FR Normandie In-Shore Fishing


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Elbjung
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FR Normandie In-Shore Fishing

Beitragvon Elbjung » 22.03.2018 - 19:19

Moin,

nach längerer Abstinenz geht es am. 29.03. endlich mal wieder für eine Woche ans Meer - genauer gesagt nach Frankreich, Ecke Cherbourg/Saint-Vaast. Geplant war es, mit dem Zelt loszuziehen und sich catch-and-cook mäßig durchzuschlagen.Problematisch ist allein, dass ich vom Meeresangeln recht wenig Ahnung habe. Deshalb hätte ich ein paar (mehr) Fragen und würde mich über jegliche Tipps sehr freuen.

Ruten:
1. Spin
Mitnehmen werde ich eine Brandungs- sowie eine Spin-Rute.
Bei der Spin-Rute bin ich mir unsicher. Zur Auswahl stehen eine Shakespeare Odyssey Travel 3.00m, 20-40g WG, die mir am Mittelmeer schon gute Dienste geleistet hat und eine DAM Nanoflex G2 mit 2,7m und 30-80g WG. Rolle ist eine Shimano Aernos 4000 FB.

2. Brandung
Als Brandungsangel nehme ich die Shimano Nexave Surf Travel mit einer Shimano Aerlex XSB 10.000 mit.


Schnur

Ich habe hier noch ca. 400-500m monofile 0,35mm schnur mit 10.1KG ausgewiesener Tragkraft ( Daiwa Exceler) sowie ca. 130m Fireline in 0.15mm und Fluocarbon 0.35mm.

Auf der Spin-Rolle habe ich bereits mono und Fireline drauf. kann das so bleiben oder brauche ich da für den Ärmelkanal etwas anderes?

Auf die Brandungsrute wollte ich auch Mono und geflochtene raufknallen, denke ich. Insbesondere hatte ich geplant, hier einen schön dicken Haken ranzumachen und dann mit einem fetten stück makrele ein paar monster rauszuziehen, sofern das realistisch ist. Kann ich mir hier neue Fireline holen, die ich dann später auch in der Elbe für Butt und Aal verwenden kann oder brauche ich da was stärkeres? und ist die Mono okay?

Zielfisch
Habe gelesen, dass dort insbesondere Wolfsbarsche begehrt sind, zudem aber auch Pollacks und Lipfische zu ergattern sind mit der Spin. Was kann ich so mit der Brandungsroute dort rausziehen? Conger? Rochen und Hai? Adlerfische?

Montage

Da ich, wie gesagt, keine Ahnung von der Montage diesbezüglich habe, wäre ich auch über ein paar Sätze zur Montage sehr erfreut. Mit der Spinrute habe ich im Mittelmeer mit Spiros gefischt. Ist das auch an der Küste vor der Normandie nötig?

Wie sieht es mit der Brandungsmontage aus? Ganz einfach, wie ich es hier auf Aal mache oder das blei ans Ende und dann evtl. mit 2 Haken? brauche ich da eine Schlagschnur dran bzw. wie montiere ich das überhaupt :roll:

Hätte auch noch eine ziemlich große Meerespose, die mein Vater sich mal für Irland gekauft hat. könnte ich damit evtl. etwas anfangen?


Köder
Ich habe mir für die Ködersuche einen Klappsparten gekauft, mit dem ich Wattwürmer ausgraben wollte. Diese Wollte ich nehmen, um mir evlt. eine Makrele oder ähnliches zu fangen, welche ich dann an den Haken der Brandungsangel schnüren kann. würde das überhaupt halten oder gibt es da einen Trick, damit der Kram auch am Haken bleibt?

Meine Wobbler habe ich einfach mal fotografiert. ist da evtl. etwas bauchbares bei? hätte auch noch eine Menge gummifische parat.
thumbnail_IMG_1236.jpg
thumbnail_IMG_1236.jpg (70.53 KiB) 1499 mal betrachtet


Erlaubniskarte
Soweit ich recht informiert bin, benötigt man für das Meeresangeln in FR keinen Angelschein und auch keine Erlaubniskarte und man darf pro Person eine Angel mit 2 Haken im Wasser haben... ist das noch korrekt oder hat sich da etwas geändert?



