Diskussion um Tageskartenpreise


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Beitragvon lounger » 10.03.2009 - 11:53

Ich kenn mich mit den Gegebenheiten vor Ort nicht aus, finde das sich das aber erstmal nicht so schlecht anhört.

Irgendwann hat der Verein die Rechte gekauft, die er haben will, er muss keine Pacht mehr zahlen. Was geschieht dann? Das ist eine der spannenden Fragen auf die ich Euch hinweisen will.


Sich hoffentlich nicht mit dem Besitz ausruhen und ein exklusiver Club werden, sondern als gemeinnütziger Verein Hege der Gewässer, dem Naturschutz und vor allem der Förderung des Angelei (Nachwuchs etc.) widmen. Bei uns ist es so, dass die Kommunen als Verpächter oft die Auflage machen, dass es Gastkarten gibt. Das finde ich gut. Nicht so gelungen finde ich es, wenn die Preise dann als Zugangsbarriere genutzt werden oder die Gastangler den Besatz finanzieren sollen, was auch in einer solchen Situation passieren könnte.

Wenn man es andere Vereine gleichermaßen gelänge sich Gewässerrechte dauerhaft zu verschaffen, könnten sich Vereine auf Ebene des Bundeslandes zusammenschließen. Und sowas wie die ostdeutschen Gewässerverbünde schaffen.
Wenn es ganz gut läuft, könnte ich als hessiches Verbandsmitglied dann über ein Tauschprogramm ohne weitere Kosten an den Gewässern dort fischen und umgekehrt.

Dies könnte natürlich auch politisch untersützt werden. Z.b. durch Gesetze, die bestimmte Vorgaben machen, die es Vereinen einfacher machen in Konkurenz zu Privatpersonen zu erwerben. Vergabe von Gastkarten vorschreiben, o.ä.

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Beitragvon andal » 10.03.2009 - 12:17

Die Gefahr besteht viel eher, dass genau der gegenteilige Weg beschritten wird.

"Es gehört ja uns, es ist alles bezahlt und besetzen tun wir nicht, also müssen wir damit auch nichts verdienen und können Gastangler total ausgrenzen!"

Jedenfalls liegt diese Möglichkeit viel näher am süddeutschen Naturell, als so eine vermeintliche "Verstaatlichung" und die ideologische Nähe zu (ehemals!?) feindlichen Verbänden. DAV = DDR = in Bayern von Haus aus unmöglich.
Angler neigen sehr stark dazu, dort mit Lösungen aufzuwarten, wo gar keine Probleme bestehen.

bindi

Beitragvon bindi » 11.03.2009 - 7:37

Hi Andal,
1. Die tägliche Anzahl der Angler am Wasser begrenzen. Die Langzeitkarteninhaber davon ausgenommen. 10 Angler pro 24 Stunden wären das absolute Limit. Sind schon 5 Jahresscheinfischer am See, gibts eben nur noch 5 Tageskarten.

2. So wie es viele Lokale machen, so wäre es auch bei mir. Eine Karte gibt es nur in Verbindung mit einer entsprechend zeitlichen Club-Mitgliedschaft. So kann ich mir die Kunden ansehen und muss nicht jedem eine Karte verkaufen; aber ich kann ihm die Mitgleidschaft verwehren! "Fahnenträger" und "Bierkastenherbeischlepper" hätten nie eine Chance Member of ... zu werden!!!

3. Gäbe es zusätzlich zur Jahreskarte die Option einen fixen Platz zu mieten. Diese Plätze bekämen auch eine maßvolle Infrastruktur, wie Müllsackhalter, dezente Uferbefestigung etc. In etwa so, wie an englischen Paylakes. Da kann er dann auch in Maßen vorfüttern, oder auch mal sauber ein paar Tage durchfischen.

passt wohl nicht ganz zu deiner Aussage jeder sollte an jedem Gewässer fischen können oder zählt das nur für Gewässer die du nicht selber bewirtschaften würdest.....
Zum Ausgangsthema, den Aiblingern Geldschneiderei vorzuwerfen finde ich schon fast ne Frechheit. Mit der Tageskarte kannst du neben der Mangfall auch alle anderen Gewässer des Vereins befischen ( Und zwar ohne dass ich erst an einem Türsteher vorbei muss ;) )
Wem es zu teuer ist, der solls halt bleiben lassen, wird ja keiner gezwungen dort zu fischen. Meine Meinung.

