganz deiner Meinung mit der Kaufsucht. Wenn mann dann im Laden steht,dann denkt man(n):Den Wobbler brauch ich natürlich,am besten gleich mit ersatz,dann noch ne neue Spinnrute fürs Welsangeln,eine für den Hecht,einen für den zander...

Aber mal ehrlich :warum wollen wir kapitale Fische fangen? Um uns selbst zu bestädigen.Damit wir wissen,dass wir die Größten,die Besten sind.
Ich hab selbst auch 4 Ruten+Rollen.Mehr brauch ich nicht.Das reicht mir aus.eine große Plastikbox mit Kunskötern und Angelzubehör genügen.
Es ist doch egal ob ich mit einer Forellenrute einen Zander angele.
Solange die Schnur hält..die Rolle und die Rute tuen es.Ich bin auch nicht unbedingt ein Freund von Allrounder-Angeln.Aber statt eine Angel fürs Welsangeln,fürn Hecht,fürn Barsch,fürn Zander und für die Quappen,reicht doch eine Raubfischangeln voll aus.So auch bei anderen Fischarten.

@Zanderschreck:Wenn du wircklich der Meinung bist das man für jede Fischart für die Kapitalen ein eigenen angelzeug braucht. Entweder du bist Millionär oder hast eine Bank überfallen.Denn das kaufen des jeweiligen Angelgeräts ist schon recht kostenspielig.

Viele Grüße Stuffel

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Beitragvon ragman » 01.05.2006 - 9:05

Tja, dann mal sozusagen "live" aus dem Dilemma ;)

Wie es manche mitbekommen haben mögen in ich ja ein Wiedereinsteiger der vor 10 Jahren sein ganzes angesammeltes Gerödel verschenkt hat.

Ok, ich verdiene kein Managergehalt, kann aber so ganz gut leben (hab kein Haus, kein neues Auto, mache keine teuren Urlaube) aber bei größeren Ausgaben muß ich auch nachdenken wieviel ich wofür ausgebe.

Nachdem bei mir jetzt die Anschaffung einer kompletten Ausrüstung ins Haus stand/steht will auch gut überlegt sein ...

in meinem Fall wird die anzuschaffende Ausrüstung natürlich von den zu beangelnden Gewässern bestimmt. Da wären: Drau (Fluß, mittlere Strömung, etwas tiefer, Forellen, Saiblinge, Äschen, Hechte, Huchen, Barben), 2 Seen (Karpfen, Schleien, Hecht, Zander, Wels) und ein kleiner Bach (hauptsächlich Döbel).

Dazu kommen noch zwei größere Seen an denen ich meine Kajakkatamarankonstruktion einsetzen will.

Jetzt hätte ich einerseits ideale Voraussetzungen um für jedes Gewässer und fast jede Fischart eine spezielle Ausrüstung einsetzen/haben wollen/brauchen zu können. Dazu noch die Spezialfälle Bootsangeln, Fliegenfischen ... neben den verschiedenen Angelarten auf die div. Fische (Pose, Grund, Feeder, Spinn .... undwasweißichnoch-fischen)

--------

Somit bin ich vor der Wahl gestanden ob ich zu Anfang möglichst vieles von diesen Gebieten abdecken will (sprich eine Allroundausrüstung kaufen) oder mich gleich zu spezialisieren (kommt früher oder später sowieso, ich kenne mich diesbezüglich).

Die Spezialisierung hat natürlich einen Vorteil: man kauft gleich etwas perfekt passendes (gute Beratung vorausgesetzt) das auch später noch den Zweck erfüllt .... aber auch den Nachteil, daß erstmal nur eingeschränkt geangelt werden kann.

Die Allroundausrüstung lebt von Kompromissen: kann zwar fast alles, ist aber nirgends so richtig gut.

Und da muß man sich selber einschätzen können. Ich habe lange darüber nachgedacht und mich vorerst für eine Allroundausrüstung mit leichter Spezialisierung entschieden. Das heißt, daß ich meine Hauptfischarten einmal gut abgedeckt wissen will, das sind bei mir erstens die Salmoniden aus dem Fluß und dann die Karpfen und Hechte aus den kleineren Seen.

Nachdem ich auch der Meinung bin, daß die Rute bei diesen Bedingungen nicht die Hauptrolle spielt sondern es auf Köder, Präsentation und die Schnur ankommt spielt sich die Allroundeignung eher bei den Rollen ab.

