• Moin moin.. :)
    ich (eig eher so friedfischangler) wollte mal fragen ob sich im moment ein ansitz auf hecht lohnt.?
    am gewässer ist die raubfischpopulation eher unbekannt deshalb wollte ich mal ausprobieren was so läuft :)
    jz brauch ich eure hilfe..


    wo soll ich angeln.?
    habe einige gute stellen vom matchangeln oder feedern sprich kanten, seerosenfelder, hügel, löcher etc.
    wo lohnt sich da ein versuch.?


    montagenmäßig fällt mir grade die pose ein aber wie den fisch anködern.?
    fetzen oder ganz.? köfis bis 10cm oder evtl auch größer.?
    weil bei der brut ist das doch deren beuteschema oder.?


    sind i welche lockmittel erforderlich?
    man sieht ich bin ziemlich ratlos danko schon mal petri

  • Zitat

    habe einige gute stellen vom matchangeln oder feedern sprich kanten, seerosenfelder, hügel, löcher etc.


    Da würd ich bei Wind (auch wenn er nur leicht bläst) eine Segelpose einsetzen und mal in verschiedenen Tiefen den Köfi an diesen Stellen treiben lassen.


    Zitat

    fetzen oder ganz.? köfis bis 10cm oder evtl auch größer.?


    Du kannst ganze und auch größere nehmen.Den Köfi an der Seite mit dem Messer etwas einritzen.Erhöht die Lockwirkung.


    Zitat

    aber wie den fisch anködern.?


    Bei der Posenmontage den ersten Drilling in den Kiemendeckel und den zweiten im Bereich der Rückenflosse einhaken.
    Bei Bedarf für weitere Würfe kannst Du auch die Montage im Bereich des Köfis mit etwas Schnur fixieren.(Aber wickel ihn bitte nicht ganz in Schnur ;) )

  • an den von dir beschriebenen Stellen könnte sich ein Ansitz mit schwebender Posenmontage durchaus lohnen.


    Zur Anköderung:


    Einhaken-Vorfach: Eine Fluke des Drillings (1 bis 2/0) in den Rückenflossenträger des Köfis stechen, so dass er auf der anderen Seite wieder mit der Spitze herausschaut. Über diese bis hinter den Widerhaken ein kleines Stück Einweckgummi stecken. So kann der KöFi nicht abrutschen.


    Zweihaken-System (zwei Drillinge Gr. 2 bis 1/0):
    Oberen Drilling - wie beim Einhakenvorfach beschrieben - in den Rückenflossenträger und mit Einweckgummi-Stück gegen Abrutschen sichern. Unteren Drilling in den Kiemendeckel.


    Angeltiefe der Montage so einstellen, dass der Köfi, von der Pose getragen, im Mittelwasser schwebt.


    Immer 50-70cm langes Stahlvorfach von 9 oder 12kg Tragkraft verwenden - vorzugsweise nichtummanteltes 7x7er.

  • Hallo!


    Na ob es sich lohnt wirst Du wohl erst wissen nachdem Du es ausprobiert hast ;)
    Ansonsten würde ich es genauso machen wie meine Vorschreiber, Köderfisch mit zwei Drillingen, (Segel)-Pose und ab dafür. Die Höhen variieren, weil sich die Hechte mal "im flachen" und mal "im tiefen" aufhalten. Anfangen würde ich auch an den Seerosen, an vielen Gewässern ist das der Ort wo sich die Hechte gern aufhalten.

  • Pose ist immer gut, am besten den Köfi ca. 1m über Grund anbieten und einfach treiben lassen. Tipp bei Scharkanten: An die windzugewandte Seite des Sees setzen (dh du musst dich beim Pinkeln vom See abwenden), Kante überwerfen, und den Köder an die Kante treiben lassen, wo er sich dann gern ein wenig an die Kante schmiegen darf. Dann Schnurbogen entfernen (direkter Kontakt zur Pose und damit zum Köder ist immer hilfreich), Bügel auf und der Hecht kann (und wird) kommen.


