Wie grössere Forellen mit Einzelschonhaken überlisten?


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Jesse
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Wie grössere Forellen mit Einzelschonhaken überlisten?

Beitragvon Jesse » 02.05.2011 - 15:00

Hallo zusmmen,

bin dieses Jahr verstärkt auf Forelle unterwegs mit leider schwierigen Bedingungen. :(

An unserem Fluss sind auf die Salmos nur Kunstköder wie Spinner, Gufis und Blinker mit einzelschonhaken erlaubt und so verlirt man schon recht viele Bafös im Drill.

Aber jetzt zum eigentlichen Thema:

Ich habe 2 schöne Standplätze gefunden an denen jeweils eine grössere Forelle steht die eine habe ich mit einem Spinner überworfen doch als sie den Spinner sah war sie auch schon weg.

Die andere habe ich nur kurz gesehen und als ich schon dachte hm, geil was für eine schöne Forell....... war sie schwupps wech. :(

Wie also überlisten mit Spinnködern? Fliegenrute habe ich nicht und werde mir auch keine kaufen.

Bitte gebt mir ein paar Tipps. Danke.
Gruß
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Beitragvon Rari » 02.05.2011 - 15:28

Hallo Jesse,

wie wärs mit einer Fliege die du mit ner Wasserkugel anbietest - oder ist die Strömung zu stark dafür?
Hatte letztens auch das Problem das Forellen beim Anblick des Blinkers
geflüchtet sind - konnte sie dann mit einem kleinen Twister überlisten.

Grüße, Richi
[font=Arial]Das Denken ist zwar allen Menschen erlaubt, aber vielen bleibt es erspart.[/font]

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Beitragvon rissfischer » 02.05.2011 - 15:28

Wenn du keine Fliegenrute hast, dann kannst du genauso eine durchsichtige Schwimmkugel oder Sbirulino mit recht langem Vorfach (1 m - 2 m) verwenden und daran eine Fliege knüpfen und damit dann den Fisch überwerfen.
Achte jedoch darauf, dass die Schwimmkugel oder der Sbirulino möglichst ein Stück hinter dem Fisch landen, ansonsten verabschiedet der sich relativ flott.

Ich persönlich bin begeisterter Wobblerfischer, vorzugsweiße kleine Crankbaits wie der Salmo Hornet 4, Illex Chubby etc. oder Stickbaits wie der Salmo Stint 6.
Die fangen meiner Erfahrung nach recht gut.
Einfach den Fisch überwerfen wenn du ihn siehst und nach möglichkeit ein Fluo-Vorfach mit ca 70 cm verwenden. Die Crankbaits machen ziemlich viel Radau und ich konnte damit bisher die meisten Fische überlisten.
Mit den Stickbaits das gleiche, nur machen die wesentlich weniger, sodass du ihnen auch noch selbst Spiel verleihen musst, allerdings habe ich auch schon oft auf monoton eingekurbelte Stickbaits gefangen.

Das Problem aber mit dem Austausch von Haken an Wobblern ist, dass diese auf die Originalhaken abgestimmt sind und dann mit den Einzelhaken eventuell nicht mehr so gut laufen, wie mit den Originalhaken. Musst du aber selbst ausprobieren.
Ich würde mich freuen, wenn ich mit Anglern aus der Region Oberschwaben von Ravensburg über Biberach bis Ulm in Kontakt kommen würde!

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Beitragvon Diox » 02.05.2011 - 20:47

Hallo,

also ich habe ähnlich beobachtungen Gemacht wie du sie beschreibst. Es schien wirklich so als hätten die Forellen panische Angst vor dem Spinner. Was mir dann geholfen hat waren sehr kleine Wobbler mit wenig Aktion und langsam geführt. War ich auf Höhe der Forelle hab ich dann spontan beschleunigt.
Dies hat zumindest bei mir zum Erfolg geführt.
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Beitragvon Jesse » 04.05.2011 - 8:57

Ich darf keine Wobbler einsetzen nur wie in der Überschrift erwähnt Einzelschonhaken und oder angedrücktem Widerhaken. Desweiteren ist der Einsatz einer Wasserkugel, oder Spirolino auch untersagt so weit ich weiß ich werde mich da noch mal erkundigen. Naturköder darf man auch nicht. Sonst würde ich Wurm, Bienenmade, Made oder Heuschrecke einsetzen.

Die Bedingungen sind also ziemlich erschwert und der Reitz trotzdem Erfolg zu haben ist groß. Zumal ich ja durch Beobachtung herausgefunden habe wo die interessanten Forellen stehen.

