• Moin Leutes!
    Ich habe mir nach langem Überlegen jetzt endlich eine UL-Rute zugelegt. Die Wahl fiel auf die DAM Neo-Finesse.
    Hier ein paar Fakten:
    -Länge: 180cm
    -Wurfgewicht 2-10g
    -Rutenringe: 13!!
    -Teile: 2
    -Aktion: parabolisch


    Auf den ersten Blick macht sie einen ganz guten Eindruck, bis auf die Mirkroringe, die mit etwa einem Millimeter Durchmesser haben und mir damit etwas zu klein sind (Da die Schnur in der Dämmerung durchfädeln ist bestimmt ein Traum ;) ). Nur etwas macht mich stutzig: die Rute kommt mir extrem hart vor, soll aber Gewichte ab 2g werfen können. Außerdem wird in einer Anzeige damit geworben das die parabolische Aktion die Fluchten des Fisches gut abfedern soll. Dabei biegt sich die Rute lediglich in den obersten 50cm nennenswert mit, wenn man sie mit 100g belastet.
    Da ich bislang nur mit weicheren Ruten auf Forelle geangelt habe, bin ich jetzt mit meinem Latein am Ende. Für mich bleiben deshalb ein paar Fragen offen.
    1. Was für eine Schnur sollte ich fischen? Eher eine Mono um die Härte der Rute wett zu machen?
    2. Was würdet ihr für Köder damit fischen? Meine Gedanken gingen dabei Richtung Popper und Co. Wie sieht es mit Gummifischen aus?
    3. Wie verhält sich eine solche Rute beim werfen, bei der Köderführung und im Drill?


    Ich hoffe ihr könnt mir da weiterhelfen :)
    Gruß Marvin.

  • Moin Moin,
    Ultraleicht ist so meins... Ich fische eine Mitchell Mag Pro lite (1.80 m, 2-8 g) und eine Shimano Yasei Aori (2.40 m, 7-13 g) Beide sind parabolisch angegeben, haben aber auch, wie du es für die DAM Neo-Finesse beschreibst etwas Rückrad.


    1) Schnur: Egal. Ich bevorzuge geflochtene Schnur. Verwende eine 0,10 mit 5 Kg Tragkraft. Mehr wäre absolut übertrieben. An einer derart leichten Rute, machst du eh nicht mehr Druck. Sollte auf jeden Fall auch zu Deiner Rolle passen.


    2) Köder... Ich Fische am leichten Gerät Köder, die nicht zuviel Gegendruck erzeugen. Kleine Spinner, kleine Blinker und Wobbler. Gummifische gehen auch. Natürlich macht es keinen Sinn sich dort einen 15 cm Fisch mit 14+ g Kopf dranzuhängen. Mein absolutes Highlight: Drop Shot, kleiner no Action-shad, 7 g Blei zum Angeln auf Barsch.


    3)Wie jede andere auch, nur leichter ;) Du kannst mit so einer Rute beim Werfen natürlich keine Weitenrekorde aufstellen. Ist ja aber auch nicht der Sinn. Im Drill kommt man halt schneller an den Punkt, wo man den Fisch noch die eine oder andere Flucht machen lassen muss.

  • Hallo Bachforellenangler,
    Zu Punkt 3. kann ich dier sagen, das diese leichten Ruten im Drill irre viel Spaß machen. Du mußt halt viel behutsamer drillen, einfach rauszerren ist nicht. Ich hatte an einem Forellensee mal einen Störbiss auf eine "rückgratfreie" Balzerrute mit 3-25g. Als der Fisch endlich draußen war, hätte ich ihn am liebsten am Haken wieder reingeschmissen und nochmal gedrillt. Mit dieser Rute wirst du sehr viel Spaß haben.
    Bei der Schnur kann ich mich Küsten-Kind anschließen. Zum Spinnfischen würde ich es mit einer 0,06-0,10 geflochtenen versuchen. Sollte die Rute für deinen Geschmack zu hart sein kannst du das leicht über die Bremse regulieren.

  • So, Dienstag war ich los und habe sie getestet. Mein Fazit: Werfen lässt sich mit ihr gut, auch die Übertragung des Köders zum Blank ist zufriedenstellend. Nur wie zu erwarten ist es eine Qual die Schnur durch die Mikroringe zu führen. (Ich habe 3 Versuche gebraucht und hatte schon mit den Nerven zu kämpfen :) ) Eine Forelle konnte ich leider nicht Überlisten, was ich aber auf die sehr starke Gewässertrübung zurückführe.
    Ich habe auch versucht einen kleinen Popper zu führen, doch obwohl er hecklastig ist, ist nicht immer ein "Plopp"-Geräusch entstanden. Stattdessen ist er machmal komplett abgetaucht ohne ein Geräusch oder einen Spritzer zu machen. Habt ihr eine Erklärung dafür oder bestenfalls eine Lösung für das Problem?

  • Klingt, als hätte sich ein Drilling in der Schnur verfangen. Aber das hättest du garantiert gemerkt, also nicht die Ursache deines Problems. Eine andere Möglichkeit könnte Kraut sein, welches bis kurz unter die Wasseroberfläche gewachsen ist und in dem sich die Drillinge verfangen, so daß der Popper unter Wasser gezogen wird. Vielleicht hast du auch einfach nur einen "billigen" Köder.

  • Ich möchte den sehen, der es schafft beim poppern IMMER ein Plop zu erzeugen !!!!!!


    Ich fische selber mit Minipoppern in der 5gr.-Klasse und bin stolz wie Bolle, wenn das Teil bei 50% der Zupfer den erwünschten Plop macht.
    Da hilft viel Übung und am Ball bleiben. Am Anfang sah das bei mir auch so aus, dass es eher ein übers-Wasser-gezerre war und kein popper. ;)

    Wir müssen eindeutig aufhören so wenig zu angeln !!!


    P.S.: Diese Info wurde auf 100% recycelten Datensätzen geschrieben und ist nach der Löschung sämtlicher Buchstaben und Zahlen erneut verwendbar.

  • Meine Rute hat nun endlich ihre Jungfräulichkeit verloren. Freitag nach der Schule war ich noch mal an der noch immer etwas trüben Bega los und hatte Erfolg :tanz:



    Meine Erste auf die Neo-Finesse :D ist mir leider wieder aus der Hand geflutscht ;) ...



    Und hier Nummero 2. Obwohl sie nur knapp 30cm lang war, hat sie atemberaubend gekämpft und mir den spaßigsten Forellendrill seit Jahren geliefert, dem UL-Geschirr sei dank!


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