Das heißt, für die Flußangelei auf die Salmoniden habe ich eine Bologneserute und eine leichte Spinnrolle mit Wechselspule gekauft . Dazu eine leichte/mittlere Spinnrute für Forellen und auch "normale" Hechte.

Für Karpfen und Hechte eine schöne 3.60 Karpfenrute (20-60g) mit der ich recht viel abdecken kann. Grundangelei mit Naturködern, Frolic, Boilies, Köderfisch etc. Dazu eine passende Freilaufrolle mit Wechselspule, die ich dann je nach Einsatz mit Mono oder geflochtener Schnur einsetzen kann.

Die leichte Spinnrute kann ich dann auch vorerst am See nutzen, um leichtes Posenfischen auf Karpfen und Schleien auszuüben.

Ausgegeben habe ich dafür ~200,- (und nochmal 100,- für Kleinzeug und Zubehör).

Achja, eine kleine Rute zum Köderfischen und für den Bach habe ich auch noch gekauft. Das war eine einfache Reisetelerute und kleine Rolle dazu. Hätte ich jetzt noch nichtmal dringend benötigt, war aber ein gutes Angebot.

Jetzt fehlen noch ein paar Posen zum Flußangeln, ein paar zum Karpfenangeln am See, ein Sack Frolic, eine Köderfischnadel, Kleinteileboxen, eine Tasche zum Umhängen für den Fluß und eine Zubehörtasche für den See.

Dann habe ich für heuer bis auf regelmäßige Köderausgaben (also ab und an Mais, Maden, Würmer) und die größeren Spinnköder (da läppern sich erstens die Ausgaben und zweitens fehlt mir da noch die passende Rute) alles zusammen.

Im Herbst sehe ich mir dann vermutlich mal die Fliegenausrüstungen genauer an und eben die Spinnausrüstungen in größerer Ausführung.

Somit habe ich eine gute Allroundausstattung und doch auch nächstes Jahr alles noch im Einsatz.
Ok, mir kam dabei natürlich meine Erfahrung von früher zugute (da habe ich auch eher gesammelt), und ich habe vor dem ersten Einkauf ca. eine Woche mit Planung verbracht, habe Listen geschrieben und verglichen, gestrichen, geändert und mich in die einzelnen zu erwartenden Situationen hineingedacht.

Und ich bin generell kein Typ der jetzt eine bestimmte Rute oder Rolle haben muß - der Zeck muß erfüllt werden (ich trage auch keine Markenklamotten kauf aber Qualität). Natürlich werden die Sachen irgendwann auch erneuert - aber dafür brauche ich dann einen guten Grund, z.B. eine brauchbare technische Neuerung und/oder Defekte ... dann kann ich mich ja etwas genauer umsehen und auch etwas mehr Geld ausgeben weil es dann ja nur ein Stück betrifft.

Hui. langes Posting geworden
:o

Schönen Sonntag noch - ich fahr jetzt gleich zu einem Fischereimuseum.

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Beitragvon BigBass » 05.10.2007 - 0:47

Ich werd auch mal meinen Senf dazugeben.

Ich besitze 10 Ruten und 8 Rollen und alle kommen Regelmäßig zum Einsatz.
Jede hat ihre Daseinsberechtigung und alle haben sich über die Jahre angesammelt.

Angefangen hats mit mit ner Telerute 3m lang 40-80g Wurfgewicht als Jungangler diese nutz ich heute noch beim Anitzangeln da ich mittlerweile aber mit mehr als einer Rute Fischen darf hat sich der Bedarf an ansitzangeln erhöht also kaufte ich mir noch 2 dazu. Mit den 3 Ruten gehts meist auf Zander am MLK um nu für den noch KöFis zu bekommen hab ich mir ne Matchrute zugelegt zumal der Raubfisch auch mal Schonzeit hat und ich dann nicht aufs Angeln Verzichten möchte.
Als nächstes kamm dan die Feederrute weil ich das einfach mal ausprobieren wollte und wenn Schonzeit für meister Glasauge und Entenschnabel ist gehts damit den Brassen und Rotaugen an die Schuppen.

Irgendwann endeckte ich das Spinnfischen für mich also muste ne Spinnrute her da die anderen ruten dafür eher ungeignet waren (Lange arme bekommt man wenn man 8 stunden ne schwere Rute fischt)
Die erste Spinnrute war Allround fähig also alles von Spinner über wobbler bis hin zu GuFis allerdings nur die kleinen.

