Bei Hochwasser alles anders beim Angeln?

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Bei Hochwasser alles anders beim Angeln?

Beitragvon Dreamworker » 21.05.2019 - 17:33

Bei der momentanen Regnerei führen viele kleinere oder größere Flüsse Hochwasser. Solange sie nicht überlaufen und man noch gut ans Ufer kommt, kein Grund, um mit dem Angeln deswegen aufzuhören!

Auch unsere Zenn ist fast bis zum Rand gefüllt. Obwohl es fast überall morgen mit dem Regnen aufhören soll, wird der Wasserstand weiter steigen...
Trotzdem wollen mein Angelkumpel und ich am We auf Aal, Wels und Zander in der Zenn angeln.

Hat jemand von euch schon erfolgreich bei Hochwasser auf diese Fischarten geangelt? Was gibt es bei der Platzwahl zu beachten?

Zur Auswahl stehen eine Flußbiegung mit tiefer Außenkurve oder ein breiteren Bereich mit Kreisströmung und einem scharfen Linksknick.

Ich habe eigentlich nur "Angst" vor in die Schnüre treibende Zweige oder Äste, denke aber, das mit Tauwürmern und Köfis gerade meine anvisierten Zielfische besonders gut beißen, da bei dem letzten Niedrigwasser bis vorgestern gar nichts ging.... Denkt ihr, das Grundbleie mit einem Gewicht von 80-120gr. ausreichend sind, um an Ort und Stelle liegenzubleiben?

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Re: Bei Hochwasser alles anders beim Angeln?

Beitragvon ToTi » 21.05.2019 - 18:51

Tendenziell würde ich bei Hochwasser nicht in der Außenkurve angeln, da dort die Fliesgeschwindigkeit noch um einiges höher ist als sonst.
Fische sind ja auch "faul" und werden dann eher in den beruhigten Bereichen zu finden zu sein. Also Innenkurven, Strömungsschatten von Bäumen, Steinen, Brückenpfeilern usw.
Ob deine Bleie schwer genug sind, kann man hier nicht so einfach sagen. Das musst du ausprobieren und eventuell sogar mit Krallenbleien arbeiten.

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Leg dich nie mit Anglern an, wir kennen Orte, da findet dich niemand :D

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Re: Bei Hochwasser alles anders beim Angeln?

Beitragvon #Allround#Nachhaltig » 22.05.2019 - 8:10

Ich habe die Erfahrung gemacht dass Stör und Aal bei H0chwasser wesentlich besser lauffen
Zumindest Tagsüber was Nachts ist kann ich nicht sagen
Mein 0nkel hat am Neckar die Erfahrung gemacht als er bei H0chwasser angeln w0llte das sein Blei mit 120g v0ll ans Ufer gerieben ist
Das Blei ist nach jedem Auswurf ans Ufer getrieben da k0nnte er nichts machen
Aber quasi direkt v0r seinen Füßen hat er dann einen Aal mit was weis ich was 80cm 0der s0 und einen Wels mit 1m gefangen
Ich kann dir als0 nur Erfahrngen berichten die für ein Aalansitz bei H0chwasser sprechen
Zum Zander kann ich dir Nichts sagen
Ich würde dir aber Wurm als Köder empfehlen
Die schwemmt es jetzt nämlich in die Gewässer und darauf sind jetzt Aal und Wels scharf
Ich geh eh dav0n aus das der Zander bei Milchkaffe nichts sieht aber da kann ich abs0lut nichts dazu sagen das isst nur mein Gefühl
S0 0der s0 petri heil v0n mir!
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Re: Bei Hochwasser alles anders beim Angeln?

Beitragvon Gruni » 22.05.2019 - 11:44

Ich habs hier in der Nidda drei Mal bei höherem Wasserstand und nach starkem Regen versucht und jedes Mal nach einiger Zeit völlig entnervt abgebrochen!
Wenn man endlich die richtige Bleimenge gefunden hat das die Montage einigermaßen liegen bleibt, hasde dann nach wenigen Minuten die Schnur voll mit abgerissenen Pflanzen und sonstigem Müll der vom Hochwasser in den Fluß gespült wurde.
Einmal kam ein riesen Ast angetrieben und hat mir die Rute vom Ständer gerissen und fast ganz ins Wasser gezogen.
Ich glaube durchaus auch, das Aal, Wels&Co bei solchen Bedingungen unterwegs sind, aber eine gescheite Bißanzeige nicht möglich weil alle paar Minuten irgendein Mist in der Schnur hängt...nicht wirklich mein Ding!
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Re: Bei Hochwasser alles anders beim Angeln?