Sofern ich etwas saftiges an den Haken bekomme, gibt es natürlich auch wieder einen schönen Bericht inkl. Fotos. Also Daumen drücken :pray:
Zuletzt geändert von Elbjung am 22.03.2018 - 20:40, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: FR Normandie In-Shore Fishing

Beitragvon rhinefisher » 22.03.2018 - 20:20

Hi!
Schöne Ecke!
Hast Du die Nexave schon gekauft? Bist Du zufrieden?
Spinnrute wird wohl wieder die Shakespeare - die DAM ist viel zu hart.
Auf die Aerlex kannste schonmal die 35er aufspulen.
Ansonsten hast Du dir schon die richtigen Gedanken gemacht.. .
Angeln im Meer ist frei.

Jetzt habe ich nicht soviel Zeit, aber da schreibe ich dir in den nächsten Tagen gerne was zu... pppp .
Petri
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Re: FR Normandie In-Shore Fishing

Beitragvon Elbjung » 22.03.2018 - 20:33

Moin rhinefisher!
nach den super Tipps, die du mir für Portofino gegeben hast, habe insgeheim gehofft, dass du antwortest :D
Gekauft habe ich sie, ausprobiert leider noch nicht... habe es seither leider nicht mehr geschafft, loszuziehen. Aber dennoch macht die Angel auf den ersten Blick einen super Eindruck. Schön leicht, top verarbeitet und sie liegt gut in der Hand. Werde auf jeden Fall berichten, wie sie sich in Aktion so macht. Wenn das Urteil positiv ausfällt, hole ich mir evtl. eine zweite. Mit etwas Glück fällt der Preis auch irgendwann noch mal ein wenig mehr.

rhinefisher hat geschrieben:Auf die Aerlex kannste schonmal die 35er aufspulen.


Super, werde ich direkt am WE machen!

rhinefisher hat geschrieben:Jetzt habe ich nicht soviel Zeit, aber da schreibe ich dir in den nächsten Tagen gerne was zu... pppp .
Petri


Keine Panik! Freue mich schon auf deine Antwort!

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Re: FR Normandie In-Shore Fishing

Beitragvon Dreamworker » 22.03.2018 - 21:52

Hallo Elbjung,

an der Küste von Cherbourg legten die Alliierten nach der Landung in der Normandie 1944 einen künstlichen Hafen an, dessen Überreste heute noch Im Wasser liegen,
Dort würde ich angeln! Da gibt es Conger, sämtliche Schwarmfische und alle Arten von den Platten.
Ich persönlich würde folgende Grundmontage fischen: Blei ans Schnurende und mit 2 oder 3 Nebenarmen angeln, etwa 30cm lang, Schnurstaerke 0,50er. Hakengroesse 2- 4/0. Auf Makrelen und andere Räuber empfehle ich dir mittelgroße Spinner und Blinker, Wobbler haben einen zu grossen Luftwiderstand beim werfen, grade wenn der Wind Onshore weht.
Vergiss den Klappspaten zum Wattwuermer ausgraben! Als ich das letztemal in der Nordsee geangelt habe, habe ich mir eine Grabgabel mit breiten Zinken verwendet, damit bist du viel schneller (kaputt) und graebst so auch viele Herzmuscheln aus.
Nochmal zu den Nebenarmen bzw. Mundschnueren: Sie sollten einen Abstand von mindestens 20cm vom Blei
und untereinander haben, sonst fressen dir die Wollhandkrabben im Nu die Köder ab.
Beste Beisszeiten sind bei Tag und Nacht eine Stunde vor bis nach der Stauwasserzeit.
Top Köder sind Fischfetzen, Krabben., Watt- und Seeringelwuermer, Muschel- und Schneckenfleisch.

