Unklarheiten beim Stahlvorfachbau


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Unklarheiten beim Stahlvorfachbau

Beitragvon crazy_pike » 12.11.2010 - 20:25

Hallo,

ich habe jetzt schon in mehreren Einträgen gelesen, dass es zwei Arten von Vorfächern gibt die gut sein sollen. Da ich Anfänger bin und auch ins Stahlvorfach selber machen einsteigen möchte, hätte ich noch ein paar Fragen.

Was soll man als Anfänger nehmen?
1x7 sevenstrand oder
7x7 Flexonit oder
doch was anderes?


Dann stellt sich für mich noch die Frage, welche Größen von Quetschhülsen man nehmen soll. Ich habe keine blassen Schimmer...
Ich hab gehört, das man unterschiedliche Größen nimmt bei Angstdrilling und ganz normalem Stahlvorfach.

Was man sonst noch für Materialien benötigt ist mir bekannt.


Danke im Voraus
[font=Arial]Angelst du noch oder drillst du schon?

Mit Fischergruß
crazy_pike [/font]

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Beitragvon lelox » 12.11.2010 - 20:40

7x7 ist weicher als 1x7.
Der Köderlauf wird weniger beeinflusst. Unter Umständen verfangen sich aber die Haken leichter im Vorfach und 7x7 kostet mehr.
Falls Du das Sevenstrand von Drennan meinst ist das mit den Hülsen recht einfach, da Drennan die passenden Hülsen liefert.
Ansonsten die Hülsen so wählen, daß das Vorfachmaterial mit möglichst wenig Spiel hindurch passt, das verhindert, daß sich das Material in der Hülse überkreuzt.

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Beitragvon mikesch » 13.11.2010 - 20:05

Bei 7-Strand brauchst du nicht unbedingt Klemmhülsen, das Material kann man auch twizzeln.
fishing isn't a sport, it's a passion!
Gruß
Michael

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Beitragvon Ulli3D » 13.11.2010 - 23:26

Hey, er fängt erst an! Auf jeden Fall soltest Du Dir eine Klemmhülsenzange zulegen mit 5 Klemmpunkten. 7x7 ist auf normalerweise vorzuziehen da weicher und auch bei gleicher Tragkraft etwas dünner.
Petri aus Sankt Augustin
Ulli

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Beitragvon Lahnfischer » 14.11.2010 - 13:20

Vielleicht hilft dir das und das etwas weiter... :D
Gruß Thomas

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Beitragvon mante » 14.11.2010 - 14:51

moinsen,

wieso stahlvorfach?, ich nehme für hecht 0.7mm fluorocarbon, dazu 0.8mm quetschhülsen, und hatte bisher noch keinerlei probleme am see, gerade in sehr klaren gewässern hat sich flourocarbon bewiesen, da es nahezu den gleichen lichtbrechungsindex wie wasser hat...

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Beitragvon Onkel Tom » 14.11.2010 - 15:07

mante hat geschrieben:moinsen,

wieso stahlvorfach?,


Weil Stahl/Titan nun mal das einzige wirklich "durchbisssichere" Vorfachmaterial ist! Alles andere ist nichts weiter als Glück!

Gezieltes Hechtangeln mit Hardmono, Flourocarbon oder welch "Wundermitteln" auch immer ist weder nötig noch verantwortbar.
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Beitragvon mante » 14.11.2010 - 15:39

also diese meinung teile ich nicht onkel tom, ich fing anfang mai an eigene wie beschriebene vorfächer zu bauen, und konnte einige hechte mit ein und dem selben vorfach sicher landen, der größte war 92cm!!! und erst nachdem ich das vorfach versehentlich zwischen kofferraum und kofferraumklappe einklemmte war es futsch!!! und wie gesagt meine ehrfahrung ist das in sehr klaren gewässer flouro vorteile hat...

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Beitragvon Onkel Tom » 14.11.2010 - 15:55

Das ist doch immer wieder dasselbe Argument. Ich kann auch hunderte Hechte völlig ohne ein Vorfach fangen, weil sie nie an das Material kommen. Es ist und bleibt Glück.

Vielleicht mal ein etwas übertriebener Vergleich:

Es soll auch Leute geben, die mit ihrem PKW ihr ganzes Leben lang mit 100 km/h an Schulen und Kindergärten vorbei rasen und noch nie ein Kind tot gefahren haben. Macht dieser Umstand das Handeln sicher oder ist es Glück?

Ich angle fast ausschließlich in glasklaren Gewässern mit Sichttiefen bis auf den Grund. Ich fange dort hunderte Fische pro Jahr, selbst die ach so scheuen Großbarsche und das immer mit einem hechtsicherem Vorfach.

Ich schmeiße mal eine durchaus provokante Aussage in den Raum. Wer gut genug angeln kann, der braucht kein "unsichtbares" Material zum fang von Raubfischen. Man kann immer sicher und erfolgreich fischen, dazu muss man nicht, aus welchen Gründen auch immer, Fischverluste riskieren.
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Beitragvon mante » 14.11.2010 - 16:07

hmm, naja jedem das seine, ich fische weiter mit flouro, da ich bis jetzt keine nachteile feststellen konnte!!! hast du denn überhaubt schonmal mit flouro geangelt oder woher hast deine ansicht darüber???

