Mein 1. Angelcamp am Happurger Stausee

  • Guten Abend zusammen,


    bin heute das 1. Mal am Happurger Stausee, ein schönes, ruhiges Gewässer mit einem guten Fischbestand.
    Allerdings sollte man wissen, wenn man weiß, wo man Angeln will, wo der kürzeste Weg vom Park- zum Angelplatz ist...
    Bin fast halb um den See rum und habe wohl viel zu viel Zeug mitgenommen... Wollte bis Sonntag bleiben, aber morgen früh werde ich das Auto holen und es näher zu meinem Platz fahren.
    Echt der Wahnsinn, was so alles in einen Golf passt und auf 2 Transportwagen verladen werden kann...


    Jetzt sitze ich auf Aal, Hecht und Zander an, meine Gründlinge liegen nicht weit weg vom Ufer.
    Gewaltweitwürfe sind hier nicht nötig, da man sonst nur viel Kraut in der Leine und Montage hat.
    Ein bißchen gedeepert habe ich auch, mich hat interessiert, wie tief es an einem Bach Einlauf ist. Waren bloß um die 3m, ich bin von einer größeren Tiefe ausgegangen.
    Jeder, der in einem Mittelfränkischen Verein angehört, hat die Möglichkeit, eine Verbandskarte zu erwerben (oder eine Tageskarte). Mit der Verbandskarte kann man an diesem Gewässer 6x angeln.


    Muß jetzt mein Brolly aufbauen und mein Abendessen vorbereiten.
    Habe mir einen schönen Platz ausgesucht, mit viel Schatten bis nachmittags und Platz (mit jeder Menge Mauselöcher).
    Grade geht die Sonne unter und der See ist spiegelglatt...
    Ein paar Kollegen sind noch da, die haben sich gegenüber von mir am anderen Ufer wohl auch ein Camp eingerichtet. Hier ein paar Bilder, morgen stelle ich noch ein paar ein...

  • Wenn meine Getränke alle sind, muß ich sowieso packen.... Bis jetzt noch keinen Biß/Fisch, auch bei den Kollegen nicht. Langsam wirds Zeit fürs Frühstück.


    Habe schon nen Sonnenbrand... Im Sommer funktioniert das herausschwimmen mit den Montagen sehr gut!
    Hier nerven seit 8h die vielen Flugzeuge, die in Nürnberg starten und den See überfliegen (alle 15-20 min eins).

  • Hallo, Freunde,


    ich bin nun wieder Zuhause. War zwar ne ziemliche Materialschlacht, aber es haben sich so für mich auch neue Erkenntnisse ergeben. Zunächst habe ich an einem Transportwagen die Räder zu dicht nebeneinander montiert, so daß er hoch beladen, mehrmals gekentert ist. War sehr ärgerlich, das Gepäck bei 27 Grad in der Sonne erneut aufzustapeln. Dafür habe ich meinen Angelplatz gut ausgewählt: Ein Gebüsch spendete bis nachmittags Schatten und ein voller Mirabellenbaum leckere Früchte (warum der überhaupt noch welche trug, obwohl da jeden Tag - zig Leute vorbeikommen, hat mich echt gewundert).


    Gefangen habe ich das erstemal leider nichts, weder auf Köfi, Wurm, Made, Mais oder Mirabelle... Pose oder auf Grund, nichts brachte einen Fisch.
    Auch meine Kollegen, egal ob Ansitzler oder Spinnfischer, hatten kein Glück. Alle Angelplätze waren irgendwie gleich: Kiesiger, Schottriger Grund, der nur sehr langsam ins tiefere Wasser abfiel, kein Schilfgürtel oder andere Wasserpflanzen gab es am Ufer...


