stör karpfen und lachs

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stör karpfen und lachs

Beitragvon Blaubarsch » 11.05.2013 - 23:48

Hallo :)
zu pfingsten hin gehts an den ehemaligen naturteich herma in schermbeck der jetzt zum angelparadies umgebaut wurde.

geplant ist der nachtansitz von 18-6uhr

unser ziel: natürlich die dicksten rauszuholen und wie oben schon beschrieben sind neben den üblichen forellen und goldforellen die oben genannten auch dabei.

unser plan:

frolic am haar auf grund
tauwurm auf grund
und mit der spinnrute ein bisschen den forellen auf die schuppen rücken :)

ersatzweise wollte ich noch tilsitter käse mitnehmen.

habt ihr vlt noch ein paar tipsa tricks wie man den riesen dort auflauern könnte?

orte an denen die großen störe oder karpfen stehen? vlt bessere köder oder montagen ?

wäre für jeden tip dankbar :)

Blaubarsch.

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Beitragvon andal » 12.05.2013 - 9:32

Für Störe sei, so sagt man, Räucherlachs und Rollmops ein guter Köder.
Angler neigen sehr stark dazu, dort mit Lösungen aufzuwarten, wo gar keine Probleme bestehen.

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Beitragvon Diox » 12.05.2013 - 15:54

Und recht selektiv.. den Tauwürmer finden sicher auch paar andere Abnehmer
Im Moment suche ich einen Programmierer der mit bei einem Projekt helfen würde! HTML und CSS gefragt! Jave Vorteilhaft!

Ansonsten Bla Blub

http://fliegenfischen.blog.de/

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Beitragvon *Chorche* » 12.05.2013 - 19:50

Ich bin mal so frei und kopier meinen eigenen Text hier rein ;)

Eine Rute von 2,70m Länge mit einem Wurfgewicht von 25 bis 100 Gramm hat sich bei mir bestens bewährt und zeigt auch bei Fischen von deutlich über einem Meter keine Schwächen. Wichtig ist aus meiner Sicht, dass die Rute weich ist, da Störe oft springen und sonst leicht ausschlitzen. Für die Seen, in denen Giganten bis über 2 Meter schwimmen, ist dann natürlich Welsgerät angesagt.

Die Rolle ist beim Angeln auf kleine bis mittelgroße Störe bei mir eine 4000er Stationärrolle, etwa wie eine Rolle, die man zum Köfiangeln auf Hecht verwendet, nur bei sehr großen Fischen kommt passend zum Welsgerät eine große Multi zum Einsatz.

Die Schnur ist auch ein sehr wichtiger Punkt. Die große Frage ist auch bei Stören "monofil oder geflochten?"
Die Monoschnur hat bei Stören den Vorteil, dass sie die Sprünge der Störe abpuffert, dafür hat man beim Anhieb und im restlichen Drill keinen so direkten Kontakt zum Fisch.
Die Geflochtene hat hingegen den Vorteil, dass man den Anhieb in das doch recht harte Störmaul leichter durchbringt und man im Drill schneller merkt, was der Stör macht. Der Nachteil ist der fehlende Puffer beim Sprung, wenn der Stör sich in der Luft schüttelt.
Zur Schnurstärke: Ich verwende bei Mono 0,35er bis 0,40er und bei der Geflochtenen eine 0,20er. Diese Stärken sind für normale Störe ausreichend, bei Großfischen muss man entsprechend stärkere Schnüre im Wallerformat nehmen. Ich persönlich habe mich für die Geflochtene entschieden.

Auch Kleinteile wie Wirbel, Vorfach, Haken etc. sollten nur beste Qualität haben. Ich nehme einen starken Wirbel von der Großhechtangelei mit 15 Kilo Tragkraft, um selbsts großen Fischen Paroli zu bieten.
Als Vorfach nehme ich 0,30er bis 0,34er durchsichtiges Monofilament mit einer Länge von 70 cm.
Die Hakengröße liegt beim Standardstörangeln bei 4er bis 1/0er Schonhaken, je nach Köderart und -größe.

Nun zu den verschiedenen Ködern und Montagen.

