Atmungsaktive Wathose

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dupermann2
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Atmungsaktive Wathose

Beitragvon dupermann2 » 01.06.2010 - 9:26

Hallo Meefoverrückte,

nach über 15 Jahren tadellosen Dienst gibt meine über alles geliebte Aquata Wathose den Löffel ab. Nun wird es Zeit für ne neue - und damit Zeit für ne atmungsaktive Wathose.

Da ich in einer Anglerischen Wüste lebe, in der es nur wenige gute Angelgeschäft gibt bleibt mir nur der Kauf übers Internet. D.h ohne anprobe oder Vergleich. Bräuchte daher ein paar Tipps von erfahrenen Hosen - Trägern.

Equiptment darf 350,- € kosten. Incl. Funktionswäsche und Schuhe.

Was Haltete Ihr von Ron Thompson oder Ocean? Liegen beide im Net bei ca. 150,- €. Brauche ich bei Neopren-Füßlingen noch Schuhe ?
Sind Hosen mit angenähten Füßlingen besser/schlechter als die mit zusätzlichen Schuhen?
4000-5000 mm/m² oder besser 20.000. Wozu ist das wichtig ?
2, 3 oder 5 lagig?
Was sind Gravel Guards? Habe Größe 58/60 oder 2 XXL bei Schuhgröße 43. Wie groß sollte da die Hose und die Schuhe sein? Muß ich die Hose größer Kaufen wegen der Funktionsunterwäsche? Braucht man die immer oder nur zum Fischen im Frühjahr bei 5 ° Wassertemperatur? Was kostet diese und was brauche ich? Nur Lange Unterhose oder auch Hemd?
Oder kaufe ich besser wieder ne Neoprenhose? Welche würdet Ihr hier empfehlen? Fische max. 2 mal im Jahr im Meer. Meist April und Oktober.

Danke für eure Antworten :p
,, Ein Stein im Wasser ist mehr Wert als alle Steine im Weg''

keitech1
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Beitragvon keitech1 » 01.06.2010 - 12:30

Im April und Oktober ist das Wasser ja wirklich noch recht kalt also empfehle ich dir eine Neopren Wathose ist einfach angenehmer wenn man im kalten Wasser steht.

Gruß kei

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reverend
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Beitragvon reverend » 01.06.2010 - 13:47

Dafür gart man in einer Neopren-Wathose aber in der warmen jahreszeit im eigenen Saft.

In einer atmungsaktiven dagegen friert man auch nicht, wenn's kalt ist.
Einfach handelsübliche Skiunterhosen und evtl. noch eine Jogginghose drunterziehen. Das wärmt ebenfalls.

Ich bin ein begeisterter Träger einer atmungsaktiven Wathose.
Meine ist von Orvis.
Hat damals vor 3 Jahren (ohne Watschuhe) 300,-- € gekostet.
Aber nun bin ich auch mit einem Gardemaß von 1,94m und einer Schuhgröße von 47 ausgestattet.

Vielleicht bist ja du, lieber duperman, von Ausmaßen, die leichter einen Kauf von der Stange und damit in Onlineshops ermöglichen.

Schau dich doch mal in den einschlägigen Fliegenfischer-Onlineshops um.
Es muss ja nicht ein Nobelteil von Simms oder Hardy sein, oder?
Auch Orvis, Grey's oder Ron Thompson fertigen gute und erschwingliche Wathosen.

Da atmungsaktive Wathosen überdies separate Watschuhe erfordern, kannst du beim Kauf der Hose auch nach Konfektionsgröße gehen. Oder eben nach den heute weithin üblichen Größen S,M,L,XL,XXL.
Und bei den Schuhen kann es u.U. eine Nummer höher sein als bei deinen normalen Straßenschuhen. Immerhin sind ja die Neoprenfüßlinge deiner atmungsaktiven Wathose bis zu 0,50cm stark. Und wenn du im Winter dann noch Skisocken drunter ziehst...
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Credo, ergo intelligo.
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P.S.: Don't buy a fly - just tie!