Habe bereits in Wilhelmshaven und in Hooksiel schon erfolgreich an Molen und in Aussenhaefen geangelt, noch dazu in Kroatien auf Rab, Hvar, Pula und Veli Losinj.
Die Nebenarmen kannst du sowohl fest als auch gleitend auf der Hauptschnur anbringen. Bleigewicht 150-200 Gramm.
Ich hoffe, das ich dich mit meinen Tips etwas näher zu deinen Zielfischen herangebracht habe.
Wünsche dir jetzt noch viel Petri Heil und viele spannende Drills und kapitale Fische!

Würde mich sehr über einen interessanten Reisebericht mit tollen Bildern von dir freuen.

Viele Grüße,

Michael

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Re: FR Normandie In-Shore Fishing

Beitragvon rhinefisher » 22.03.2018 - 22:00

Schön dass dir die Rute gefällt!

Deine Reisezeit gefällt mir weniger, da ich nicht so ganz genau weiss wie es aktuell am Kanal aussieht - das Wetter ist halt ungewöhnlich.
Normalerweise wäre der Dorsch schon weg, die Anderen aber noch nicht da.
Was ich mir abschminken würde: Honhecht, Makrele, Drücker, Plattfisch und natürlich Wölfe - alles Sommerfische.
Was vielleicht geht: Franzosendorsch, Wittling (sehr lekker!), Lippfisch und kleine Conger, auf die würde ich aber nicht gezielt angeln, da kleine Conger in der Küche kaum zu gebrauchen sind.
Kann sein dass ich was vergessen habe, aber ich denke Wittling und Franzosendorsch sind lohnende Beute.
Eventuell kleine Pollacks. Sind auch lekker!

Deine Köder sehen ganz brauchbar aus, besonders die beiden Blauen sehen fängig aus, der Gummifisch geht auch und der Raglou... na ja ..weißte ja selber dass der gut ist.. :dance: .

Du brauchst gute Haken in 2 und 2/0 , Profiblinker "Wahnsinnshaken" und einen "Baitholder" von Owner, Gamakatsu oder VMC.
Wenn Du keine "Wahnsinnshaken" bekommst, nimm einen ähnlich geformten von einer der anderen Firmen - die sind auch sehr gut.
Als Vorfach so 30 - 40er Fluo ist OK.
Bei starker Strömung, und die hat man da oft, benötigst Du Krallenblei von ca.150-200gr - geh am besten vor Ort in den Laden und frage was Du wo brauchst. Das ist immer ein gut und interessant angelegter Zwanni.. :dance: .
Petri
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Re: FR Normandie In-Shore Fishing

Beitragvon Elbjung » 23.03.2018 - 23:28

Vielen Dank euch beiden!

Dreamworker hat geschrieben:
an der Küste von Cherbourg legten die Alliierten nach der Landung in der Normandie 1944 einen künstlichen Hafen an, dessen Überreste heute noch Im Wasser liegen,
Dort würde ich angeln!


Vielen Dank, das klingt wirklich nicht übel!

Dreamworker hat geschrieben:Vergiss den Klappspaten zum Wattwuermer ausgraben! Als ich das letztemal in der Nordsee geangelt habe, habe ich mir eine Grabgabel mit breiten Zinken verwendet, damit bist du viel schneller (kaputt) und graebst so auch viele Herzmuscheln aus.


Den Klappspaten habe ich natürlich bereits bestellt :D Meinst du so eine kleine Forke für den Garten oder eine richtige Mistgabel? die zweite Variante würde meine Freundin nämlich sicher nicht so prickelnd finden im Auto :D

Dreamworker hat geschrieben:Würde mich sehr über einen interessanten Reisebericht mit tollen Bildern von dir freuen.


Die Kommen auf jeden Fall!


rhinefisher hat geschrieben:Was vielleicht geht: Franzosendorsch, Wittling (sehr lekker!), Lippfisch und kleine Conger, auf die würde ich aber nicht gezielt angeln, da kleine Conger in der Küche kaum zu gebrauchen sind.
Kann sein dass ich was vergessen habe, aber ich denke Wittling und Franzosendorsch sind lohnende Beute.
Eventuell kleine Pollacks. Sind auch lekker!