Gruß

Rolf

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Beitragvon andal » 11.03.2009 - 10:30

Doch, das passt sehr wohl. Wer was will der muss sich darum kümmern, z.B. anrufen, oder rechtzeitig eine Karte kaufen.

Und "Briederchen wos fischt mit fimf groß Flasche Wodka" auszugrenzen, grenzt ja nun wirklich keinen Angler aus!
Angler neigen sehr stark dazu, dort mit Lösungen aufzuwarten, wo gar keine Probleme bestehen.

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Beitragvon wolfgang » 06.07.2009 - 17:48

Höchst interessant!

Zu ein paar Dingen möchte ich mich auch mal äußern, wobei ich die soziale Veträglichkeit der Kartenpreise erstmal ausklammern will.

Verbandliche Gewässerbewirtschaftung wird hier immer sehr stark an den DAV gebunden, dem ist nicht so, der VDSF kann das auch, wenn sein Landesverband es so will.
In M/V will er...
Die mancherorts existierenden Ungereimtheiten zwischen VDSF und DAV sind in M/V auf Landesebene ausgeräumt, beide Landesverbände erkennen sich an und nutzen gegenseitig die ihnen gehörenden Gewässerpools.
Jeder organisierte Angler hat das Recht mit einer Angelkarte alle in diesen Pools befindlichen Gewässer zu beangeln, egal welchem Verband er nun angehört, für ganz kleines Geld kann er darüber hinaus auch die Verbandsgewässer anderer Bundesländer(z.B.Brandenburg) ebenfalls mitnutzen, selbst die Gewässer der polnischen Verbände sind inzwischen in ähnlicher Art nutzbar.
Die Grundlage hierfür sind die historisch gewachsenen Bedingungen wie sie hier regional bestehen und die sich stark von denen in den alten Bundesländern unterscheiden.
Die hier bestehenden Gewässerbewirtschaftungsformen in Gänze zu beschreiben würde den Rahmen wohl sprengen, auch wenn ich für etwas längere Postings bekannt bin.

Zur Klientel Fliegenfischer, es gibt "den Fliegenfischer" ebensowenig wie "den Angler".
Ich glaube mich in der Szene ein wenig auszukennen.
Es ist tatsächlich so, daß ein Teil der Fliegenfischer einen gewissen Anspruch auf Exklusivität besitzt und private Gewässerbewirtschaftung für die beste Bewirtschaftungsform für Gewässer der bevorzugten Art hält, auch wird der Angelkartenpreis als fiskalischen Steuerungselement zur Wahrung der Exklusivität und des vermeintlichen Qualitätserhalts jener Gewässer gern in Kauf genommen, teilweise werden hohe Preise nahezu gefordert um die Zahl der Angler zu limitieren.
Dem trägt man natürlich gerne Rechnung.

Aber das ist eben nur ein Teil der fliegenfischenden Anglerschaft und sollte nicht verallgemeinert werden.

Natürlich sind auch die existierenden Zwänge ein Grund für hohe Kartenpreise, hohe Pachtkosten die erwirtschaftet werden müssen, Kosten für Besatz, der dann oft aus fangfähigen Fischen besteht um die Laune der Kartenkäufer/Mitglieder hoch zu halten, damit kein Mitgliederschwund eintritt, was ja wiederum die Erwirtschaftung der Kosten schwierig macht u.s.w.

Teilweise werden in solchen Gewässern die Bestände weit über dem gehalten, was sie natürlich an Bestandsdichte hervorbringen würden, zum einen weil das Gewässer als solches nicht mehr richtig funktioniert(Querverbauungen e.t.c.), zum anderen um anglerisch eine gewisse Attraktivität zu bieten, entweder um die oben genannten Bedingungen zu erfüllen oder weil sie zum Wirtschaftsfaktor geworden sind.


Wie ganz am Anfang erwähnt läuft das hier in M/V etwas anders, was in diesem Bundesland mit seiner geringen Einwohnerdichte und der großen Gewässerfläche auch viel einfacher zu machen ist.