Mein Topköder auf Stör ist Tilsiter Käse, wobei der auch einiges an Karpfen mitfängt, sofern diese auch im See sind.
Meine Montage zum Angeln mit Tilsiter Käse sieht wie folgt aus: Ich ziehe einen vorbebleiten Waggler (meistens 6+2 g) auf die Hauptschnur und befestige die beiden Stopper. Dann knote ich den Wirbel an die Hauptschnur und schlaufe das Vorfach ein. ein Bleischrot mit 1,8 g kommt gleich unter den Wirbel, das zweite Blei mit 0,2 g kommt ca. 25cm über den Haken. Den Tilsiterkäse schneide ich zu Würfeln mit ca. 1cm Kantenlänge und steche diese so auf den Schonhaken, dass die Hakenspitze frei liegt. Die Tiefe wähle ich so, dass die letzen 20-25 cm am Grund aufliegen und dann ca. 5cm des Wagglers aus dem Wasser schauen.
Bei dieser Methode sieht ein Biss eines Störes meist wie folgt aus: Der Waggler fängt an, leicht zu zittern, dann wippt er leicht auf und ab (erinnert an Rotaugen, die am Köder lutschen!) und oft wandert der Schwimmer gut und gerne 1-2 Minuten ganz lagsam herum. Dann wird das Zupfen stärker und schließlich taucht der Schwimmer schräg unter, meist relativ langsam. Sobald der Schwimmer weg ist, kurble ich evtl. lose Schnur ein und schlage kräftig in die Gegenrichtung des abziehenden Störes an (mit Mono stärker als mit Geflecht!).

Mit derselben Methode kann man auch den ebenfalls sehr selektiven Räucherlachs und andere Käsesorten anbieten, wobei ich Räucherlachs mit etwas Schnur am Haken sichere.

Auch kann man natürlich mit Psenmontage und Würmern, Maden, etc. angeln, diese Methoden sind jedoch wenig selektiv.

Auch das Angeln mit Boilies am Festbleich ist sinnvoll, wobei man hier stark riechende Boiliesorten bevorzugen sollte. Der Aufbau der Montage ist wie beim klassischen Karpfenangeln.

Zum Drill eines Störes: Nach dem Anhieb ist zunächst meist nur ein dumpfes Ziehen, erst nach einigen Sekunden "bemerkt" der Stör, dass er am Haken hängt und macht seine erste Flucht. Die Fluchten sind nicht so schnell und lang wie bei Karpfen, dafür macht der Stör oft viele hintereinander. Er "klebt" förmlich am Grund, ohne dass man ihn in den ersten Minuten vom Grund wegbekommt. Die größte Eigenheit sind die oft mehrmaligen Sprünge im Drill. Ich hatte mal einen Meterstör, der siebenmal gesprungen ist... Diese kann man jedoch vorhersehen und oft vermeiden. Wenn man ein wildes Schütteln und schnelles nach oben kommen des Fisches spürt, hält man die Rutenspitze sofort seitlich nach unten. Oft dreht der Stör dann ab und macht eine weitere normale Flucht. Wenn man den Sprung nicht verhindern kann, dann ist die oberste Devise "Spannung halten". Wenn man den Stör schließlich endültig vom Grund hergepumpt hat und er uns vor dem Ufer seinen weißen Bauch zeigt, indem er sich auf den Rücken dreht, ist es Zeit zur Landung. Dazu eignet sich am besten ein großer Karpfenkescher.
Eine Abhakmatte ist zwar sinnvoll, allerdings tut es Gras oder einfach das flache Wasser zum Abhaken auch.

Zum Abschluss noch ein paar Worte zum Drumherum.

Um einen Stör beim Foto gut zu präsentieren, ist es am besten, wenn man den Fisch mit einer Hand an der Schwanzwurzel (wie einen Lachs) nimmt und die andere Hand unter den Brustflossen hat. So rutscht er einem garantiert nicht aus der Hand.

Zum Hakenlösen ist zu sagen, dass der Haken zwar meist im Maulwinkel sitzt, da der Stör jedoch eine recht langen aber engen Rüssel hat, ist es immer wichtig, eine lange Lösezange dabei zu haben, nur für Notfälle.

Störe sind nach dem Drill oft recht ermüdet und drehen sich, wenn sie wieder im Wasser sind, auf den Rücken... Um dem vorzubeugen, sollte man den Stör beim Zurücksetzen an der Schwanzwurzel festhalten und gerade richten und langsam nach vorne und hinten schieben. Erst wenn man merkt, dass er schon wieder kräftig schlägt, lässt man ihn los und schickt ihn in die Freiheit zurück.

Nimmt man den Stör mit, gestaltet sich das Töten durch die Panzerung manchmal recht schwierig. Hier hilft nur ein wirklich starker Schlag und danach ein Kehlschnitt zum Ausbluten. Störe haben hervorragende Filets, es lohnt sich, dort wo es erlaubt ist, hin und wieder einen mitzunehmen!


