Diskussion um Tageskartenpreise


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Beitragvon Blubb » 05.03.2009 - 16:47

Also auf eine Nenner kommen wir bezüglich der Frage "Was ist ein Gewässer wert?" wohl nicht, mir sind es auch mal 35 Euro, euch nicht. Ich hab keine Lust mehr, darüber zu diskutieren, ob sich solche Preise rechtfertigen lassen, oder nicht.
Was mich aber stuzig macht ist Andals Post:

andal hat geschrieben:...oder die Fliegenfischer haben rein gar kein Verhältnis mehr zu Preisen!


Da fällt mir nur zwei Dinge zu ein:
1. Na und? Jeder gibt aus was er kann und mag. Wo kommen wir den hin, wenn wir jedem vorschreiben, was ihm etwas wert zu sein hat? Danke, ohne mich!!!
2. Welcher Angler hat den noch ein gesundes Verhältnis zu Preisen? Was überhaupt ist ein gesundes Verhältnis zu Preisen? Hat der Karpfenangler ein solches, der seine Foxruten auf den Delikmpiepern auf dem Amiaudrodpod von seiner Pelzerliege aus seinem Fox Carpdome heraus beobachtet? Oder der Boddenangler, der mit seinem Boot, mehreren hochkarätigen Spinnruten und Riesenboxen voller Kunstköder aufs Wasser fährt? Vielleicht hat ja der Stippfischer mit seiner italienischen 16m Stipprute auf seinem Sitzkiepensystem von Rive und den 15kg Futter (für ein paar Stunden wohlgemerkt) neben dran ein gesundes Verhältnis zu den Preisen?
Ich werde zu faul, jetzt zu jeder Angelart solche Beispiele aufzulisten, und ich glaube, auch diejenigen hier, die so vehement gegen die Preise für Tageskarten wettern, haben Angelgerät für weit mehr als ein paar hundert Euro daheim.
Es möge doch daher bitte jeder mal vor seiner eigenen Tür kehren und danach frischen Geistes an den Diskussionstisch zurückkehren.

Was den Besatz betrifft - es muss jeder für sich entscheiden, an welchem Gewässer er fischt. Meiner Meinung nach haben wir zu wenig Wasser für zuviele Angler (zumindest, was das Fliegenfischen betrifft!) um ohne massiven Besatz alle zufrieden zu stellen. Von daher befürworte ich FoPus (stehender und fließender Art) um andere Gewässer zu schonen und dort einen weitgehend natürlichen Bestand aufrecht zu erhalten. Besser so, als das alle Gewässer zu Grunde gehen.

@Flo
Meines Wissens wird an dem von dir angesprochenen Gewässer mit TK für 35 Euro auch mit fangfähigen besetzt, zwar nicht so massiv und auch nicht nur mit Regenbognern, aber diese Besatzpolitik hat auch da Einzug gefunden.

Grüße
Fabian
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Beitragvon andal » 05.03.2009 - 17:25

Büble, wenn du dich schon an Zitaten versuchst, dann reisse sie gefälligst nicht aus dem Zusammenhang und da ging es um ein Weißbier und eine Brezn für 15,- € inklusive Trinkgeld für das Bedienteil. Wer das normal findet, der hat keinen Bezug mehr zu Preisen, oder besucht eindeutig die falschen Biergärten. Der Yog hat das gleich begriffen und auch die Ironie erkannt!
Angler neigen sehr stark dazu, dort mit Lösungen aufzuwarten, wo gar keine Probleme bestehen.

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Beitragvon Nagel » 05.03.2009 - 17:29

Angelgerät für weit mehr als ein paar hundert Euro daheim.



Wohl war, ein paar Hunderter werden da nicht reichen. Wobei der großte Teil meiner Ausrüstung, aus Zeiten stammt als am Monatsende weit mehr übrig blieb.