    Noch ein Anköderungstipp für weite Würfe (sofern erforderlich):


    Ca. 50cm langes Stahlvorfach mit einem größeren Drilling am einen Ende (Gr. 2 aufwärts) und einer Schlaufe am anderen Ende (kein Wirbel) nehmen. Köfi zw. Nacken und Rückenflosse mit einer Ködernadel zum Schwanz hin aufziehen, Vorfach durchziehen, so dass das Ende beim Schwanz wieder herauskommt.
    Jetzt der Clou: Eine Drillingsfluke in den Nacken des Köfis stechen, Vorfach stramm ziehen. Jetzt ist der Köfi fest angeködert, und zwei Fluken des Drillings stehen frei. Der Hecht schluckt seine Beute idR. Kopf voran, also können die beiden Fluken sauber greifen.
    Wichtig ist bei Anköderung, dass man, nachdem man den Biss bemerkt hat, baldigst die Rute aufnimmt und die Schnur per Hand kontrolliert. Wenn der Zug am Ende der Leine energisch wird, hat der Hecht den Köder gut gepackt, und versucht ihn zu schlucken, erst jetzt ist es Zeit für den Anhieb.
    Wenn man sofort und ohne "Schnurkontrolle" anschlägt, läuft man Gefahr, den Biss zu verschlagen. Dieses "Fühlung aufnehmen" ist beim Raubfischfang mit Naturköder grundsätzlich zu empfehlen, bedarf aber etwas Übung.


    Dickes Petri fürs Ausprobieren!

    Gib einem Mann einen Fisch und er ist einen Tag satt. Zeig ihm wie man angelt, und du bist ihn jedes Wochenende los.

  • Ach ja, zur vieldiskutierten Ködergröße:


    Wenn du nicht so recht weisst, was da so herumschwimmt, rate ich Dir für den Erstversuch zu einem max. handlangen Rotauge (Laube, kleiner Brachsen, Barsch etc, was halt in dem See so herumschwimmt, geht natürlich auch). Das passt jetzt im Herbst sehr gut ins Schema, und damit ist neben einem vernünftigen Hecht auch jederzeit ein Zander drin.


    Dort wo die dicken Hechte leben (auf der Grünen Insel zB), werden, wie du vielleicht schon gehört hast, sehr gern Meeresfische (Hering, Makrele etc.) als Köder verwendet, weil sie geruchsintensiver und proteinreicher sind (sozusagen die Idee der Boilies auf Raubfisch übertragen). Solche Experimente kann man sich meiner Meinung nach ebenso sparen, wie teure Lockstoffkonzentrate, denn: Wenn auf den "heimischen" und unbehandelten Köder absolut nichts beisst, wechsle ich zuerst mal die Stelle, und nach dem dritten erfolglosen Versuch weiss ich, dass an diesem Gewässer entweder einfach keine Räuber zu Hause sind, oder meine Methode grundsätzlich danebengeht.


    Stellenwahl: Immer dort, wo bei den jeweils herrschenden Bedingungen (Jahreszeit, Windrichtung, Tageszeit etc.) Futterfische sind. Dürfte Dir als Friedfischangler also nicht schwer fallen. Wenn dort noch Strömungsschatten und Deckung herrschen, angelst du an einem Hotspot.


    Lektüre: "Hecht und Zander" von Hartmuth Geck.

    Gib einem Mann einen Fisch und er ist einen Tag satt. Zeig ihm wie man angelt, und du bist ihn jedes Wochenende los.

  • Ich habe es letzdens auf Karpfen abgesehen und bin daher mit Mais und Boilies ausgerüstet losgefahren.Gegenüber von mit saß ein Angler,der mit Köfi an der Pose in einem Seerosenfeld geangelt hat.Ich ging leer aus, der Mann gegenüber fing auch nichts erzählte mir aber noch das er gestern einen 80iger Hecht gefangen hätte.Ich weiß natürlich nicht ob das stimmt,aber es hörte sich glaubhaft an.

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