Fischen mit dem Belly Boat

So ein Belly Boat ist ein reines Spaßgerät. Gerade mit seiner Hilfe eröffnen sich sehr viel mehr Möglichkeiten beim Fliegenfischen (und auch bei allen anderen Arten des Fischens).

Man ist unabhängiger und flexibler in der Wahl der Angelstelle. Ob das auf dem heimischen Kiesloch, auf dem nächstgelegenen See oder Fluss oder an Nord- und Ostsee ist, man kann es überall einsetzen. Man kann auch Stellen, die nicht vom Ufer befischbar oder zu weit entfernt sind, erreichen. Zum Beispiel eine Schilfkante, die vom Ufer nur mit Wathose und langem Kampf durch den knietiefen Schlamm und allerlei Gestrüpp zu erreichen ist. Oder ein steil abfallendes Ufer an einen Bergsee. Es gibt fast nichts spannenderes als ein Drill eines kapitalen Fisches mit dem Belly Boat. Da kann es leicht passieren, dass man vom Fisch ins Schlepptau genommen wird. Weil man sich den Fischen sehr leicht und nahezu lautlos nähern kann, ist der Fangerfolg enorm. Ich glaube die Scheuchwirkung eines Belly Bootes ist so gering, weil die Fische den Angler nicht als Gefahr ansehen. Von unten sieht ein Belly Boat doch aus wie eine Fette Ente, oder nicht?;-) Man kann auch den Köder einfach hinter sich her schleppen. Tipp: einfach vom Wind treiben lassen.

Die Standardausrüstung hier U-Form“

Es gibt drei Typen von Belly Booten. Die klassische Ringform (O-Form), die U-Form und Katamaran-Boote mit zwei stabilen Kunststoffschwimmern. Letztere sind ziemlich teuer und nur auf windstillen Gewässern zu gebrauchen. So ein Boot kann schnell mal DM 1.500 kosten. Das ist aber nicht nötig und deshalb gehe ich auf diese Form auch nicht ein. Die beiden anderen Formen erfüllen meiner Meinung nach völlig ausreichend Ihre Zwecke und kosten nur 200 – 500 DM je nach Ausstattung und Hersteller. Das Ur-Belly Boat war wahrscheinlich nichts anderes als ein Schlauch eines alten Traktorreifens. Die O-Form hat den Vorteil, dass man hier bei höherem Wellengang wie ein Korken auf dem Wasser schwimmt. Der niedrige Schwerpunkt trägt auch zur Kippsicherheit bei. Wenn man die Füße (wie der Kiel eines Segelschiffes) nach unten hängen lässt, ist so ein Belly Boat absolut kippsicher. Die U-Form ist zwar etwas wackeliger, da man ja im vorderen Bereich keinen durchgehenden Schwimmkörper hat. Aber man muss sich bei den tiefen Sitzen (tiefer Schwerpunkt) schon ganz schön blöd anstellen um damit nach vorne überzukippen. Dafür sind diese Boote manövrierfähiger, man leichter ein- und aussteigen und sie haben einen geringeren Wasserwiederstand, was an einem Langen Angeltag Kraft spart. Belly Boote sind leicht im Kofferraum zu verstauen, wenn man die Luft herauslässt. Man sie sogar im Rucksack auf dem Fahrrad transportieren. Thema Sicherheit. Es gibt immer wieder Halbschlaue, die man bei Windstärke 5 auf der Ostsee auf Ihrem Weg nach Skandinavien aufgabelt oder mitten in der Fahrrinne der großen Pötte ihr Glück versuchen. Das muss nicht sein. Das ist LEBENGEFÄHRLICH. Wenn man sich auf großen Gewässern bewegt ist eine Schwimmweste Pflicht!! Sinnvoll ist auch ein Handy um im Fall der Fälle Hilfe herbeiholen zu können oder eine laute Trillerpfeife die man über dem Wasser sehr weit hört. Den Wetterbericht solltet ihr auch beachten. Gewitter sind äußerst gefährlich und ziehen in den Bergen unheimlich schnell heran. Beim Kauf des Belly Bootes ist darauf zu achten, dass es mind. zwei Schwimmkammern hat. Jedes andere lasst im Laden stehen.

Die Sache mit dem Haken

Die Schläuche der heutigen Boote sind mit einem soliden Material überzogen, in das ein Hacken nur sehr schwer eindringen kann. Sollte es doch passieren, lasst den Haken auf jeden Fall im Gummimaterial stecken und versucht auf dem schnellsten Weg das Ufer zu erreichen. Der Haken verstopft das Loch. Zieht man ihn heraus entweicht die Luft sehr viel schneller. Ich persönlich habe es noch nie erlebt, dass ein Haken durch das Obermaterial und zusätzlich durch das dicke Gummi gekommen ist. Wenn man das Boot richtig straff aufpumpt, prallt der Haken einfach ab. Also keine Sorge, hält man sich an die Regeln, ist eine Ausfahrt mit dem Belly Boat eine absolut sichere Sache.

Weitere Ausrüstung

Neben dem Belly Boat und einer Schwimmweste benötigt ihr Flossen, die man über die Watschuhe bzw. Füßlinge der Wathose ziehen kann. Hier kann man eigentlich nicht viel falsch machen. Je nach Gewässergröße kauft man kleine oder große Flossen. Große Flossen machen schneller müde,aber man kann damit besser gegen den Wind fahren und kommt schneller vorwärts. Mit kleinen Flossen ist man wendiger, aber langsamer. Eine Wathose hat eigentlich jeder Fliegenfischer. In der kalten Jahreszeit sollte man darunter warm angezogen sein oder Neopren wählen. Bedenkt, dass ihr bis zum Bauch im Wasser „sitzt“. Auch „oben rum“ ist eine wasserdichte und windabweisende Jacke zu empfehlen. Über einen Kescher, Hakenlöser und Maßband braucht man nicht viel zu sagen. Das hat auch jeder Fischer. Auch ein Anker (1-2 kg) kann bei plötzlich aufkommenden Wind sehr hilfreich sein um die Position zu halten. Man kann mit ihm auch die Tiefe ausloten und so fängige Stellen finden. Auf der See ist der Anker Pflicht!! England ist weit weg. Sehr hilfreich ist auch eine Pumpe für Autoreifen, die es für wenig Geld im Baumarkt oder an der Tanke um die Ecke gibt. Wer genug Platz im Auto hat, kann das Boot auch an der Tankstelle auf dem Weg zum Angeln aufpumpen. Fast alle Schläuche der Boote haben Autoventile. Jetzt steht dem ersten Angeltag mit dem Belly Boat nichts mehr im Wege. Doch! Hat ihr Boot schon einen Namen? Und eine Flasche Sekt beim ersten Stapellauf ist auch keine schlechte Sache. Viel Spaß dabei. Fragen beantworte ich gerne im Forum Fliegenfischen Von Thomas Vogt, vor Mai 2009


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