Das klingt doch nicht übel. Solch ein Conger wäre zwar ganz nice to have, aber muss eigentlich nicht sein. Wollte in erster linie Fische fangen, die man auch verzehren kann. bei Conger streiten sich da ja die Gemüter.

rhinefisher hat geschrieben:Deine Köder sehen ganz brauchbar aus, besonders die beiden Blauen sehen fängig aus, der Gummifisch geht auch und der Raglou... na ja ..weißte ja selber dass der gut ist.. :dance: .


Der kommt auf jeden Fall wieder zum Einsatz. hat zwar schon ein paar schöne Zahnabdrücke drin aber da geht noch was :dance:

rhinefisher hat geschrieben:Du brauchst gute Haken in 2 und 2/0 , Profiblinker "Wahnsinnshaken" und einen "Baitholder" von Owner, Gamakatsu oder VMC.
Wenn Du keine "Wahnsinnshaken" bekommst, nimm einen ähnlich geformten von einer der anderen Firmen - die sind auch sehr gut.
Als Vorfach so 30 - 40er Fluo ist OK.


Wollte gleich morgen mal ein paar shops hier in HH abgrasen. Hoffe sehr, dass ich die dort finde. Ersetzen solche Baitholder-Haken denn einen Weitwurfclip, bzw. braucht man sowas überhaupt? habe auch mal gelesen, dass es da eine Art transparentes gummiband für gibt, mit dem man den Köder quasi festschnüren kann.

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Re: FR Normandie In-Shore Fishing

Beitragvon rhinefisher » 24.03.2018 - 9:02

Moin Elbjung!
Da weiß ich nicht wirklich wo ich anfangen soll... der Einfachheit halber erläre ich was ICH machen würde, und dann versuchen wir das deinen Bedürfnissen anzupassen.. .

Erstens würde ich um diese Zeit nicht zum zelten in die Normandie fahren.. :badgrin: :badgrin: .
Wenn doch, würde ich noch etwas einkaufen: 2-300m 0,50er, Bullets in 10,12 und 15gr, Offsethaken (heissen die so?) in 2 und 4/0, 25m 0,25-0,28er Fluo, Perlen, Zahnstocher, einige fürs Texasrig brauchbare Gummiwürmer, Baitelastic plus das Zeugs von oben. Impactshields brauchste nicht.. . Die 2er Haken passen gut für Lippfisch und Zunge (welche aber kaum da sein wird..), die 2/0er für Wittling/Dorsch/Pollak. Da können wir auch gleich das graben abhaken: Es gibt KEINEN Klappspaten, der das graben im Watt überlebt.. :badgrin: .
Du sollest dir vor Ort etwas zulegen, falls man wirklich buddeln will führt kein Weg an einer Grabforke vorbei. Das sind diese Teile, die aussehen wie Mistgabeln mit plattgeklopften Zinken. Da gibt es ganz tolle und handliche Teile in ungefähr halber Größe.. .
Nach Wattwürmern würde ich aber ohnehin eher nicht suchen: Erstens weiß ich wie und wo ich bei Ebbe Sandaale fangen kann, aber das kann man nicht erklähren, das muß man zeigen. Zweitens würde ich Steine umdrehen und die hoffentlich darunterliegenden Seeringelwürmer einsammeln.. :D

Auf der Spinne hast Du 12er oder 15er Fireline, nicht wahr!? Daran 1,5m 28er Fluo, Bullet, 2 Perlen Köder - fertig.
Du fischst ein Texasrig, also weedless, fixierst aber das Bullet mit einem Zahnstcher; von Vorne einschieben und abbrechen.
Damit würde ich versuchen, die Strukturen, welche man sich bei Ebbe gut anschauen sollte, ordenlich abzuangeln.
Vielleich würde ich mir auch eine Stelle suchen, wo ich bei Ebbe tiefes Wasser erreichen kann.

