Prüfung

Moderatoren: Valestris, Onkel Tom, Derrik Figge, Moderatoren

Heiner Hanenkamp
Zander
Zander
Beiträge: 467
Registriert: 30.09.2009 - 2:25

Beitragvon Heiner Hanenkamp » 23.08.2013 - 3:27

Taxler hat geschrieben:
Es gibt Gewässerstrecken bei denen man einen separaten Fliegenfischerschein oder Spinnfischerschein vorweisen muss
um überhaupt in den Genuss einer der teuren Tageskarten kommen zu können.

Mir selbst ist bisher noch kein solches Gewässer untergekommen ... aber es soll welche geben



Gibt es. Mein Verein zum Beispiel hat eine Flussstrecke unter Pacht, an der man nicht angeln kann, ohne einen Fliegenfischer-Kurs mitgemacht zu haben. Aber das ist dann eben eine vereinsinterne Regelung.

Benutzeravatar
achimx
Zander
Zander
Beiträge: 729
Registriert: 20.08.2004 - 17:54
Wohnort: Augustfehn/Niedersachsen

Beitragvon achimx » 23.08.2013 - 7:37

Also darf man an dieser Flusstrecke auch nur Fliegenfischen?
Gruss,

Micha

Ich komme aus usA (unser schönes Ammerland)

Heiner Hanenkamp
Zander
Zander
Beiträge: 467
Registriert: 30.09.2009 - 2:25

Beitragvon Heiner Hanenkamp » 23.08.2013 - 8:10

Ja.

Benutzeravatar
Raubfisch-Fan
Zander
Zander
Beiträge: 666
Registriert: 04.07.2011 - 21:39

Beitragvon Raubfisch-Fan » 23.08.2013 - 17:04

Ach du Schei*e ! Ich bin gerade ein wenig schockiert wieviel manche für den Fischereischein bzw. das dementsprechende Zeugnis bezahlen mussten. Ist ja fast schon wie beim Führerschein ;).

Ich für meinen Teil habe lediglich eine moderate Grundgebühr und eine Prüfungsgebühr abzugeben gehabt. Die Stunden waren nichtmal Pflicht und die theoretische und die praktische Prüfung waren "deadeasy".
pro catch and release

Heiner Hanenkamp
Zander
Zander
Beiträge: 467
Registriert: 30.09.2009 - 2:25

Beitragvon Heiner Hanenkamp » 23.08.2013 - 18:56

So läuft das in Hamburg auch, kostet nicht die Welt. Stattdessen kann es aber eine Stange kosten, noch gute Gewässer zu ergattern. "Es lebe billig", hat eben auch so seine Schattenseiten. Denn am dünnen Ende stellt sich meist heraus, dass es dafür teurer wird an anderer Stelle - c'est la vie.

Benutzeravatar
MisterL
Zander
Zander
Beiträge: 339
Registriert: 28.02.2013 - 17:40
Wohnort: Aarbergen

Beitragvon MisterL » 23.08.2013 - 22:12

Mein Tipp:vergiss die Übungsbögen und lerne einfach die Fragen auswendig. Durch den Kurs bekommst Du zwar auch wichtige Informationen, aber das bringt Dich nicht durch die Prüfung. Ich habe mir in Hessen auch die Heintges Unterlagen gekauft. Ist zwar ganz nett, aber für die Prüfung viel zu umständlich. Lern die Fragen auswendig und höre bei den Kursen zu. Dann ist die Prüfung kein Problem
MisterL... und ne Buddel Rum!

Benutzeravatar
Tidi
Hecht
Hecht
Beiträge: 2707
Registriert: 07.07.2004 - 4:52
Wohnort: BECK'S
Kontaktdaten:

Beitragvon Tidi » 23.08.2013 - 23:16

Häh? Die Übungsbögen beinhalten doch die wichtigen Fragen.

Benutzeravatar
MisterL
Zander
Zander
Beiträge: 339
Registriert: 28.02.2013 - 17:40
Wohnort: Aarbergen

Beitragvon MisterL » 23.08.2013 - 23:34

Also, es gibt das blaue Buch mit den circa 600 Fragen. Am ersten Schulungstag sagte man uns, vergesst alles was ihr an Unterlagen habt und lernt die fragen auswendig. So hat's jeder gemacht und von 50 Mann ist keiner durchgefallen. Ich heiße das nicht gut sondern zeige auf, wie man am einfachsten die Prüfung schafft. Explizite Übungsbögen gab es bei uns gar nicht.
MisterL... und ne Buddel Rum!

Heiner Hanenkamp
Zander
Zander
Beiträge: 467
Registriert: 30.09.2009 - 2:25

Beitragvon Heiner Hanenkamp » 24.08.2013 - 23:24

Gibt's hier auch nicht. Man kriegt ein Heft, und hinten steht drin, welche Lösung die jeweils richtige ist. Läuft auf eine schlichte Auswendiglernerei hinaus, wobei ein nicht eben geringer Teil der Fragen so formuliert ist, dass die richtige Antwort sowieso klar ist, auch wenn man kaum einen blassen Schimmer hat. Wer das schwierig findet, der dürfte auch im sonstigen Leben so seine ernsthaften Probleme haben.

Die Prüfung ist ein Witz. Ein praktischer Teil würde sie ein wenig aufwerten.

Benutzeravatar
Tiedenspringer
Zander
Zander
Beiträge: 504
Registriert: 10.05.2020 - 23:11
Wohnort: Winsen/Luhe

Re: Prüfung

Beitragvon Tiedenspringer » 07.04.2021 - 23:06

Moin!