Mhm, man könnte doch vielleicht auch eine Fliege an einem langen Vorfach treibend anbieten? Ohne Wasserkugel?
Gruß

Jesse



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Beitragvon Diox » 04.05.2011 - 9:49

Wieso den keine Wobbler? Ist ja mal was ganz neues. Normal zählen diese zu Kunstköder und lassen sich auch mit nem Einzelhaken ausrüsten.

Eine Fliege an einer normalen Rute treiben zu lassen ist wenig sinnvoll. Sie wird erstens sehr langsam sein da der Druck von der Flugschnur fehlt, zudem wird sie ohne regelmäßige Leerwürfe recht schnell sinken.


Es gibt ja noch diese härten Gummifische mit dem Blei innen drin. Mir fällt nur der Name nicht ein. Sind die den erlaubt? Kann man ja uch wie nen Wobbler fischen.
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Beitragvon Korsikaphil » 04.05.2011 - 10:37

posting expired
Zuletzt geändert von Korsikaphil am 01.07.2016 - 13:25, insgesamt 1-mal geändert.
Gib einem Mann einen Fisch und er ist einen Tag satt. Zeig ihm wie man angelt, und du bist ihn jedes Wochenende los.

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Beitragvon der-raubfischer » 04.05.2011 - 14:55

@Korsikaphil: Mit so einer Einstellung würde ich mich aber nicht groß rühmen. Alle Gesetze haben irgendeinen Hintergrund. Wenn jeder macht was er will, braucht sich im Nachhinein niemand über kaputte bestände ärgern.

Bei uns im Forellenbach darf auch nur mit Kunstködern und Fliege geangelt werden, ebenfalls nur mit Einzelhaken. Einige Teilbereiche sind auch nur fürs Fliegenfischen freigegeben.

Die Sache mit den Natürködern ist: Mit einem Wurm kannst du fast jeden Gumpen leer angeln. Wenn dann auch noch "der Falsche" am Werk ist, landen im schlimmsten Fall alle Fische in der Pfanne. Außerdem schlucken viele Fische den Wurm so tief, dass ein Zurücksetzen oft problematisch wird.

So viel Gewässerhege kann man nicht betreiben, dass bei so einer Angelei noch gute Bestände drin sind. Da sollte man doch lieber so angeln, dass der Bestand nachhaltig geschont wird.

Einzelhaken finde ich ebenfalls sinnvoll. Es kommt oft vor, dass untermaßige Forellen den Drilling eines Spinners voll im Maul sitzen haben und nach langen Hakenlöse-aktionen elendig verrecken. Die Chance ist bei Einzelhaken deutlich geringer.

Und kleinere Fließgewässer sind eben leichter zu schädigen als Seen, da man ja hier systematisch die gesamte Gewässerstrecke abfischt.


Also: Nicht durch irgendwelche Gesetzeslücken zwengen und versuchen die Fischereiaufsehen zu verarschen. Das hat schon einen Sinn. Lieber mal vorher mit Verstand darüber nachdenken, was hinter diesen Regelungen stecken könnte.
Wenn sich nicht jeder dran hält, nutzen die besten Gesetze nichts.

@Jesse:

Ich denke nicht, dass es nur an dem Köder lag. Wahrscheinlich ist, dass dich der Fisch vorher schon gesehen hat und beim Aufplatschen des Köders das Weite gesucht hat. Versuche beim nächsten Mal doch, dich vorsichtiger und geduckt anzupirschen.
Dann würde ich am besten weit über den Standort des Fisches hinauswerfen und den Köder am Fisch vorbeikurbeln. Sollte das mit Spinnern nicht klappen, versuche doch mal Insektenlarven-imitationen aus Gummi, wie zB. die Lunker City Hellgies in der kleinsten Größe. Damit habe ich bei wählerischen Fischen schon gute Erfahrungen gemacht.

Interessant war ein Erlebnis von einer Forelle, die alle Köder ignoriert hat. Ich hatte Blinker, Spinner, Gummifische und Wobbler versucht. Immer interessierte das die Forelle kein Stück und sie blieb an ihrem Standort ohne sich auch nur zu bewegen.
Als ich dann den Hellgie am kleinen Jigkopf ungefähr 2m neben den Fisch warf, schwamm sie sofort darauf zu und nahm sich den Köder ohne argwohn vom Grund.