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Beitragvon dupermann2 » 01.06.2010 - 15:51

@reverend

Danke für die Tipps. Hab standart Maß bayrisch viereckig, d.h
1,81 m mit 120 kg. Trage normalerweise 58/60 oder 2 XL
Hast du Erfahrungen mit Ron Thompson ?
Habe ne Watjacke von denen - ist nicht das schlechteste.
Heißt also wenn Neoprenfüßlinge mit Gummibeschichtung unten dran sind braucht man noch Watschuhe ? Oder sollten die nicht beschichtet sein ?
Reichen bei Schuhgröße 43 normal dann 44 er Watschuhe ?
Gibt Modelle mit Filzsohle und Profilsohle. Welche? Was sollten die kosten?
Was sind Gravel Guards?
Muß man bei den unterwäschen irgendwas beachten ? Feuchtigkeitsregulierend oder ...?
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Beitragvon Tom Rustmeier » 01.06.2010 - 16:03

Das Ron Thompsen Set hat sehr gute Bewertungen in diversen Foren bekommen. Ich würde es mal ausprobieren. Ansonsten bleiben nur die teuren Alternativen Simms, Patagonia ect.pp.
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Beitragvon jolyjoker » 12.06.2010 - 12:53

Ich kann Dir nur empfehlen bei Wathosen eine Anprobe vorzunehmen. am Besten an einem Tag. Mit Dehnungsübungen, in die Hocke gehen, Spreizschritt nach vorn und zur Seite. Du stehst ja nicht nur im Wasser sondern gehst ja auch vom Parkplatz zum Wasser evtl über Stock und Stein und Stacheldraht. Eine zu weite Hose und Du hängst und musst flicken oder der Auftrieb der eingeschlossenen Luft lupft Dich an. Ich schwöre auf Neopren. Im Sommer lass ich Wasser rein das kühlt. Selbst sehr kaltes Wasser nimmt sehr schnell Körpertemperatur an und wird dann als angenehm empfunden.
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Beitragvon Tom Rustmeier » 13.06.2010 - 15:58

Ja nee ist klar. Und wofür brauchst du dann überhaupt eine Wathose?? Stell dich doch einfach in Badehose ins Wasser. Selten so einen Unsinn gelesen!!
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Beitragvon jolyjoker » 15.06.2010 - 9:12

Ich habe diese Technik als Taucher kennengelernt. Wenn Du mal in der kalten Jahreszeit im Fluss einen Schwall Wasser in die Wathose bekommst brichst Du dann Deinen Angeltag ab und gehst nach Hause oder beißt Du die Zähne zusammen bis die feuchten Angelklamotten Körperwärme angenommen haben?
Ich beiße die Zähne zusammen und mach weiter. Und wenn ich meine Neoprenwathose anhabe und es zu heiss wird, dann kühle ich mich mit nem Schwall Wasser ab. Das wirkt temperaturausgleichend. Auf dem Parkplatz ziehe ich dann trockene Ersatzklamotten an. Was ist da unsinnig dran? Es gibt immer noch was zu lernen. Du bist nicht allwissend - oder kannst Du über Wasser laufen?
Und das mit der Badehose praktiziere ich schon lange. Im Sommer habe ich im Neckar nur Neoprenfüßlinge an, Badehose, und Angelweste sowie einen Taschengürtel. Angelpapiere und Handy sind wasserdicht in einem Beutel dabei. Das geht nur bei angenehmen Wassertemperaturen und auch nicht stundenlang, da auch 20 Grad warmes Wasser einen schnell auskühlt. Und im Sommer in einem Gebirgsbach geht das nicht. Also ist in vielen Fällen die Wathose dann ein MUSS. Und wenn Du keinen Hitzestau haben willst oder nicht im eigenen Saft gedünstet werden willst - was dann? Ich gehöre nicht zu denen die sich jedes Jahr den neusten Schnick Schnack leisten und für jede Wassertemperatur, jedes Gewässer und jede Jahreszeit ne seperate Wathose anschaffen. Ich bin auch oft mit meinem LongJohn im Wasser und auch im Bellyboat. Das ist die Nepprenbekleidung eines Kajakfahrers. Ideal auch fürs Angeln. Er sitzt hauteng und wird nur mit ner Badehose zusammen getragen. Er hat keine Füßlinge. Man braucht also ein Paar Watsocken. Sollte es zu heiß werden einfach mal untertauchen. Und ob Du es glaubst oder nicht - ich habe sogar meine Schwimmbrille mit und schau mir das Gewässer unter Wasser an. In sauberen Gewässern kannste damit sogar die Fische und deren Standorte sehen. Diese Schwimmbrillen gibt es bei Fielmann auch für Kurzsichtige. Kosten so ca 30 €uro. Noch ein Vorteil dieses LongJohn fürs Bellyboat. Wenn man abgetrieben wird austeigen und schwimmen; das geht fast so gut wie mit einer Luftmatraze. Ich habe auch nicht diese doofen kleinen Bellyboatflossen an sondern richtige Taucherflossen.
Es hat durchaus Vorteile, wenn man mal über seinen Tellerrand blickt