Einen Uraltthread zu finden ist insofern von Interesse um einmal nachzufragen was sich in den Jahren in den Bundesländern evtl. geändert hat.

Ich kann nur von Niedersachsen berichten und ein wenig von Hamburg (Kollege).

30 Pflichtstunden sind in NS und HH schon lange angesagt, ich hatte damals das Glück eine gute "Truppe" zu erwischen und wir waren mit allen Themen schon einen Tag früher durch, der letzte Tag spielte sich direkt am See des Vereinshauses ab. Fragen damals: 360. zu 6. Themengebieten, in der Prüfung jeweils ausgesuchte 10. Fragen zu je 6. Themengebieten, Praxis gehörte dazu (abgedekte Karte ziehen) und zum Zielfisch eine Rute plus Montage zusammen stellen. Ich hatte damals den Zander gezogen...Rute und Montage zum Spinnfischen - ging schnell. :D

Zweite praktische Prüfung war das waidgerechte töten eines Fisches, abschlagen, Herzstich und ausnehmen. Ich persönlich fand den Lehrgang recht gut.

Wie sieht es denn in den anderen Bundesländern aus? Klar, aktuell finden bei Vereinen keine Prüfungen in Gruppen statt - aber wie war es vor Covid?

Ich könnte das zwar alles googeln aber komprimiert würde es mir besser gefallen. ;)
Viele Grüße aus Winsen/Luhe
Olaf

"Angeln ist die unverdächtigste Form des Nichtstuns!" ;)

Colamann
Zander
Zander
Beiträge: 584
Registriert: 04.12.2018 - 17:32
Wohnort: Düsseldorf

Re: Prüfung

Beitragvon Colamann » 07.04.2021 - 23:47

NRW, Stand 2019:

Kein Vorbereitungskurs vorgeschrieben, entsprechend sind die Angebote hier unterschiedlich.

In der theoretischen Prüfung gab es ebenfalls je 10 Fragen aus 6 Fachgebieten und einen Katalog mit 381 Fragen.

Die Praktische Prüfung besteht aus zwei Teilen. Als erstes gilt es, 3 Fische anhand der Bestimmungskarte zu erkennen (also die Dinger, mit denen man auch übt). Keine Ahnung, warum das nicht ebenfalls Theorie ist ;)

Dann gibt es noch 10 Standardruten, die man bauen können muss. Sowas wie leichte Spinnrute, Feederute, etc. In der Prüfung bekommt man dann gesagt "bauen sie eine Fliegenrute zum Trockenfischen". Ich musste die in NRW wichtigste Rute bauen, die Brandungsrute :D Kunstköder muss man dabei montieren, Naturköder, Boilies etc. werden nur als Karte dazu gelegt. Die üblichen Paraphernalia wie Kescher, Messer, etc muss man auch dazu legen.

Benutzeravatar
Thorben
Zander
Zander
Beiträge: 642
Registriert: 28.11.2018 - 23:54

Re: Prüfung

Beitragvon Thorben » 08.04.2021 - 9:18

In Hessen gibt es noch immer keinen praktischen Teil in der Prüfung. Allerdings gab es zu meiner Zeit noch 30 Pflichtstunden bei einem Vorbereitungslehrgang in Präsenz. Bei diesem Lehrgang wurde am Ende ein Test mit einigen von den späteren Prüfungsfragen geschrieben. Den musste man bestehen, um die Zulassung zur Prüfung zu erhalten. Mein damaliger Ausbilder hat auch großen Wert darauf gelegt, einmal das Töten und Betäuben mit uns zu üben, auch wenn es in der Prüfung nicht vorkommen würde. In der Prüfung selbst würden dann jeweils 12 (?) Fragen aus den Themenbereichen Allgemeine Fischkunde, Spezielle Fischkunde I und II, Gewässerökologie und Recht abgefragt.

Heute kann das auch anders funktionieren. Hessen arbeitet mittlerweile mit Fishing King zusammen, man kann die Vorbereitung also auch online machen und muss dann nur noch zu zwei sogenannten Praxistagen, an denen dann einige Knoten gezeigt werden, etwas Tackle vorgestellt wird und auch das Werfen geübt werden kann. Ich hatte damals (schon nach meinem Fischereischein) das Glück bei meiner Bachelorarbeit an zwei solchen Praxistagen dabei sein zu können und fand das Prinzip ganz gut. Der klassische Weg wird aber weiterhin angeboten.

Benutzeravatar
Tiedenspringer
Zander
Zander
Beiträge: 504
Registriert: 10.05.2020 - 23:11
Wohnort: Winsen/Luhe

Re: Prüfung

Beitragvon Tiedenspringer » 11.04.2021 - 2:39

Thorben hat geschrieben:In Hessen gibt es noch immer keinen praktischen Teil in der Prüfung.


Das finde ich schon bedauerlich.

Das zusammenstellen einer dementsprechenden Rute zwecks Zielfisch lassen wir einmal dahingestellt was die Relevanz einer Prüfung angeht - mit völlig falschen Equipment fange ich nun einmal keinen Zielfisch.

Aber das praktische Lernen bezüglich waidgerechtes Töten eines gefangenenen Fisches finde ich schon elementar wichtig.

Nebenbei hatten wir in NS auch eine Stunde "Knotenkunde" in der Praxis - für viele Anfänger echt hilfreich.

Ich hatte das Glück vor Jahrzehnten vorab alles von meinem Onkel zu lernen.
Viele Grüße aus Winsen/Luhe
Olaf

"Angeln ist die unverdächtigste Form des Nichtstuns!" ;)