Auswandern nach Dänemark: Die Natur an der Angel

Vor zehn Jahren zogen Johanna und Malte Mayrberger von Berlin nach Hvide Sande in der dänischen Kommune Ringkøbing-Skjern – nah an Nordsee und Natur leben sie ihren Traum von Familie, Beruf und Hobby. Hier erzählen sie, wie sie das Auswandern nach Dänemark erlebt haben.

Ein gutes Gehalt, pünktlich gezahlt, und Arbeitsbedingungen, die Platz lassen für ein Familienleben mit Kindern. Das sind die größten Pluspunkte, die das deutsche Ehepaar Malte und Johanna Mayrberger hervorhebt, wenn sie an ihren Umzug von der Großstadt Berlin in die Hafenstadt Hvide Sande in Dänemark denken. Und, ach ja – dazu kommt noch die Chance, ein eigenes Haus zu kaufen. Und die freundlichen, höflichen Menschen hier. Von der Großstadt in die Natur – und ans Meer. Größer hätte der Schritt für Johanna und Malte Mayrberger nicht sein können. Doch eigentlich war es ein ganz kleiner. Zehn Jahre ist es nun her, dass die beiden nach Dänemark auswanderten und einen Neustart in der dänischen Kommune Ringkøbing-Skjern gewagt haben.

Auswandern nach Dänemark - Hier geht’s nach Ringkøbing-Skjern

Auswandern nach Dänemark – Vom Urlaub ins eigene Heim

„Dass es Hvide Sande wurde, war eigentlich ein Zufall. Wir hatten im Sommer 2008 einige Tage Urlaub hier gemacht – und im Oktober 2008 zogen wir her. Nur so aus Spaß hatten wir kurz zuvor auch mit dem Dänischlernen angefangen, so wie wir früher auch schon einmal Japanisch gelernt haben. Wir haben vorher aber nie regelmäßig Urlaub in Dänemark gemacht. Und dass wir in ein anderes Land gezogen sind, war auch nichts, worüber wir so recht nachgedacht haben. Es ging auch alles sehr schnell“, unterstreicht Johanna.

Fremd fühlten sie sich nie: Wir sind einfach umgezogen. Unsere Familien hatten anfangs das Gefühl, wir wären in einen anderen Winkel der Welt gezogen. Dabei liegt Hvide Sande nur 250 Kilometer von der Grenze entfernt. Süddeutschland ist weiter weg. Tatsächlich hatten wir schon im ersten Jahr öfter Verwandtschaftsbesuch als in neun Jahren Berlin“, erinnert sich Malte.

Längst sind die beiden angekommen in ihrer neuen Heimat. Sie haben ein Haus gekauft, was in der Kommune Ringkøbing-Skjern weit günstiger ist als anderswo. Die Gemeinde ist mit 1489 Quadratkilometer die größte im Königreich und bezeichnet sich selbst gern als Dänemarks größter Arbeitsplatz: Hier gibt es mehr Arbeitsplätze pro Einwohner als in Städten wie Aarhus oder Odense. Arbeitergeber und Institutionen sind besonders familien- und kinderfreundlich – das freut nicht zuletzt Tochter Rea (5).

Malte ist glücklich mit seinem Job in einer Werbeagentur, Johanna ist bei einer Ferienhausvermittlung tätig. Weil die Work-Life-Balance in Dänemark kein Slogan, sondern gelebter Alltag ist, bleibt allen noch Raum für neue Herausforderungen. So macht Johanna gerade ihren Bachelor im Fach Tourismus. Malte genießt in seiner Freizeit die herrliche Natur Westjütlands und hat sein altes Hobby Angeln neu entdeckt und sich sogar damit selbständig gemacht: Auf seiner eigens entwickelten Website zum Forellenangeln in Put&Take-Seen informiert er deutsche Urlauber über Teichangeln in Westjütland. In Kürze soll aber schon ganz Dänemark abgedeckt sein.

Neues Lebensgefühl und Zeit für Hobbys. Die Mayrbergers haben ihr Glück in Dänemark gefunden. Foto: Kommune Ringkøbing-Skjern

Neues Lebensgefühl und Zeit für Hobbys. Die Mayrbergers haben ihr Glück in Dänemark gefunden. Foto: Kommune Ringkøbing-Skjern

Mehr Lohn zum Leben

„Ein Problem ist auch, dass die Löhne in Deutschland zu niedrig sind. Eine gelernte Friseurin etwa verdient nur 450 Euro im Monat. Ein Fabriksarbeiter rund 2.220 Euro”, sagt Johanna, die ferner anführt, dass Familien mit Kindern generell zu den Menschen mit den niedrigsten Löhnen gehören. Im Prinzip müssten diese vom Gehalt des Vaters leben, damit eine Mutter selbst auf die Kinder aufpassen kann. Aber um das Haushaltsbudget zu sichern, müssten Mütter oft drei, vier Minijobs zusätzlich haben.