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Beitragvon rhinefisher » 05.03.2009 - 19:08

Hi! Es ist doch nicht wichtig wieviel jemand für sein Hobby ausgeben will oder kann - wenn aber Harz4 Empfänger ausgegrenzt werden, bloß weil sich der alte Landadel gerne die Taschen füllt, bin ich dagegen.... .
Und Angler, Jäger, Segler, Piloten, Reiter u.s.w., haben alle exakt die selben Probleme mit dem Status. Sind halt auch nur Menschen... Menschen mit recht teuren Hobbys... .
Es ist doch immer von übel wenn man auf solche Gestalten trifft - egal welche Angelart sie ausüben... :-O..... .
Petri!
DEUS LO VULT !

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Beitragvon shilo » 05.03.2009 - 19:28

Bei uns im Verein gibts viele Rentner die auch altmodern fischen. Sie haben aber meist ein paar Kniffe und eben viel Erfahrung die sehr erfolgreich machen.

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Beitragvon Blubb » 05.03.2009 - 22:38

@Andal
Kein Grund gleich so unfreundlich zu werden. Bei deinen bisherigen Postings kann man das ruhig auch alleine als Zusammenfassung stehen lassen, trifft deren Aussage in meinen Augen recht gut. Oder hab ich dich grundsätzlich missverstanden?
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Beitragvon Spessart Räuber » 05.03.2009 - 22:52

Hallo,

eigentlich wollte ich mich aus dieser mittlererweile doch recht fruchtlosen Diskussion heraushalten. Einige der Posts haben mich doch dazu motiviert, noch einmal meine Meinung zu äußern.

@rhinefisher

Hi! Es ist doch nicht wichtig wieviel jemand für sein Hobby ausgeben will oder kann - wenn aber Harz4 Empfänger ausgegrenzt werden, bloß weil sich der alte Landadel gerne die Taschen füllt, bin ich dagegen.... .



Wo ist hier der Themenbezug??? Ein Hartz 4 Empfänger hat mit großer Wahrscheinlichkeit nicht die nötigen finanziellen Mittel, dem Hobby der Angelfischerei nachzugehen. Dazu sind die verfügbaren Beträge eindeutig zu niedrig und es gibt wahrlich wichtigeres (Ich kenne einige Leute, die von Hartz 4 leben müssen - macht keine Laune)


@andal

Büble, wenn du dich schon an Zitaten versuchst


Sehr qualifizierter Beitrag, meinen tiefempfundenen Respekt. Alter schützt vor Torheit nicht sagt der Volksmund. Eine sinnvolle Art, miteinander umzugehen erachte ich als durchaus angebracht.


Es möge jeder das bezahlen, was er bezahlen will und kann. Das war so, ist so und wird immer so bleiben. Alle Ansätze der "Gleichmachersysteme" sind letzendlich gescheitert, am menschlichen Faktor. Der Mensch ist im Normalfall nicht gut, freundlich, sozial und liebt seinen Nächsten, oder, wie die Bajuwaren so schön sagen: Der Mensch ist gut, die Leut san schlecht.

In diesem Sinne

Cheers
Lieber einen Fisch an der Angel
als eine Taube auf dem Dach

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Beitragvon rhinefisher » 06.03.2009 - 7:30

Hi! Ach, hier in NRW haben wir viele Arbeitslose, sehr viele, und ein großer Teil davon geht auch Angeln - bei uns ist Angeln sogar für Arme möglich.
Das liegt zum großen Teil an den moderaten Kartenpreisen.. .
Es soll ja auch Leute geben die nicht Arbeitslos zu Welt gekommen sind und deshalb aus besseren Zeiten noch die Ausstattung besitzen - einem Gangster4 Empfänger das Recht zum Angeln einfach so abzusprechen, finde ich ganz schön krass.. .
Petri!
DEUS LO VULT !

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Beitragvon shilo » 06.03.2009 - 7:41

@ Spessart Räuber : Dazu sind die verfügbaren Beträge eindeutig zu niedrig. Deshalb züchte ich meine Maden selber

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Beitragvon Nagel » 06.03.2009 - 8:13

shilo hat geschrieben:Bei uns im Verein gibts viele Rentner die auch altmodern fischen. Sie haben aber meist ein paar Kniffe und eben viel Erfahrung die sehr erfolgreich machen.