Die Aerlex ist noch leer? Die 50er ordentlich anbinden, stramm aufwickeln und gut halb füllen.
An die 50er knote ich ganz besonders sogfältig die 35er und wickel stramm auf, bis die Rolle wirklich voll ist.

Ob ich eine Schlagschnur anknote (5-7m von der 50er), hängt von erforderlicher Wurfweite und Strömung ab; die 50er erhöht den Wasserwiederstand deiner Montage beträchtlich, wenns also nicht nötig ist, lasse ich die Schlagschnur gerne mal weg.. .

Später mehr.. :biggthumpup:
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Re: FR Normandie In-Shore Fishing

Beitragvon Elbjung » 24.03.2018 - 12:16

rhinefisher hat geschrieben:2-300m 0,50er, Bullets in 10,12 und 15gr, Offsethaken (heissen die so?) in 2 und 4/0, 25m 0,25-0,28er Fluo, Perlen, Zahnstocher, einige fürs Texasrig brauchbare Gummiwürmer, Baitelastic plus das Zeugs von oben. Impactshields brauchste nicht.. . Die 2er Haken passen gut für Lippfisch und Zunge (welche aber kaum da sein wird..), die 2/0er für Wittling/Dorsch/Pollak.


Notiert :D
also die 2/0 und 4/0 dann quasi beide für Wittling/Dorsch/Pollak? je nachdem, wie die Situation vor Ort ist?

rhinefisher hat geschrieben:Du sollest dir vor Ort etwas zulegen, falls man wirklich buddeln will führt kein Weg an einer Grabforke vorbei. Das sind diese Teile, die aussehen wie Mistgabeln mit plattgeklopften Zinken. Da gibt es ganz tolle und handliche Teile in ungefähr halber Größe.. .


naja, dann habe ich wenigstens ein gutes Urlaubs-Mitbringsel :D Wollte dieses Jahr eh gerne mehr am Meer fischen, sodass wohl noch der ein oder andere Wurm ausgegraben wird.

rhinefisher hat geschrieben:Nach Wattwürmern würde ich aber ohnehin eher nicht suchen: Erstens weiß ich wie und wo ich bei Ebbe Sandaale fangen kann, aber das kann man nicht erklähren, das muß man zeigen. Zweitens würde ich Steine umdrehen und die hoffentlich darunterliegenden Seeringelwürmer einsammeln.. :D


Habe noch ein paar Gummifische in der Garage gefunden, die einem Sandaal verdammt ähnlich sind. Außerdem gehen ein paar meiner Wobbler ja auch in diese Richtung. Werde aber trotzdem versuchen, ein paar echte zu ergattern oder zu kaufen. Montiere ich die dann einfach an das Texas rig und verschnüre sie mit dem Baitelastic?


rhinefisher hat geschrieben:Auf der Spinne hast Du 12er oder 15er Fireline, nicht wahr!? Daran 1,5m 28er Fluo, Bullet, 2 Perlen Köder - fertig.
Du fischst ein Texasrig, also weedless, fixierst aber das Bullet mit einem Zahnstcher; von Vorne einschieben und abbrechen.
Damit würde ich versuchen, die Strukturen, welche man sich bei Ebbe gut anschauen sollte, ordenlich abzuangeln.
Vielleich würde ich mir auch eine Stelle suchen, wo ich bei Ebbe tiefes Wasser erreichen kann.


Genau, habe da jetzt 15er Fireline drauf. Außerdem hatte ich noch 25m unbenutztes 28er Fluo im Koffer vom letzten Urlaub :dance:
Zahnstocher habe ich auch noch welche :D ersetzen diese dann quasi den Stopper?

rhinefisher hat geschrieben:Die Aerlex ist noch leer? Die 50er ordentlich anbinden, stramm aufwickeln und gut halb füllen.
An die 50er knote ich ganz besonders sogfältig die 35er und wickel stramm auf, bis die Rolle wirklich voll ist.