Hier hat man sich, insbesondere bei den Salmonidenstrecken für eine nachhaltige Bewirtschaftung ausgesprochen und verfährt auch danach.
Auch das ist nicht jedem recht, da sich natürliche Bestandsdichten oft weit von dem entfernen, was ein durchschnittlicher Angler an Fangerwartungen hegt.
Es gibt hier keinerlei Stützbesatz in Salmonidenstrecken!
Das Angeln an solchen Gewässern liegt auch nicht jedem, denn in so einem Gewässer kann es sein, dass das was an Besatzstrecken an einem Tag gefangen werden kann, hier von der Stückzahl her gesehen einen Jahresfang ausmachen kann.
Das will nicht wirklich jeder!
Wir leben ganz gut damit.

Eine Ausnahme bildet der Besatz mit Meerforellenbrütlingen und vorgestreckten Smolts(ca. 500.000/Jahr) in ausgewählten Küstenzuflüssen, jedoch werden diese nachdem sich ein stabiler selbstreproduzierender Bestand etabliert hat auch nicht mehr gestützt, der eingesparte Besatz steht dann Gewässern zur Verfügung in denen es noch nicht so weit ist.

Auch das kostet Geld und muß erwirtschaftet werden, die oft gescholtene Ostseekarte in M/V trägt dazu bei.

Einen Tageskartenpreis von 33,- Euro halte ich, zumindest wenn ich als Tourist in die Gegend(also an die Magfall) komme noch für tragbar.
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Beitragvon Taxler » 06.07.2009 - 19:06

Wie immer interessante und ausgewogen präsentierte Information :clap:
Also, wenn ich Du wäre ..... dann wäre ich, ehrlich gesagt, doch lieber ich

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Beitragvon Flyfi_OS » 11.07.2009 - 1:32

Hallo zusammen,
ich habe mich auch gerade durch beide Threads gearbeitet ( diesen sowie auch den vom FT 09 ).Ich denke es ist einfach so das das Bild des elitären Rutenschwingers zu fest in den Köpfen der Leute verankert ist.Seien wir doch mal wirklich realistisch.Es ist auf deutsch gesagt völlig wumpe welche Form der Angelei man betreibt es kostet alles nicht grade wenig Geld.Nun muss ich hinzufügen da es hier ja auch schon angemerkt wurde in Bezug auf Hartz 4, ich auch zu diesen Empfängern gehöre.Aber das nur am Rande.Ich weiss nicht wie es mit den Vereinsmitgliedschaften im Rest von Deutschland aussieht aber wir hier in Osnabrück haben die Möglichkeit der Niedersächsisch-Westfälischen Anglervereinigung beizutreten.Für moderate 85 Euronen ohne besondere Gruppenzugehörigkeit an Jahresbeitrag habe ich die Möglichkeit an etlichen Gewässern zu fischen.Auch wenn ich Hartz 4 beziehe mein Hobby schaffe ich trotzdem noch zu finanzieren.Selbst das Fliegenbinden kann ich mir leisten.Aber zum Thema Tagespreise.Selbst ich würde wenn ich die Möglichkeit hätte aufgrund der Entfernung ohne mit der Wimper zu zucken auch einen höheren Preis für eine Karte bezahlen einfach aus dem Grund das man das nicht jeden Tag macht.Vor allem gehts doch darum wieviele von uns haben ein ich nenne es mal perfektes Gewässer in ihrer Nähe wo Fliegenfischen ohne Einschränkungen möglich ist.Mit Einschränkungen meine ich genug Raum zu werfen, hübsche Naturkulisse,Watfischen auf Kiesgrund ohne bis zum Knie im Schlamm zu versinken oder alleine die Tatsache das man auch mal eine Forelle fangen kann.Ehrlich es gibt Fliegenfischer die haben gar nicht die Möglichkeit einen Salmoniden ans Band zu bekommen sondern erfreuen sich an Döbeln,Rotaugen oder Rotfedern.Alles hervorragende Gegner am Geschirr keine Frage.Aber wenn dieser jemand in seinem Urlaub gerne mal ne Fahnenträgerin auf die Schuppen legen will oder einfach auch mal eine herrlich gezeichnete Bachforelle dann werden solche Preise ohne Zucken gezahlt.Glaubt es mir wenn ich mich hier früher angemeldet hätte und auch früher vom Mangfalltreff gewusst hätte ich hätte Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt um teilnehmen zu können.Trotz Hartz 4.Denn ich möchte endlich mal auf Kies waten,mitten im Fluss stehen ohne beide Uferseiten berühren zu können und endlich mal ne Äsche fangen oder eine ordentliche Forelle die auch dann Raum zur Flucht hat.
Worum es geht ist doch schlussendlich man gönnt sich was.Der eine öfter der andere seltener.Das Leben ist zu kurz um über Tageskartenpreise zu hadern.Wer sie nicht zahlen will warum auch immer bitte schön.Aber vielleicht seht ihr das Thema ja auch mal aus meinem Blickwinkel.
Denn ganz ehrlich 35 Euro für einen Tag an einem gut bewirtschafteten Gewässer was mir einen Fischereigenuss bietet wovon ich noch wochenlang in Erinnerung zehren kann sind mir nicht zu teuer.
Gruss und tight lines,
der Dino