    Es kann an diesem See jederzeit passieren, das der Wasserspiegel um mehrere Meter fällt, wenn Wasser zur Stromerzeugung in ein höher gelegenes Staubecken gepumpt wird. Dann verbessern sich die Angelbedingungen und der Erfolg um fast 100%!
    Doch das ist allerdings recht selten der Fall. Ein Kollege, mit dem ich sprach, hat den See mal mit einem Echolot befahren und mir interessante Infos über Wassertiefen in den unterschiedlichen Seebereichen gegeben.
    Jedenfalls habe ich mit dem Deeper den Einlaufbereich eines Baches gescannt, was ich schon immer mal vorhatte. Interessante Grundstruktur und auch viele Fischkontakte.


    Aber: Sein Lager müsste man auf einer kleinen Wiese vor 2 Brücken aufschlagen, wo zwei Wege vorbeiführen.
    Also keine Ruhe am We zwischen 10 und 20 Uhr bei Badewetter!
    Hätte da mal meine Schnorchel-Ausrüstung mitnehmen sollen und mir die Grundstruktur (3m tief ca.) ansehen sollen... Beim nächstenmal eben....
    Naja, aus meinen gemachten Erfahrungen habe ich gelernt und werde vor bzw. beim nächsten Besuch einiges ändern (Montagen, Angelplatzauswahl und die Transporttechnik.
    Beim Angeln gibt es halt selten nur Konstanten, meistens nur Varianten!


    Alles in allem war mein Angelcamp jedoch keine Enttäuschung, sondern ein (zwar recht mühseliger) Schritt zur Informationsbeschaffung und evtl. mehr Erfolg beim nächsten Besuch!


    Für alle Geschichtsinteressierten: Der Happurger Stausee liegt im Tal, vor mir ein Berg mit der Burgruine Reicheneck, hinter mir das Doggerwerk und rechts von mir die Houbirg, ein keltischen Opiduum. Auf Tafeln rund um den See wird darauf hingewiesen.


    Hier noch 2 Bilder von meiner "Küche" und dem Mirabellenbaum, diese Früchte habe ich übrigens das 1.Mal dort in meinem Leben gekostet, waren zwar sehr süß und lecker, aber zuviel davon- ihr wißt ja, was dann passiert... :oops:

  • Wenn man nix fängt, muss wenigstens das seelische Gleichgewicht gesichert sein. Da kann die Küche gar nicht groß genug sein :rofl:

    Ich suche immer alte ABU Angelrollen, Kartons und Papiere sowie Werbematerial.
    Ich freue mich über Angebote aller Art per PN oder Mail. Danke

  • Zitat von Derrik Figge

    Wenn man nix fängt, muss wenigstens das seelische Gleichgewicht gesichert sein. Da kann die Küche gar nicht groß genug sein :rofl:


    Genau! Habe das Schneidern schon mit einkalkuliert und mir daher Steaks mit Bratkartoffeln und Mais als Beilagen gemacht.... Nehme das Teil zuhause auch zum räuchern, der Tischräucherofen wird einfach auf den Kocher gestellt und gut...


    Der Küchenschrank ist übrigens faltbar, nicht zu schwer und ist in einer dazugehörigen Tasche gut verstaubar.
    Der hat rechts unter der Abdeckung noch eine eingelassene, herausnehmbare Wanne für Koch- und/oder Abwaschwasser.


    Jedenfalls lieber so kochen, als mit nem Mini-Kocher auf dem Boden rumzukrebsen....

  • Zitat von rhinefisher

    Klar, wenn das Alles erstmal transportiert und aufgebaut ist, kann man damit prima kochen.
    Aber mal ehrlich; deine Gasflasche ist größer und schwerer als meine ganze Küche.. 8)


    Yo, die soll auch laaange halten! Hast ja recht, muß auch alles transportiert werden.... Da ich aber für 3 Tage 2x am Tag warm essen wollte, rentiert sich das auch. Zudem war es auch eine Generalprobe: Was alles passt ins Auto rein, - wie lässt sich alles transportieren und welche Verbesserungen sind unbedingt beim nächstenmal erforderlich?


    Habe früher mit Esbitkochern und einem einflammigen von Camping Gaz gekocht, das war aber bei Wanderungen und auf dem Campingplatz. Die Verpackungen der Esbitwürfel und leere CV 270 Gaskartuschen bedeutet aber wieder Abfall, den ich bei meiner wiederbefüllbaren Gasflasche nicht mehr habe, darauf kommt es mir als Angler eben an!

