Meerforellen in Dänemark – der Wegweiser zum Ostseesilber

Meerforellen und Dänemark – zwei, die für jeden erfahrenen Küstenangler zusammen passen. Wir zeigen, wie und wo ihr bei den nördlichen Nachbarn Erfolg habt.

Eine prächtige Meerforelle aus Dänemark.

Dafür kommen wir nach Dänemark – eine große, blanke Meerforelle. Dieser Fisch wurde im zeitigen Frühjahr auf Fünen gefangen.

Die Geschichte der Meerforelle in Dänemark

Die Dänen starteten mit Beginn der Neunziger als erste mit dem Neubesatz von Meerforellen in Nord- und Ostsee-Zuflüssen. Insbesondere auf der Insel Fünen wurde viel bewegt, das „Havørred Fyn“-Projekt war hier Vorreiter und wurde sogar zum wirtschaftlichen Erfolg.

Fang von laichreifen Meerforellen in Dänemark, hier wird die Au befischt.

Der Fang laichreifer Meerforellen an einer Au auf Fünen. So begann die großartige Erfolgsgeschichte der inzwischen besten Meerforellenangelei weltweit. Foto: M.Wendt

Die Instandsetzung von Laichbächen und der gleichzeitige Besatz von Forellen zogen sich bald von Fünen über ganz Dänemark. Dementsprechend waren die dortigen Bestände vor denen in Deutschland wieder auf einem guten Wege. Schon Anfang der Neunziger sprach sich dies in einem zuerst kleinen Kreis von Anglern herum.

JungeMeerforellen werden in ihren Heimatbach in Dänemark gesetzt.

Junge Meerforellen, sogenannte Parrs, vor dem Besetzen in ihre neue Heimat. Wenige Jahre später kehren sie als kräftige, große Elternfische zurück. Foto: M.Wendt

Dank guter Öffentlichkeitsarbeit der Dänen waren es bald mehr und mehr Mefo-Begeisterte, die sich von Deutschland aus auf den Weg in den Norden machten. Die Fischerei wurde mit jedem Jahr besser und heutzutage gibt es mehr Meerforellen in dänischen Gewässern als je zuvor.

Dänemark – Einfach gut!

Drei schöne Meerforellen von der dänischen Küste.

An guten Tagen ist es durchaus machbar, gleich mehrere schöne Forellen auf die Schuppen zu legen. Viele verantwortungsbewußte Angler haben sich ein persönliches Entnahmelimit von drei Fischen am Tag auferlegt. Foto: J.Radtke

Inzwischen kann auch hierzulande wieder mit Erfolg auf die Wandersalmoniden gefischt werden. Doch etwas weiter nördlich gibt es noch immer mehr Fisch, attraktivere Angelplätze und wesentlich mehr Küstenstrecke, die für das Angeln auf Meerforellen richtig gut ist. Nicht ohne Grund fahren immer noch mehr deutsche Angler an die dänische als an die deutsche Küste. Doch nicht nur die Küsten und Fjorde sind ein Top-Angelrevier für Forellen, auch dänische Bäche suchen in Bezug auf Meerforellenaufstieg und Fangchancen ihresgleichen.

Das ganze Jahr

Durch die große Bandbreite von Angelplätzen kann in Dänemark das ganze Jahr hindurch auf Meerforellen gefischt werden. Während in der kalten Jahreszeit die vielen Fjorde und großen Buchten den Fisch anziehen, findet der Angler im Sommer reichlich produktive Plätze mit Strömung an der offenen Küste. Ein echtes Highlight ist die kurze Zeit, in der die Seeringelwürmer schwärmen. Erwischt ihr diese Phase, könnt ihr unglaubliche Sternstunden erleben.

Winterfische

Beginnen wir mit dem Januar. Die blanken Forellen stehen größtenteils in Förden und großen Buchten. Bevorzugt sollten jetzt Bereiche mit ausgesüßtem Wasser aufgesucht werden. Die Forellen mögen jetzt bei geringen Wassertemperaturen dieses weniger salzige Wasser, da die sonst nötige innere Entsalzung viel Energie benötigt. Eine einfache Regel lautet: Je kälter das Wasser ist, desto süßer mögen es die Forellen.