Beitragvon Dreamworker » 22.05.2019 - 16:33

Gruni hat geschrieben:Ich habs hier in der Nidda drei Mal bei höherem Wasserstand und nach starkem Regen versucht und jedes Mal nach einiger Zeit völlig entnervt abgebrochen!
Wenn man endlich die richtige Bleimenge gefunden hat das die Montage einigermaßen liegen bleibt, hasde dann nach wenigen Minuten die Schnur voll mit abgerissenen Pflanzen und sonstigem Müll der vom Hochwasser in den Fluß gespült wurde.
Einmal kam ein riesen Ast angetrieben und hat mir die Rute vom Ständer gerissen und fast ganz ins Wasser gezogen.
Ich glaube durchaus auch, das Aal, Wels&Co bei solchen Bedingungen unterwegs sind, aber eine gescheite Bißanzeige nicht möglich weil alle paar Minuten irgendein Mist in der Schnur hängt...nicht wirklich mein Ding!


Ja, das ist das große Problem, wenn man am Fluß sitzt und das Wasser ziemlich schnell steigt (bei stundenlangen Starkregen z. B.) Zum Glück kommen die UW-Pflanzen im Moment nur sehr langsam bei uns.

Unsere Zenn hatte einen Wasserhöchststand von 3m und war/ist randvoll, aber der Wasserstand fällt wieder.
Ich denke, am We wird bestimmt was gehen.... Hoffe auf ein paar Aale, ich brauche wieder welche zum Räuchern.... Werde am Freitag mal abends ab 19.00 bis Mitternacht einen Versuch wagen....

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Re: Bei Hochwasser alles anders beim Angeln?

Beitragvon Gruni » 22.05.2019 - 19:05

Na bis Freitag sollte das Schlimmste vorbei sein, ich drück dir die Daumen!
War eben nachem Büro kurz an der Nidda mal gugge, aber nö...
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110E9E44-8A40-4024-B4EF-25F9B9289826.jpeg (1.48 MiB) 467 mal betrachtet

Genau auf den Mist der da mitschwimmt hab ich keine Lust, bisde ja nur am Schnur freimachen oder Äste drillen.
Aber gib mal bitte nen Bericht wie es war, würde mich ja doch interessieren ob ich bisher doch zu früh aufgegeben hab und sich das evtl. doch lohnt! Weil schöne Aale und mittlere Welse haben wir hier auch.
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Re: Bei Hochwasser alles anders beim Angeln?

Beitragvon Dreamworker » 23.05.2019 - 9:10

Wasserspiegel ist seit gestern um 90cm gesunken, da wird wohl nichts mehr in die Schnur treiben...
Werde gleich morgen nach der Arbeit an die Zenn fahren, davor aber beim Metzger Mittag- und Abendessen holen.
Angelbericht(e) dann am Sonntag mit Bildern...

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Re: Bei Hochwasser alles anders beim Angeln?

Beitragvon Dreamworker » 24.05.2019 - 20:50

Ich sitze seit 2,5h an dieser eigentlich Top-Stelle, noch nichts. An der linken Rute habe ich ein 15-cm Gründling am Hakensystem auf Wels, Hecht und Zander liegen, an der rechten ein 7cm Fischchen auf Aal und Forelle.

Mein Kollege sitzt mir schräg gegenüber und hat immerhin auf Stinte 2 Döbel und ne 42er Bachforelle gefangen.. Dann noch eine kleinere mit 28, aber die schwimmt wieder im Fluß...
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Re: Bei Hochwasser alles anders beim Angeln?

Beitragvon Valestris » 24.05.2019 - 21:40

Dann mal Petri Heil, Fisch scheint ja zu beissen.
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Re: Bei Hochwasser alles anders beim Angeln?

Beitragvon Dreamworker » 25.05.2019 - 21:07

Ja, aber nicht nur in der Nacht sondern auch am Tage! Siehe Fangberichte "Zander".....