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Beitragvon lounger » 11.07.2009 - 9:47

@Dino Nimms mir nicht übel.

Die Jahreskarte kann ich mir noch vorstellen, obwohl ich weiss, dass auch die für etliche Leute in der Situation nicht möglich ist. Aber ernsthaft zu erwägen 10% des Geldes, dass einem monatlich zum Leben zur Verfügung steht in eine Tageskarte stecken zu wollen (oder in irgendeinen anderen Luxus), ist doch ein wenig unüberlegt. Oder was isst Du dann die letzte Woche des Monats?

Flyfi_OS
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Beitragvon Flyfi_OS » 11.07.2009 - 10:32

Hallo lounger,
na was ess ich wohl?Das gleiche was ich auch die Wochen davor esse.Nix für ungut aber was ich als Betroffener teilweise echt nicht nachvollziehen kann ist das ständige Heulen der Hartz 4 Empfänger das das Geld sowenig sei.Ich beziehe zum Beispiel nicht für mich alleine sondern wir sind eine Bedarfsgemeinschaft bestehend aus meiner Frau und meinem Sohn und mir natürlich.Nach Abzug aller Unkosten mag man es fast nicht glauben aber es passt immer noch ein klitzekleines bisschen Luxus oder nenne wir es lieber Schmankerl ins Budget.Sei es etwas für mich und mein Hobby oder etwas schönes für meine Frau oder das heiss ersehnte Videospiel meines Sohnes.Klar man muss natürlich Prioritäten setzen da man jetzt nicht so ganz aus dem vollen schöpfen kann und eine Anschaffung kann auch mal zwei Monate dauern aber im grossen und ganzen gehts.Wirtschaften heisst das Zauberwort und ich sage offen das es mir ehrlich an nichts fehlt.Auch dem Rest meiner kleinen Familie nicht.Gut ich besitze kein Auto das ist vielleicht ein Manko aber spart mir zum Beispiel auch die Kosten dafür ein.Ich bin in der glücklichen Lage das wenn ich einen fahrbaren Untersatz benötige auf den Wagen meiner Mama zurückgreifen kann.Und ich will auch nicht verschweigen das ich einen heimlichen Sponsor habe sprich mein Opa viel zu gerne Forellen speist und ich somit ab und an dort fürs Angeln nur wohlgemerkt etwas Enkelgeld abstaube.Logisch ich besitze leider keine Sage oder was auch immer an High-End Tackle man jetzt hier einsetzen möchte aber auch mit günstigem Gerät lässt sich prima wedeln.Und wie ich schon anführte solche Gewässer wie z.B. die Mangfall wären für mich absolute Sonderaktionen.Verbunden mit etwas drumherum.Sprich einem Treffen mit Gleichgesinnten.Und da man sowas ja nicht mal eben jedes Wochenende macht und diese Dinge ja auch immer etwas Vorplanzeit haben kann ich für mich dann auch mein Budget planen und bekomme es unter.Seien es jetzt die reinen Kosten für die Tageskarte oder sogar die Anreise oder zusätzliche Übernachtungskosten.Glaub mir das klappt.Ichwill niemanden zu nahe treten aber ich denke als direkt Betroffener kann ich mir ein gutes Urteil bilden und ich komme für mich persönlich zu dem Schluss so blöd es sich anhört ich kann prima leben.Mit Hartz 4.Trotzdem arbeite ich natürlih sehr daran diesen Zustand zu ändern.Nur leider habe ich durch eine Krankheit die mehrere Operationen nach sich zog meinen Job verloren aber es geht aufwärts.
Manchmal wünschte ich mir der Mensch würde etwas weniger jammern.Ich hätte gerne wieder ne richtige Arbeit damit ich halt nicht wirtschaften muss.Jedenfalls nicht mit so spitzem Bleistift.
Lieben Gruss und tight lines,
der Dino

