Erfolgreich angeln trotz Grundelplage?

  • In unseren Flüssen, Strömen und Kanälen ist sie Plagegeist Nr. 1: Die Grundel. Sie hat sich in den letzten 20 Jahren unheimlich schnell und so zahlreich ausgebreitet, das unsere Köder von ihr schon in kürzester Zeit attackiert und abgefressen werden. Egal, ob es Mais, Maden, Würmer oder Köfis sind, sie geht an alles!


    Wie können wir trotzdem einen vielleicht (fast) Grundelfreien Angeltag bzw. eine - nacht erleben?
    Welche Tricks und Kniffe kennt ihr?


    Nach meinen Recherchen im Netz ist die Grundel ein "fauler" Schwimmer ohne Schwimmblase. Sie hält sich vorzugsweise an Steinschüttungen auf, Schlamm- und Sandgründe meidet sie.
    Sie ist mehr Tag- wie Nachtaktiv und bildet Gruppen und Schwärme. Schon nach einem Jahr nach Schlupf kann sie sich schon vermehren...


    Das hört sich so an, das man beim Angeln z. B. in Kanälen nur die Steinschüttungen meiden muß und von den Grundeln in Ruhe gelassen wird, wenn die Köder nur in der Fahrrinne oder weit genug weg von den Steinen angeboten werden...


    Oder man angelt nur von Spundwandpassagen, ob man dort weniger von Gr. belästigt wird?
    Bringt es was, wenn man mit Auftriebskörpern auf dem Vorfach fischt?

  • Klar kannst du versuchen NICHT an der Steinpackung zu Angeln. Aber da gerade an der Steinpackung das größte Nahrungsangebot herrscht wirst du ausserhalb davon wohl kaum größere Fänge einsacken. Eine halbe Grundel knapp über oder an der Steinpackung ist eigentlich ein Garant für gute Raubfischfänge. Eine Popup-Montage wäre denkbar aber so grundliebend Grundeln auch sind, ich ahbe sie mit der treibenden Posenmontage auch schon 60 cm über Grund gefangen. Da hilft wahrscheinlich beim Friedfischangeln nur "Durchangeln", irgendwann beißen auch die Weißfische wieder :D


    Ich persönlich MAG Grundeln. An der Stippe ist immer Action und sie sind ein sehr guter Köder. Dieses Jahr werde ich das Experiment wagen und mir die größeren Exemplare mal für die Pfanne mitnehmen.

  • Ich habe beim feedern festgestellt, das ich weniger Grunduletten am Band hatte, wenn ich früh morgens vom Dunklen ins Helle gefischt habe. Da waren die Biester noch nicht sooo aktiv und die Weißfische hatten mehr Ruhe um sich am Futterplatz zu etablieren.
    Ich habe die Teile aber auch schon auf alles gefangen was man so an den Haken hängen kann. Hier auch absolut egal in welcher Tiefe. Die Grundeln zuckeln auch mal nen halben Meter nach oben um den Angler zu ärgern...


    Meiner Meinung nach hilft nur... DURCH FISCHEN ...

    Wir müssen eindeutig aufhören so wenig zu angeln !!!


    P.S.: Diese Info wurde auf 100% recycelten Datensätzen geschrieben und ist nach der Löschung sämtlicher Buchstaben und Zahlen erneut verwendbar.

  • Zitat von Argail

    Dieses Jahr werde ich das Experiment wagen und mir die größeren Exemplare mal für die Pfanne mitnehmen.


    Wirste nicht bereuen :-Q
    Bei uns ist die große Grundelschwemme inzwischen vorüber. Sicherlich gibt es die Burschen noch, allerdings nicht mehr in diesen rauen Mengen wie einst. Wahrscheinlich wurden sie von den Anglern weggefuttert.

  • Im Rhein sprachen einige Angler von einer Art "Seuche", die die Grundeln ausgedünnt haben sollen. Auch hier, wo man binnen Sekunden welche fangen konnte, ist es mittlerweile fast schwer geworden, eine zu erwischen. In der Ruhr hingegen wimmelt es leider noch von den Viechern und sie wandern das Flusssystem unaufhaltsam weiter aufwärts...

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  • Da ich im Rhein gerne auf Barbe, aber auch auf Zander fische, kenne ich die Grundel auch prsönlich. Letztlich kann ich mittlerweile einen Grundelbiss als solches erkennen. Deshalb mein Rezept: Beim Barbenangeln nicht über Grundeln ärgern, sondern rausholen und als KÖFI fürs nächtliche Angeln auf Zander behalten. Die nicht benötigten nehme ich, gut gekühlt mit heim u. friere sie als KÖFI - Vorrat ein. Auch mein Hund verschmäht eine frische tote Grundel nicht. 8)

  • Ich denke, das die Grundeln im Gewässer Schwerpunkte haben, wo sie massenhaft auftreten. Das können Schleusenbereiche (Strömung), Hafenumgebungen, Wendebecken und unter Brücken sein.
    Auf Strecke sind die Grundelpopulationen ausgedünnt, das dort evtl. nur sporadisch welche gefangen werden.


    Im Moment stehen sie wohl in den tiefen (weil wärmeren) Gewässerregionen oder Winterquartieren....


    Eins hätte ich allerdings noch gewußt: Woran kann man äußerlich Grundlweibchen von Männchen unterscheiden, sind die evtl. größer?

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