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Beitragvon dupermann2 » 15.06.2010 - 11:31

@ jolyjoker

Danke für den Tip mit dem Wasser. Aber im März-April zur Meefosaison ist einem selten zu warm. Nachteil der Neopren ist das du, wenn du Strecke machst irgendwann im eigenen Saft stehst. Und das selbst bei täglichem Lüften und trocknen irgendwann im 14 tägigen Urlaub am Meer dat Buxen nicht mehr trocken wird und es dir die Nippel aus der Bluse haut wenn du morgens um 5:00 Uhr im März in Dänemark in ne klamme Neoprenhosen steigst. Atmungsaktive bieten ein breiteres Einsatzgebiet als Neopren, da du mit Unterwäsche wärmen kannst oder durch reinsteigen in Unterhosen und Socken angenéhm kühl in der wärmeren Jahreszeit aufhalten kannst. Nicht zu vergessen - lauf mal mit ner 5 mm Neopren und Gummisohlen 2-3 km durch steinigen Sand. Dann weiste was Sache ist :?:
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Beitragvon jolyjoker » 15.06.2010 - 13:04

@Dupermann2

Ich will niemanden auf Neopren einschwören. I kenne auch die geruchliche Seite. Aber seit 1975 kenne ich Neopren. Ich habe bisher noch nicht watend in der Ostsee geangelt - schon gar nicht in der kalten Zeit. Vom Fluss weiß ich, dass Neopren 12 Monate lang warmhält. Und in der Hochsommerzeit bin ich halt variabel. Was die atmungsaktiven Wathosen anbelangt - ich hatte schon mehrfach eine von einem Freund an - in der kälteren Jahreszeit. Trotz Hose habe ich mir den A... abgefroren. Ich habe förmlich gefühlt wie das eisige Wasser mir die Wärme abgezogen hat. Um diesen Wärmeverlust zu stoppen und Wärme in der Hose zu generieren hätte ich mehrere Lagen Funktionswäsche anziehen müssen. Und ob ich damit einen Sturz ins Wasser überlebe..... da habe ich so meine Zweifel. Wie schwer wäre ich in so einer weiten Hose mit 2 -3 Lagen Unterwäsche und alles voll Wasser? Wer könnte mich dann noch mit einem Arm aus dem Wasser ziehen.
Selbst bei dickem Neopren wird eng geschnitten. Eindringendes Wasser ist höchstens fingerdick um einem rum. Und Neopren trägt!!!! Damit ist man unsinkbar. Rettungsweste ist nicht nötig.
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Beitragvon Tom Rustmeier » 15.06.2010 - 18:05