50er Mono, 35er geflochten oder geht da ebenfalls mono? Sofern geflochtene, dann wohl nicht unbedingt in giftgrüne Fireline oder ist das egal?

Ach und zum Seitenarm... Einfach einknoten oder Kreuzwirbel o.ä.?


rhinefisher hat geschrieben:Ob ich eine Schlagschnur anknote (5-7m von der 50er), hängt von erforderlicher Wurfweite und Strömung ab; die 50er erhöht den Wasserwiederstand deiner Montage beträchtlich, wenns also nicht nötig ist, lasse ich die Schlagschnur gerne mal weg.. .


Werde sie dann auch weglassen :dance:

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Re: FR Normandie In-Shore Fishing

Beitragvon Dreamworker » 24.03.2018 - 15:00

Ach übrigens: Wenn du die Betonpontons des künstlichen Hafens siehst, sind diese bestimmt voll Wasser.
Hast du die Möglichkeit, auf der Oberseite eines solchen durch eine Luke oder so zu angeln, dann kannst du auch bei Ebbe mit Überraschungsbeute rechnen! Wracks gibt es da auch jede Menge.....vom Panzer bis zum U-Boot, Fische sind da das ganze Jahr!

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Re: FR Normandie In-Shore Fishing

Beitragvon Elbjung » 24.03.2018 - 15:55

Dreamworker hat geschrieben:Ach übrigens: Wenn du die Betonpontons des künstlichen Hafens siehst, sind diese bestimmt voll Wasser.
Hast du die Möglichkeit, auf der Oberseite eines solchen durch eine Luke oder so zu angeln, dann kannst du auch bei Ebbe mit Überraschungsbeute rechnen! Wracks gibt es da auch jede Menge.....vom Panzer bis zum U-Boot, Fische sind da das ganze Jahr!


klingt gut :D was hast du denn da so rausziehen können... nicht, dass ich mit meiner kleinen Spin-Rute plötzlich einen fetten Conger am haken habe :D


Habe übrigens gerade gesehen, dass es eine relativ frische EU-Verordnung gibt, dessen Art. 9 IV es u.a. in der Normandie untersagt, Wolfsbarsche nach dem Fang zu behalten (https://www.jurion.de/gesetze/eu/32018r0120/9/). Ein paar hundert km süd/westlich sieht die Sache schon wieder anders aus.. also selbst, wenn ich zufällig einen erwischen sollte, dürfte ich ihn nicht in die Pfanne hauen :(

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Re: FR Normandie In-Shore Fishing

Beitragvon rhinefisher » 24.03.2018 - 16:46

Sorry - keine Zeit... .
Auf die Aerlex nur Mono: die 50er zum unterfüttern, weil auf die Monsterrolle womöglich mehr als 400m 35er passen - oder es gerade so auskommt.
Geflecht brauchst Du auf der Brandungsrute nicht unbedingt. Mono fischt sich einfacher.
Bis später!

PS: Schade dass man vom "Belgischen Angler" nichts meht hört - der hätte dir ganz andere Infos geben können, weil der ständig dort unterwegs war.. .
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Re: FR Normandie In-Shore Fishing

Beitragvon Dreamworker » 24.03.2018 - 19:29

Wo ich früher da mal geangelt habe, kannte ich mich noch nicht so gut mit Salzwasserfischen aus, aber ich habe Knurrhähne, Drachenköpfe und grosse Aalmuttern sowie Aale gefangen. Damals habe ich mir das Blinker-Lexikon "Salzwasserfische" schenken lassen. Danach könnte ich fast jeden Salzwasserfisch, der in der Nordsee vorkommt, bestimmen.
Unter den Pontons gibt es zudem auch Riesenhummer und Taschenkrebse (Knieper). Die solltest du aber nicht mit der blossen Hand fangen....
Solange der Wolfsbarsch massig ist, kannst in ruhig mitnehmen, wenn es dort keine Schonzeit für ihn gibt. Niemand kontrolliert das.
Jetzt fang erstmal überhaupt mal irgendetwas, was sich in der Küche auch verwerten lässt....
Vielleicht Hast du ja Glück und fängst statt nem Wolfsbarsch nen Seewolf!