  • jetzt stellt sich nur noch die Frage: Warum fängt da keiner was?


    Ich selbst war im Juni mal dort mit der Spinnrute, bin einige 100 meter um den See hin und her gewandert, von 5 - 11 und Abends von 20 - 23 Uhr --> nüscht. Kein einziger Fischkontakt oder ähnliches. Vermutlich müsste man raus fahren per Boot, aber das ist ja nicht erlaubt.


    Einzig ein Brassen von ca. 15 cm länge hing an der Stipprute auf ein Maiskorn, das wars dann aber auch mit Mais-Erfolg.


    Mittags hab ich dann abgebrochen da sich Badegäste ganz dreist neben mich platziert haben und deren Hund sofort ins Wasser gestürmt ist und das Kind hinterher. Also ich bin ja verständnis und rücksichtsvoll, aber da wurde ja nicht mal gefragt, ob ich denn noch bleibe oder wie man sich arrangiert.


    Da ich den ganzen Tag bezahlt habe, sagte ich mir, probiere ich es Abends nochmal. Aber auch da - nichts.


    Übrigens zum Wasserstand: Der wird sich durch Stromerzeugung nicht ändern, das obere Becken ist seit mind. 5 Jahren abgelassen da undicht und keiner weiß wie es weiter geht. Und deshalb hat man dann auch die 2te Turbine (von 2) im Werk unten ausgebaut und abtransportiert. Früher war das wie Ebbe und Flut :) Seitdem ist auch das Baden am See erlaubt, was vorher verboten war.

  • Das habe ich auch von anderen Anglern gehört! Im Sommer haben auch andere Mehrtages-Camps bezogen, die
    wollten zwar Karpfen fangen, aber da ging gar nichts (an den Einläufen).


    Bei den einzigsten 2 Spinnfischern, die an mir vorbeigingen,, sah der Erfolg auch sehr schlecht aus....
    Wir alle waren der Meinung, das sich viele gute Fische im tiefen Wasser zwischen Bojenkette und Staumauer
    aufhalten!


    Da ist Ruhe, es wird dort nicht gebadet aber wir dürfen dort eben nicht angeln....
    Ich glaube, der Fischereiverband Mittelfranken hat keine Ahnung, das der obere See leer ist und das Turbine Nr. 2 ausgebaut wurde und schon seit langer Zeit schon kein Strom erzeugt wird....
    Eigentlich könnte die Bojenkette raus und die zu beangelnde Fläche dort erweitert werden!


    Muß mal den Verband anschreiben und die Sachlage mitteilen, vielleicht..... ab nächstes Jahr.... {ß*#

  • So, ich hab nochmal genau geschaut.


    Betrieb eingestellt wurde 2011. Seitdem ist es ein hin und her mit der Sanierung des Oberbeckens. Die Turbinen sind noch drin, da hab ich Blödsinn erzählt, aber die Generatoren wurden ausgebaut, da man sie woanders brauchen konnte. Ich erinnere mich düster an einen Zeitungsartikel der davon berichtete, aber ich finde ihn nirgends mehr im Netz :( Und die sind wohl auch nicht das einzigste was man ausgebaut hat...


    Hier aber ein anderer interessanter Bericht:


    https://n-land.de/lokales/happ…ecken-sanierung-erst-2019

  • Denke nicht, das das nächstes Jahr noch was wird, es muß ja auch erstmal eine Ausschreibung
    stattfinden, welche Firma die Arbeiten am billigsten ausführt....
    Dann kommt noch die Planung, definitiv bereitstehende Geldmittel und Auflagen der unteren Naturschutzbehörde dazu.... Das bedeutet eben viel Bürokratie, Genehmigungsverfahren, usw. usw.


    Theoretisch kann in der nächsten Saison zwischen Bojenkette und Staumauer geangelt werden, vorausgesetzt, der Fischereiverband und Eon werden sich einig.....

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