dupermann2 hat geschrieben:@ jolyjoker

Danke für den Tip mit dem Wasser. Aber im März-April zur Meefosaison ist einem selten zu warm. Nachteil der Neopren ist das du, wenn du Strecke machst irgendwann im eigenen Saft stehst. Und das selbst bei täglichem Lüften und trocknen irgendwann im 14 tägigen Urlaub am Meer dat Buxen nicht mehr trocken wird und es dir die Nippel aus der Bluse haut wenn du morgens um 5:00 Uhr im März in Dänemark in ne klamme Neoprenhosen steigst. Atmungsaktive bieten ein breiteres Einsatzgebiet als Neopren, da du mit Unterwäsche wärmen kannst oder durch reinsteigen in Unterhosen und Socken angenéhm kühl in der wärmeren Jahreszeit aufhalten kannst. Nicht zu vergessen - lauf mal mit ner 5 mm Neopren und Gummisohlen 2-3 km durch steinigen Sand. Dann weiste was Sache ist :?:



So sieht das aus. Wenn man selber nie an der Ostsee zum Meerforellenfischen unterwegs war dann kennt man leider die tücken nicht. ;) 8)
Chronisch unterfischt..... :-(





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Dalmatino

Beitragvon Dalmatino » 30.08.2010 - 11:31

dupermann2 hat geschrieben:@ jolyjoker

Nicht zu vergessen - lauf mal mit ner 5 mm Neopren und Gummisohlen 2-3 km durch steinigen Sand. Dann weiste was Sache ist :?:


Das kann ich nur bestätigen.
(Wollte jetzt kein neuen Titel eröffnen meine frage passt auch hier herein.)

Ich stelle mir auch grad die Frage ob Neopren oder Atmungsaktiv für den kommenden Herbst und Winter auf Meerforelle in der Ostsee. Ich bin ein ziemlicher Frostköttel und frage mich welche Unterbekleidung diesen Temperaturen stand hält. Und vorrausgesetzt man trägt Neoprensocken sollte die Schugrösse der Watschuhe eine oder zwei Nummern höher gewählt werden?

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Beitragvon Derrik Figge » 30.08.2010 - 12:38

Ich würde NIEMALS ohne meine 5 mm Neopren in die Ostsee springen! Gehe immer im März und April und dann auch den ganzen Tag. Selbst mit dem dicken Zeug ist es schon hart, daohne für mich gar nicht vorstellbar...
Ich suche immer alte ABU Angelrollen, Kartons und Papiere sowie Werbematerial.
Ich freue mich über Angebote aller Art per PN oder Mail. Danke

Dalmatino

Beitragvon Dalmatino » 30.08.2010 - 14:20

Ideal wäre 5mm Neopren Wathose ohne die Stiefel dafür mit Watsocken so das man bessere Schuhe wählen kann als die üblichen Gummistiefel.
Kennt jemand ein solches Modell so um die 70-90 Euro herum?

Bait

Beitragvon Bait » 01.09.2010 - 6:38

@duperman 2

Moin,

fische jetzt 13 Jahre 2 - 3 mal pro Jahr auf Meefos.
Hatte mit Neoprens immer Pech...alle relativ schnell undicht.
Fische auch nicht immer direkt am Parkplatz = laufen ist angesagt.
In Dänemark kilometerweit.
Schweiß, Gewicht und äußerst unbequem.
Seit 2 Jahren fische ich mit einer atmungsaktiven und bin bestens zufrieden.
Funktionsunterwäsche und los geht es.
Schuhe mit richtigem Halt und kein "Gummigewurstel" mehr.
Gehe am besten in einen Laden wenn Du an der Küste bist, probier was an und los gehts.
Jeder Euro zahlt sich aus!

@jolyjoker
Ich trage eine Wathose weil ich nicht tauchen will = Wasser soll draußen bleiben.
Einfach mal im März an die Ostsee...
Ansonsten werden Wathosen nicht besser wenn Wasser reinkommt.