In Norwegen habe ich beobachtet, wie Kinder mit 5-10 Jahren in einem Hafen mit Handleinen und Kalmarfetzen einen Seewolf nach dem anderen direkt am Anleger fingen. Am besten, man schaut sich die Angel techniken Einheimischer an und macht es dann genauso....

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Re: FR Normandie In-Shore Fishing

Beitragvon rhinefisher » 25.03.2018 - 15:52

Du machst mir Sorgen... eigentlich würde ich dir wirklich anraten 200km weiter zu fahren.
Auch wenn der Belgische Angler/loup de mer/ Nikklas da wirklich ordentlich gefangen hat, bin ich mir ziehmlich sicher, dass der zu 90% mit einem Kleinboot unterwegs war und dem Uferangeln in der Normandie eher zweifelnd gegenüberstand.
Und der hatte richtig Ahnung.. .
200km richtung Lorient bringen 2 Grad mehr Wassertemperatur.. :lol: :lol: .
Besseres Wetter.. :lol: :lol: .
Bessere Angelbedingungen.. :dance: :dance:

Wie ich spinnen würde, habe ich ja oben schon erklärt - es funktionieren natürlich auch andere Methoden.
Mit der Brandungs/Grundangel würde ich, wegen der Hängergefahr mit "Pulley/Lift Rig" fischen.
Über Sandgrund mag ein Zweihakenpaternoster Sinn machen, über unreinem Grund eher weniger.
So ein Liftrig kannst Du gut aus der 50er und dem 35er Fluo basteln: Ans Ende deiner 35er Hauptschnur kommt ein starker Wirbel, durch dessen untere Öse die 50er geführt wird. An ein Ende einen Wirbel mit Karabiner fürs Blei, ans andere Ende einen Wirbel fürs Vorfach.
Natürlich muß der Wirbel für Vorfach und Blei, deutlich größer sein als der Wirbel auf der Hauptschnur, damit der nicht durchrutcht.
Perlen auf der 50er schaden auch nicht.. . Wenn man keine so großen wirbel hat, kann man Splitringe zwischenschalten.
Die 50er ist ca 120cm lang - das Fluo 60cm. Zweck der Übung ist es, durch den zug auf den Fisch das Blei nach "oben" aus der hängerträchtigen Zone zu "liften".
Das braucht man aber nur dann, wenn ein Krallenblei erforderlich ist - Krallenbleie kann man nur ganz schlecht gleitend auf der Hauptschnur fischen.
Wenn Du bloß wenig Strömung hast, mache es wie beim Aalangeln; auf die 35er Hautschnur Blei, Perle und Wirbel. 1m 35er Fluo mit 2er od. 2/0er Baitholder für Wurm oder "Wahnsinnshaken" od. Ä. für Fischköder.
Das ist einfach und fängt immer und überall.. .
Man erspart sich viel Ärger, wenn man Karabiner nur fürs Blei verwendet - das Vorfach ist ohne besser befestigt.

Wie macht ihr das mit dem zelten?
Die Campingplätze haben doch eigentlich noch geschlossen..??

Petri
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Re: FR Normandie In-Shore Fishing

Beitragvon Elbjung » 26.03.2018 - 21:55

Ich würde selbst sehr gern weiter fahren - am liebsten wieder an die spanische Grenze oder direkt nach Portugal, problematisch ist jedoch, dass wir nur eine gute Woche Zeit haben und 600km pro Tag schon ziemlich hart sind. Flugzeug ist so kurzfristig zu teuer, zumal da ja noch Sondergepäck zukäme.

Für den nächsten großen Urlaub werde ich mir auch endlich mal ein kleines Boot besorgen und dann das Mittelmeer unsicher machen. Davon träume ich schon lange. Aufgrund des anstehenden Repetitoriums wird das fürs nächste Jahr wohl auch erstmal ein Traum bleiben :(

Also das mit dem Lift-Rig klingt schon etwas tricky... :D werde mir das morgen mal genauer ansehen.