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Beitragvon Onkel Tom » 14.11.2010 - 16:22

mante hat geschrieben:hmm, naja jedem das seine, ich fische weiter mit flouro, da ich bis jetzt keine nachteile feststellen konnte!!!

Sicher, das kann ich dir auch nicht verbieten. Sind ja im Grunde auch nur Fische mit denen du spielst, die unter ungünstigen Umständen mit einem Köder im Maul verenden. ;)

Nix für Ungut.
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Beitragvon mante » 14.11.2010 - 16:30

hast du denn schonmal ein fisch mit flouro verloren??? ich nicht!!!! aber mit stahl habe ich schon mehrere verloren, darum bin ich auf eigenbau von flouro umgestiegen!!!!!

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Beitragvon Onkel Tom » 14.11.2010 - 16:39

Nein, ich habe noch nie einen Fisch mit Flouro verloren, weil ich es (wie gerade geschrieben) nicht benutze.

Ich glaube dir, dass du noch nie einen Fisch mit Flouro verloren hast und ich glaube dir auch, dass du schon mal Fische mit Stahl verloren hast.

Fakt ist und bleibt jedoch, dass ein Hecht Stahl nicht durchbeißen kann, Flouro hingegen schon. Dass dir das noch nicht passiert ist, ändert doch nichts daran, dass es passieren wird, früher oder später.

Du sagst, du hast mit Stahl schon Fische verloren. Wie das?
War das Vorfach beschädigt? Hast du es selbst gebaut oder war es fertig gekauft?

Verarbeitungsprobleme sind immer unabhängig vom Material, da kann man mit allem Fische verlieren, wenn die Verarbeitung nicht stimmt.

Ich habe auch noch nie einen Hecht mit Stahl verloren, egal ob ich es selbst gebaut oder fertig gekauft hatte. Das schützt mich aber auch nicht davor, dass ich mal eines mit schlechter Verarbeitung erwische. Dann verliere ich den Hecht aber durch meine oder fremde Schlamperei und nicht, weil das Material als solches nicht tauglich war.

Mehr wollte ich damit eigentlich nicht sagen.
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Beitragvon mante » 14.11.2010 - 16:48

aber wie kannst du ohne einschlägige erfahrung behaupten es sei nicht hechtsicher??? es waren gekaufte, würde sagen schon hochwertige wo eins um die 3-5euro kostete, sie waren neu und beim ersten biss, riss der wirbel!, bei einem anderen rutschte das vorfach durch die quetschhülse, und wiederum bei einem anderen, bog sich der karabiner auf, nachdem ich innerhalb zwei wochen, drei schöne fische und drei sehr schöne köder verlor( alles illex) hatte ich die fresse voll, und stellte auf eigenbau mit flouro um, und ich hatte nun auch deutlich mehr bisse, was ich auf die durchsichtigkeit des materials schiebe... und seit dem habe ich kein köder und vorallem kein fisch mehr verloren!!!

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Beitragvon Onkel Tom » 14.11.2010 - 17:22

mante hat geschrieben:aber wie kannst du ohne einschlägige erfahrung behaupten es sei nicht hechtsicher???


Weil das simpelste Physik ist! Hechtsicher heißt, ein Material kann vom Hecht nicht durchgebissen werden. Bei Stahl weiß ich das er es nicht schafft, weil es einfach nicht geht. Willst du behaupten, Flouro kann nicht durchgebissen werde? Dafür brauche ich keinen Test um zu wissen, dass es doch geht!

mante hat geschrieben:es waren gekaufte, würde sagen schon hochwertige wo eins um die 3-5euro kostete, sie waren neu und beim ersten biss, riss der wirbel!, bei einem anderen rutschte das vorfach durch die quetschhülse, und wiederum bei einem anderen, bog sich der karabiner auf,...


Was du hier beschreibst hat absolut gar nichts mit dem Material "Stahl" zu tun. Alle deine aufgezählten Abrisse kamen durch Verarbeitungsfehler oder mangelhafte Kleinteile zu Stande. Hätten diese Teile an einem Flouruvorfach gehangen, wäre dasselbe passiert. Ehrlich, keine Ahnung was für einen Schrott du da gekauft hattest. Wenn ich für 3-5 € ein Vorfach kaufe, darf so etwas nicht sein. Ich bezahle hier 6-7 € für 3 Fertigvorfächer und das ist Qualität. Da biegt sich nichts auf oder geht einfach so kaputt.

Wie das immer so ist, man kommt da nicht auf einen Nenner. Du wirst weiter machen was du für richtig hältst. Ob ich das nun nachvollziehen kann oder nicht, spielt da auch weniger eine Rolle. Für mich bleibt dieser ganze "Flouro und Hardmono Wahn" nichts weiter als eine "Gelddruckmaschine" der Angelgeräteindustrie. Mir haben schon so viele Vertreter verschiedener, namhafter Firmen genau das bestätigt. Teure Köder an nicht sicheren Materialien kommen eben schneller mal weg und so wird dann kräftig neu gekauft. Wenn dabei ein paar Fische vor die Hunde gehen ist das eben so, hauptsache der Rubel rollt.

Funktioniert ja ganz gut diese Taktik, wird ja auch gut vermarktet und viele springen schön auf den Zug.
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