Mit Einzelhaken wirst du vielleicht ein paar mehr Fische im Drill verlieren, bei einer weichen Rute und monofiler Schnur dürfte sich das allerdings in Grenzen halten.
Versuchs mal weiter, irgendwann wirds schon klappen ;)

Phillip

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Beitragvon Diox » 04.05.2011 - 17:05

@Korsikaphil: Ich geb meinem vorredner Recht, damit zu brüsten ist der größte Fehler. Alleine schon weil es den Bestand stark schädigt.
Zudem musst du der Aufforderung eines Kontrollberechtigten nackommen, wenn er dich ans Ufer ruft. Ist genau so wie beim Bootsangeln. Tust du es nicht, sag bye bye Fischereischein.

Erwischt man dich bei unerlaubten Methoden ist eine Sperre an dem Gewässer noch das geringste was dir passieren kann.
-------------------------------


Bei uns ist es ähnlich geregelt. Mein Hausgewässer ist in zwei Strecken aufgeteilt. Eine reine für Fliegenfischer und ein Stück für Fliegenfischer und Spinnfischer wobei der Kunstköder egal ist solange er nur einen Einzelhaken hat. Ist ne sehr sinnvolle Lösung.
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Beitragvon Jakob1995 » 04.05.2011 - 17:28

ch darf keine Wobbler einsetzen nur wie in der Überschrift erwähnt Einzelschonhaken und oder angedrücktem Widerhaken. Desweiteren ist der Einsatz einer Wasserkugel, oder Spirolino auch untersagt so weit ich weiß ich werde mich da noch mal erkundigen. Naturköder darf man auch nicht. Sonst würde ich Wurm, Bienenmade, Made oder Heuschrecke einsetzen.

Wenn all das verboten ist, versuch es doch einfach statt einer Wasserkugel mit einem Stück Holz/Ast und als Köder eine Flieg. Da schöpft die Forelle keinen Verdacht, kostet nichts und es ist nicht verboten :D
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Beitragvon Jesse » 05.05.2011 - 15:41

Ich habe jetzt von 16 gedrillten Forellen 9 erwischt. :-) Allerdings nie eine grosse bzw. Maßige Ein guter Fisch ist mir vor 3 Tagen kurz vor dem Ufer ausgestiegen. :( Man habe ich mich da geärgert. :-)

Gestern war es eine Forelle und ein Aussteiger. :-) Aber 22cm schnief...

Ich habe den Tipp bekommen mir zu merken wo die grosse Forelle steht und bei trüben regnerischen wetter bei ebenfalls trüben wasser mit einem Fluofarbenem Spinner die stelle zu bearbeiten, da die Forelle ja Standtreu ist.

@der-raubfischer,

das mit den Hellgies sollte ich mal probieren.
Gruß

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Beitragvon reverend » 05.05.2011 - 17:01

Versuch's mit Spirulino und Fliege (keine trockene, sondern beschwerte Nymphe, Nassfliege oder Streamer).

Oder nimm einen beschwerten Streamer (schwarzer Wooly Bugger fängt eigentlich immer seine Forellen) und präsentiere ihn mit einer ultraleichten Spinnrute.
Weit werfen kannst du damit sicher nicht, aber für einen Bach reicht die Wurfweite allemal.

Stehen die Fische tief, nimm entweder einen sinkenden Spirulino oder schalte zwischen Hauptschnur und Vorfach einen Canelle-Bleikopf (falls nicht ebenfalls verboten)

Da nach deiner Schilderung ja auch Gummiköder erlaubt sind, kannst du es auch - wenn die Fische tief stehen- mit einem schwarzen Twister von vielleicht 5-7cm Gesamtlänge an einem leichten (5-10g) Jighaken versuchen.

Ein sehr fängiger Köder ist auch der Haarwaschl von Sichelschmidt (mal googlen): ein Bleikopfstreamer aus Rehhaar, der eine Mühlkoppe imitiert.
Da Fliegen und Jighaken mit Gummiköder erlaubt sind, sollte auch der Haarwaschl nicht verboten sein.
Cogito, ergo sum.
Credo, ergo intelligo.
Piscor, ergo vivo.

P.S.: Don't buy a fly - just tie!

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Beitragvon Diox » 05.05.2011 - 17:16

@ Reverend: Spiro war auch verboten wie er geschrieben hat
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Beitragvon reverend » 05.05.2011 - 17:25

OK.
Aber ich habe ja noch vier andere Vorschläge (ohne Spiro) gemacht.
Cogito, ergo sum.

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Beitragvon Diox » 05.05.2011 - 17:30

Jepp und die finde ich auch sehr gut, gerade letzteren. Muss ich selbst mal probieren.
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