Habe heute erstmal alles für das Texas-Rig gekauft und ein paar Wurm-Haken sowie Krallenbleie von 125g - 200g. Normales Blei habe ich noch reichlich in allen Gewichtsklassen. Brauche zudem noch Gummistiefel (oder besser eine Wathose??) und die Wahnsinnshaken. Außerdem lasse ich mir morgen noch 50er aufspulen, konnte heute leider keine mehr bekommen.

Meine Freundin hat sich jetzt ebenfalls gegen das Zelten ausgesprochen, sodass wir uns wohl doch eine kleine Hütte mieten werden... hatte schon den ein oder anderen Zeltplatz gesehen, der bereits ab Anfang April geöffnet hat. Ansonsten hätte ich auch in der Wildnis gepennt, hätte ich kein Problem mit und es klappt in Calais und Dünkirchen ja auch super.

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Re: FR Normandie In-Shore Fishing

Beitragvon rhinefisher » 26.03.2018 - 23:02

Hi!
Du fährst nicht gerne.. :lol: :lol: .
Also die beste Frau von allen und ich machen eigentlich immer Zelturlaub, aber wenn man älter wird spielt das Wetter eben doch ne Rolle.. .
Wir haben 4 Zelte: Klein für den Rucksack, mittel fürs Kanu, groß fürs Auto und seit kurzem ein Quechua "Fresh&Black" (Decathlon 90€!) für die schnelle Übernachtung. Das kleine Zelt wurde wenig benutzt - das Mittlere ist völlig abgewirtschaftet und deshalb haben wir vor einigen Jahren ein Großes gekauft - was für ein Komfortsprung.. :dance: :dance:
Apropos Rolle: Lasse dir an besten ungefähr soviel 50er aufspulen, dass noch ca. 200m von der 0,35er draufpassen. 200m langen immer und der Schnurwechsel ist nicht so teuer. Und nimm noch 20..30..m von der 50er mit - brauchste für die Montage und es ist nie verkehrt beim Meeresangeln ein Stück 50er dabei zu haben.. 8) .

Gummistiefel braucht ihr beide!
Deiner Frau wird es ganz bestimmt spaß machen, bei Ebbe das Felswatt zu erkunden und ein gutes Abendessen einzusammeln.
Damit wird sie womöglich mehr zu eurer Ernährung beitragen als Du.. :badgrin: .
Meine Frau angelt ja auch, aber wenn die nur noch einsammeln muß, gibt es kein halten mehr.. :lol: .
Eine Wathose ist immer sehr nett und hilfreich - unbedingt notwendig wahrscheinlich nicht.
Aber wie gesagt, Cherbourg, St Vaast und Barfleur kenne ich natürlich und irgendwann habe ich da bestimmt auch mal gefischt, ja ich war sogar schon auf dieser Insel, aber wirklich Ahnung habe ich von dieser Gegend nicht.
Östlich und Westlich schon eher.. .

Ach ja: Pilker machen nur Sinn, wenn die sich zum Jiggen eignen und zu deiner Rute passen.
Ist eher was fürs Boot - auch auf dem Kanal.
Man darf am Meer mit 2 Ruten angeln.
Wildes campen ist in Frankreich (natürlich ohne Gewähr) völlig problemlos und ganz besonders gerne schlafen wir auf den grösseren Autobahnparkplätzen. Allerdings wird unser Zelt auch im Dunkeln aufgebaut und sehr früh wieder abgebaut.
Petri

PS: Mir fällt da noch was ein: Der Nikklas sagte irgendwann mal Sinngemäß "Hier(in der Normandie) braucht man ein Boot, in der Gegend um Brest eher nicht.."
Wenn ich so auf der "Landseite" des Kanals unterwegs war, wollte ich auch immer angeln ohne aufs Boot zu müssen.
Deshalb fängt Frankreich für mich eigentlich erst bei Saint Malo an.. :lol:
DEUS LO VULT !