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Beitragvon lounger » 11.07.2009 - 11:05

@Flyfi_OS
Gut, darüber was prima leben ist und wo Gejammer anfängt berechtigt zu sein kann man unterschiedlicher Ansicht sein. Wenn bei Dir noch Extras drin sind um so besser. Von Betroffenen kenne ich auch anderes (die allerdings darüber auch eher nicht jammern).
Ich find es gut (und wie oben beschrieben absolut wichtig), dass da wo Du lebst Dir eine Jahreskarte und ein Hobby leisten kannst. Hoffentlich wird es für Dich und Deine Familie bald wieder anders!

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Beitragvon Flyfi_OS » 11.07.2009 - 13:28

Gut da stimm ich Dir zu.Und besten Dank für die Wünsche.Bleibt jetzt nur zu hoffen das ich nächstes Mal am FFFT teilnehmen kann und darf.
Gruss und tl der Dino

xAlex
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Beitragvon xAlex » 16.07.2009 - 11:01

Also ich muss da mal den Bräurupp in schutz nehmen.
Die Hotelgäste zahlen 30 Euro bzw 14 Euro im Folgetag für 130 km!!!!
Bachstrecke und 8 Seen. In der Salzach schwimmen auch Huchen rum und einige Gewässer sind auch Mischwasser wo man Bienenmaden einsetzen darf was imo ein toller Pluspunkt ist.
Selbst für nicht Hotelgäste wie ich z.B gibt es z.B den Obersulzbach den ich vor paar Wochen befischt habe für ca. 25 Euros. Ein wirklich Traumhaftes Gewässer selbst meine Freundin(nichtanglerin) begeistert war es zu bewandern.
Das ist ein Nationalpark,sollte man nicht vergessen.

35 Euro für den Mangfall finde ich überbewertet, da müssten ja massigst 60+Granaten besetzt werden und Huchen rumschwimmen das der Preis gerechtfertigt wäre bzw sie müsste Soca/Sava heissen und einzigartige Fische wie die Marmorataforellen bieten.
Der Preis für Forellen ist ja im Keller. Bei den Einnahmen könnte man die Manfall vollstopfen mit normalen Besatzfischen.
Wenn der Verein das erwirtschaftete Geld in die Renaturierung steckt würde ich die Preise eher verstehen, aber ich denke eher das die Tageskartenkäufer das neue Vereinsheim finanzieren...

Ein Preis von ca. 15-25 Euro würde ich sagen wäre aktzeptabel. Das würde für einen Neubesatz reichen und die meisten Kochtopfangler abschrecken. Die Isar Krün wie vom Fischerverein Mittenwald kostet auch 25 Euro und ich höre öfters die besseren Fangmeldungen von der Isar...

Was ich aber viel Perverser finde als zu hohe Preise ist wie teilweise die Gewässer in Norddeutschland verhunzt werden.
35 Euro für eine Rheinjahreskarte, da lange ich mir ans Hirn!
Davon kann weder ein vernünftiger Besatz finanziert werden, weder die Kochtopfangler werden abgeschreckt.

HorrorHecht

Beitragvon HorrorHecht » 17.07.2009 - 17:19

35 euro für 24 stunden ist wucher, es gibt schließlich auch jugendliche die nicht in geld schwimmen!

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Beitragvon reverend » 18.07.2009 - 18:29

@xAlex:

Was hat jetzt bitteschön der Tageskartenpreis mit der Thematik "Fangverwertung versus C&R" zu tun?

Meiner Meinung nach nicht das Geringste!
Cogito, ergo sum.
Credo, ergo intelligo.
Piscor, ergo vivo.

P.S.: Don't buy a fly - just tie!

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Beitragvon xAlex » 18.07.2009 - 18:42

reverend hat geschrieben:@xAlex:

Was hat jetzt bitteschön der Tageskartenpreis mit der Thematik "Fangverwertung versus C&R" zu tun?

Meiner Meinung nach nicht das Geringste!


Gar nix.
Darauf wollte ich nicht hinaus.
Entscheidend für den Tageskartenpreis sollte sein u.a(!) was in dem Gewässer rumschwimmt bzw. wieviel die Besatzkosten verschlingen.