Zum Thema Lachs: Ich denke, dass es eher Lachsforellen (also Regenbogner) sind :)

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Beitragvon Blaubarsch » 12.05.2013 - 22:00

joa das hört sich doch mal nicht schlecht an :) vielen dank für die tips, ich werd sie aufjedenfall berücksichtigen und meine frage nach der schnur hat sich somit auch erledigt :D

mit dem gerät das ich habe werde ich wahrscheinlich zurecht kommen :)

zum thema montage: ich hatte eig nicht vor auf pose zu angeln, da ich mir nicht ganz sicher bin ob man die weit auf dem see, nachts trotz knicklicht, noch sehen kann?
und je nach dem wie tief der see ist bleibt die frage ob die pose sinn macht da störe eher am grund zu finden sind.. :-S

ich wollte es ganz klassisch mit einem 30gr tiroler hölzchen mit gummistopper versuchen sodass der köder in ca.15-25 cm höhe angeboten wird.

wo wir grade bei den ködern sind, räucherlach hab ich auch schon oft gelesen.. ich würd sagen ich kauf mir einfach den supermarkt räucherlachs in scheiben lass in einen halben tag in der sonne stehen damit der richtig schön stinkt und befestige ihn dann mit dünnem blumendraht am haken?

an haken hab ich mit jetzt "strategy bigs" - karpfenvorfächer mit haar gekauft für die frolic montage die halten laut verpackung 25lbs.
für die montage mit dem tilsitter käse + halben tauwurm würde ich normale aalhaken benutzen...auf den langen schenkel den halben wurm drauf und einen kleinen käsewürfel so, das die hakenspitze noch hervorguckt.


jaa gemeint waren auch lachsforellen :D

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Beitragvon andal » 12.05.2013 - 22:08

Auf Stör musst du nicht weit raus. Ein paar Meter vor den Füßen reicht und ist viel erfolgreicher.
Angler neigen sehr stark dazu, dort mit Lösungen aufzuwarten, wo gar keine Probleme bestehen.

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Beitragvon Blaubarsch » 12.05.2013 - 22:11

okay dann weiß ich bescheid :)
hätte eig gedacht das die störe eher in den tieferen regionen zu finden sind.

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Beitragvon Diox » 12.05.2013 - 23:58

ch wollte es ganz klassisch mit einem 30gr tiroler hölzchen mit gummistopper versuchen sodass der köder in ca.15-25 cm höhe angeboten wird.

Nur weil du das Tiroler Hölzchen fischt heißt das aber nicht das der Köder nicht am Grund aufliegt...
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Beitragvon andal » 13.05.2013 - 12:00

Störe "staubsaugern" über den Grund, da muss nichts auftreiben. Solltest du einen verwerten wollen, dann nimm wirklich gut scharfe Messer mit. Bei den Schmelzschuppern sind nämlich die Eingeweide mit der Bauchhöhle verwachsen. Das ist eine ziemliche Plagerei beim Ausnehmen.
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Beitragvon Blaubarsch » 13.05.2013 - 12:14

Nur weil du das Tiroler Hölzchen fischt heißt das aber nicht das der Köder nicht am Grund aufliegt...



stimmt aber man kann sich da mit einem trick weiterhelfen undzwar mit einer spritze etwas luft in den wurm pumpen :D

der frolic schwimmt soweit ich weiß von alleine :)

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Beitragvon andal » 13.05.2013 - 12:38

Das einzig wahre und einzige Frolic (Sorte Rind) schwimmt definitiv nicht!
Angler neigen sehr stark dazu, dort mit Lösungen aufzuwarten, wo gar keine Probleme bestehen.

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Beitragvon *Chorche* » 13.05.2013 - 18:45

Andal hat mit dem "nicht weit raus" auf jeden Fall recht, ich habe das an meinem Stammsee (der trotz Neubesitzer jetzt endlich wieder aufsperrt - *freu* :D) ausgiebig getestet. Ich habe eine Rute in die Mitte gelegt einen so zwischendurch und eine an der Uferkante, kaum 3m vom Ufer entfernt. Ich habe an diesen Testtagen 19 Störe beim Ufer, 2 zwischendrinnen und nur einen in der Mitte gefangen.

Wichtig ist nur, die Uferkante genau auszuloten und exakt dort zu angeln!

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Beitragvon Blaubarsch » 13.05.2013 - 18:58

okay dann weiß ich bescheid :)
werd dann die käse-rute am rand aufstellen und die frolic rute ein paar meter dahinter.

@Andal, hast recht habs grade ausprobiert, frolic schwimmt NICHT :)

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Beitragvon *Chorche* » 13.05.2013 - 19:10

Dann viel Erfolg, berichte uns obs was wird! :)

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Beitragvon Blaubarsch » 13.05.2013 - 20:08

danke werd ich haben :)
(sofern es nicht regnet -.-)

und danke nochmal für die vielen tips :)