Eine schöne Meerforelle kämpft in einem dänischen Fjord vor den Füßen des Anglers.

Eine schöne Forelle hat im Fjord bei eisigen Temperaturen den Köder genommen. Wenn es so kalt wird, ziehen die Forellen in großen Schwärmen tief in Fjorde und Buchten, immer auf der Suche nach etwas Futter und Süßwasser. Foto: J.Radtke

Auch schlammige, nicht besonders attraktiv aussehende Bereiche können jetzt richtig Fisch bringen. Hierhin zieht es auch viele der abgelaichten Fische aus den Bächen zuerst. Diese sind zwar groß, doch sehr mager und somit nicht für die Küche geeignet. Daher sollten die Absteiger genannten Magermodels lieber zurückgesetzt werden.

Im östlichen Teil der Ostsee befindet sich ein weiteres klasse Winterrevier. Das Wasser hat hier einen geringeren Salzgehalt, das zieht jährlich besonders große und fette Blankfische an. Møn sowie Südseeland und vor allem Bornholm sind bekannt für die blanken Heringsfresser im Winter.

Eine tolle Meerforelle aus Dänemark – der Fisch biss auf Blinker.

Aller Arbeit Lohn: Die großen Blankfische stehen in einigen Revieren auch im Winter an der offenen Küste. Es erfordert allerdings viele Würfe und eine gehörige Prtion Ausdauer, um zum Erfolg zu kommen. Hier wurde der Angler auf Seeland mit einer feisten 62er belohnt. Foto: J.Radtke

Das Frühjahr – die Forellen drehen durch!

Mit steigenden Wassertemperaturen verlagert sich die Angelei mehr an die offenen Küstenabschnitte.

Drill auf einer Sandbank in Süd-Dänemark

Im Frühjahr ziehen flache Rinnen auf Sandbänken viel Fisch an. Hintergrund: Das Wasser erwärmt sich hier schneller – das mögen die Forellen. Foto: J.Radtke

Je nach Verlauf des Frühjahres finden sich immer mehr hungrige Forellen an den klassischen Meerforellenplätzen ein. Zu Beginn bringen noch die Flachwasserzonen und sogenannte Badewannen den Fisch, diese Plätze erwärmen sich etwas schneller. Später im Frühjahr sind Riffs und tiefere Küstenbereiche erfolgreicher.

Es wird warm

Steigt die Wassertemperatur über 15 Grad, verlagert die Forelle ihre Aktivität immer mehr in die Morgen- und Abendstunden. Erfolgversprechende Angelplätze ähneln denen im späten Frühjahr. Bei  Wassertemperaturen Richtung 20 Grad und darüber kann noch sehr erfolgreich gefischt werden, dann jedoch in der Dunkelheit und an Plätzen mit tieferen und/oder strömungsreichen Angelplätzen. Die großen Riffs und Landspitzen können dem fleißigen Angler jetzt echte Sternstunden bereiten. Die Mehrheit der Fische liegt über dem Maß bis zu einer Länge von knapp 60 Zentimetern und ist top konditioniert – super Küchenfische!

Der Herbst bringt Farbe

Ab August schon verändern die Forellen ihr Verhalten, sie werden am Tage wieder aktiver und ziehen in flacheres Wasser. Zu Beginn des Spätsommers sind die Morgenstunden am besten. Mit voranschreitendem Herbst verlagert sich die Aktivität der Fische nach hinten. In September und Oktober kann entspannt den ganzen Tag hindurch gefischt werden. Nur bei grellem Sonnenschein läuft es mitten am Tag nicht so gut.

Braune Meerforelle auf dem Weg in ihr dänisches Laichgewässer

So sieht ein Herbstbock aus – das ist eine männliche Meerforelle, die sich auf dem Weg zu ihrem Laichbach befindet. Solche Fische darf der Angler auch außerhalb der Schonzeit gern zurücksetzen. Foto: J.Radtke

Die Forellen ändern ihr Aussehen und bekommen eine bräunlichere Färbung. Jetzt sollte der gewissenhafte Angler mit Bedacht wählen, welche Fische er entnimmt. Sehr „bunte“ und dickbäuchige Weibchen sind schon voller Rogen und gehören zurück ins Wasser – auch vor Beginn der verpflichtenden Schonzeit!

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