Im allgemeinen bin ich nicht der Meinung, das mein umfangreiche Ausrüstung mich erfolgreicher macht.

Die Rentner an unserem See macht wohl die Zeit erfolgreich. Zumindest sitzen Sie jeden Tag und lang. Manche, glaub ich schlafen da. :sleeping:

to Topic: Ich finde es in Ortnung wenn eine Tageskarte 30€, oder ein Jahr 200€ kostet. Nur werde ich das nicht bezahlen. [-(

Es gibt bei uns genug Leute die es machen, die Gründe dafür sind vielfältig. Letztlich wird sich letztlich nichts Ändern.

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Beitragvon Spessart Räuber » 06.03.2009 - 10:06

Hallo,

@rhinefisher

Es soll ja auch Leute geben die nicht Arbeitslos zu Welt gekommen sind und deshalb aus besseren Zeiten noch die Ausstattung besitzen - einem Gangster4 Empfänger das Recht zum Angeln einfach so abzusprechen, finde ich ganz schön krass.. .


Bitte genau lesen! Ich spreche niemandem das Recht ab, angeln zu gehen. Meiner bisherigen Erfahrung nach ist es jedoch für Hartz 4 Empfänger kaum erschwinglich, speziell für Alleinstehende oder Alleinerziehende. Das hat nichts mit Recht zu tun sondern mit der Möglichkeit.

Cheers
Lieber einen Fisch an der Angel

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Beitragvon Baetis » 06.03.2009 - 10:16

Hi Helmut ,
natürlich hängt das auch mit der Pacht zusammen !
Da frage ich mich warum regst du dich dan die ganze Zeit so über die so teuren Tageskarten auf , wenn du weißt wie die kosten entstehen ?
Rettet die Würmer fischt mit der Fliege !
Beste Grüße von einem überzeugten Schonhakenfischer

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Beitragvon andal » 06.03.2009 - 10:25

Vielleicht weil die Preise künstlich nach oben getrieben werden?

Verbandsgewässer á la DAV müssen es werden, dann hat dieser Unfug ein Ende!
Angler neigen sehr stark dazu, dort mit Lösungen aufzuwarten, wo gar keine Probleme bestehen.

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Beitragvon Baetis » 06.03.2009 - 10:27

Hi Fabi ,
das Gewässer oder bessergesagt die Strecke die ich meine für 35€ hatt schon vor jahren aufgehört fangfähig zu besetzen oder besser gesagt deren Pächter auch wenn es schwer zu glauben die Durchschnittsgröße der Fische ist halt etwas größer als anderswo das ist aber im ganzen Bach dort so auch in Strecken die nicht oder selten besetzt werden ! ;)

Beste Grüße
Flo
Rettet die Würmer fischt mit der Fliege !

Beste Grüße von einem überzeugten Schonhakenfischer

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Beitragvon Gerd » 06.03.2009 - 10:32

Dann melde ich mich auch mal zu Wort - wenn auch etwas provokant:

Wer es sich nicht leisten kann, gewisse Gewässer zu beangeln, der muss es eben lassen, er hat halt einfach das Pech gehabt, zur falschen Zeit am falschen Ort zu sein, sei es jetzt der unverschuldete Hartz 4 - Empfänger oder der Faulenzer.
Den Preis bestimmt nunmal der, der das Gewässer pachtet bzw. die Karten verkauft. Wenn es Leute gibt, die den Preis bezahlen/bezahlen können, dann ist das eben so, die haben halt das Glück/das Geld/ die Schulden gemacht, um es sich leisten zu können.

So ist nunmal das Leben - Geld regiert die Welt. Daran wird sich in absehbarer Zeit nunmal nichts ändern.
Humor ist der Knopf der verhindert, daß einem der Kragen platzt

*Joachim Ringelnatz*