Dann bekam unser Verein endlich nen Gewässer das man mit dem Boot befischen durfte also muste ne kostengünstige alternative zu nem richtigen Boot her. Das Bellyboot damit eröffneten sich ganz andere angelwelten.Das problem bei mir als grobmotoriker ne 2,7m Rute in nem "Boot" das knapp nen meter breit ist funktioniert nicht wirklich gut aber meine Freundin war so nett und schenkte mir zu Weihnachten ne Vertikalrute damit steigerten sich die fänge im bereich Barsch Zander enorm und ich erkannte das Wahre potenzial von GuFis. Problem meine erste spinnrute war nur für kleine gummis geeignet also muste ne lösung her. Diese kamm in form einer neuen steifen Spinnrute. Diese Rute ist mein haupthandwerkzeug geworden da ich meist zu Faul bin mein Bellyboot aufzupumpen :)

Das man bei den Ganzen angeln meist gleich ne Rolle dazukauft ist meiner meinung nach normal.

Also meine ich selbst wenn einer viele Ruten hat heist das nicht das er diese nur aus Sammelleidenschaft besitzt.

Bei Ködern und anderen Krimmskramms siehts schon anders aus.
Ich besitzte ca 40 GuFis die noch nie mit Wasser in berührung gekommen sind weil man meist die gleichen fischt und selbst das sind bei mir noch so um die 20 verschiedene.

Ähnlich siehts bei Spinnern Blinkern und Wobblern aus im Angelladen denkt man WOW der muss einfach laufen. Zack ist er gekauft und am wasser stellt man schnell fest das man ihn eigentlich nicht fischt da man auf bewährtes setzt und er frühstens bei ner Beißflaute seine Chance bekommt.

Deswegen bin ich dazu übergegangen Kunstköder nur noch online zu kaufen da können die kleinen biester ihre "Verführungswellen" für angler nicht freisetzten seit dem hab ich fast keine Fehlkäufe mehr.

Und was das restliche zubehör beim Spinnfischen und den angelarten angeht kauf ich nur noch verbrauchsgüter da ich den rest schon habe.
Wer Rechtschreibfehler sucht findet darf sie behalten.
Ich nutz die Zeit statt zum suchen lieber zum Fischen.

MFG BigBass

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Beitragvon Cactus » 05.10.2007 - 8:42

Hallo,
manches wurde im Laufe der Jahre weiterentwickelt (speziell bei Stationärrollen), manches hat noch heute Gültigkeit. Speziell wenn es früher schon Spitzenqualität gewesen ist. Durchschnitt veraltert schneller.
Eine Hardy Glasfaserspinnrute kann man heute noch mit grossem Vergnügen fischen und wer z.B. heute eine Hardy Graphit Specialist (z.B. für das Karpfenfischen mit Schwimmer) in die Hand nimmt, der spürt, dass er da qualitätsmässig ganz was besonderes in der Hand hält an das vieles von heute nicht herankommt (wenn auch diese 3teilige für alte Knaben wie mich ohne Auto halt schon etwas umständlich zu transportieren ist). Das trifft auch für manches Fliegengerät zu, ganz speziell für gute Gespliesste. Aber natürlich gibt es auch viele Neuentwicklungen, die super sind, kurzgeteilte Ruten und Teleruten in früher nicht vorstellbarer Qualität und Stationärrollen, die ebenfalls ein Traum sind. Wie haben wir uns z.B. früher oft darüber geärgert, wenn die Schnur zwischen Spule und Antrieb eingelaufen ist (als es noch keine übergreifenden Spulen gab). Heute nicht mehr vorstellbar. Und schliesslich ist da noch die Freude an neuen Dingen, die auch mich dazu bringt, gelegentlich neues Gerät zu kaufen, dass ich eigentlich nicht unbedingt brauchen würde. Ich kaufe mir allerdings nur gute Qualität, weil ich mir ja Freude, nicht Ärger einkaufen will. Jedenfalls hält das Kaufen nuer Dinge die Angelgeräteindustrie am Laufen, die Fischereizeitschriften haben was zum Testen und wirtschaftlich notwendige Inserate und wir was zum Schreiben und Diskutieren.

Grüsse
Heinz
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