Das Lohnniveau in Berlin war auch der Grund für Malte und Johanna, ihr Zelte in der deutschen Hauptstadt abzubrechen. Malte war Abteilungsleiter in einer großen, bekannten Werbeagentur in Berlin. Die Arbeit war spannend und voller Herausforderungen. Im Grunde hatte er auch ein angemessenes Gehalt. Dieses kam nur selten pünktlich auf sein Konto. In der Regel geschah dies erst nach mehreren Aufforderungen oder wenn er mal das Glück hatte, seinen Chef direkt zur Bank zu begleiten.

Johanna hatte eine Stelle als Geschäftsführerin in einem großen Berliner Buchladen. Sie war zufrieden mit ihrer Tätigkeit, entschied sich aber, zusammen mit Malte einen neuen Job zu suchen. Beide kommen ursprünglich aus kleineren Orten und wollten ohnehin nur vier bis fünf Jahre in der Großstadt leben. Daraus wurden neun Jahre – nach denen beide über Chancen auf dem Arbeitsmarkt im Süden oder Westen Deutschlands nachdachten. Andererseits wollten beide gern am Wasser wohnen. So wurde dann die Nordsee zum entscheidenden Kriterium dafür, dass das Paar nach Dänemark zog.

„Wir genießen es an jedem Tag, so nah am Meer zu sein”, sagt das Paar, das auch zwei Hunde hat, die das Ausführen in den Dünen und am Meer lieben. sagt Johanna Mayrberger. Ihr Haus im Hafen- und Urlaubsort Hvide Sande in der Kommune Ringkøbing-Skjern hat einen Garten und liegt nur wenige Schritte hinter den Dünen.

„In Deutschland hätten wir uns niemals ein Haus kaufen können. Man muss dort ja die Hälfte des Kaufpreises gespart haben, um einen Kredit für den verbleibenden Teil zu erhalten. Und selbst dann ist es sehr schwer, ja manchmal unmöglich, einen Kredit zu bekommen”, erklärt Malte. Und Johanna ergänzt: „Auf jeden Fall hätten wir damit nicht auch noch ein Kind haben können, Zeit für Freizeitaktivitäten, ein Auto und dazu noch Geld für Urlaub, wie wir ihn jedes Jahr machen.”

Am größten Fluss in der Kommune Ringkøbing-Skjern, dem Skjern Å, kann man wunderbar Fliegenfischen aber auch die Spinnrute findet hier ihren Einsatzzweck. Foto: Kommune Ringkøbing-Skjern

Am größten Fluss in der Kommune Ringkøbing-Skjern, dem Skjern Å, kann man wunderbar Fliegenfischen aber auch die Spinnrute findet hier ihren Einsatzzweck. Foto: Kommune Ringkøbing-Skjern

Auswandern nach Dänemark – Ein guter Ort für Kinder

Dänemark ist ein tolles Land für Kinder. In der Kommune Ringkøbing-Skjern gebe es zum Beispiel eine für arbeitende Eltern Garantie, dass ihre Kinder einen Platz in einer Kita oder Tageseinrichtung erhalten, unterstreicht das Paar.

„Hierzulande gibt es gute Kindergärten, die man bezahlen kann. Und überall gibt es spannende Spielplätze für Kinder. Wir werden auch nicht schief angeguckt, wenn wir mit Rea in ein Restaurant gehen. Viele Restaurants in Dänemark haben richtige Spielecken für die Kleinen. Dänemark ist wirklich ein guter Ort für Kinder”, sagt Johanna. Sie findet, dass Kinder in Dänemark eine ganz andere Stellung haben als in Deutschland.

„Dort dürfe man Kinder zwar sehen, aber nicht hören. Und als Frau sei es fast unmöglich, Karriere auf dem Arbeitsmarkt zu machen, wenn man Kinder haben wolle. Es gebe auch fast keine Akademiker mit Kindern. Zum einen arbeite man sehr viel. Oder man müsse sich mit einem weniger qualifizierten Job begnügen, wenn man als Frau aufgrund der Geburt in Mutterschutz gewesen sei. Auch wenn sich die Gesellschaft inzwischen darüber im Klaren sei, dass dies ein Problem ist, dauere es zu lange, wenn es beispielsweise um die Schaffung neuer Kitaplätze gehe”, sagt Johanna.

Spontaner Umzug

„Dass es Hvide Sande wurde, war eigentlich ein Zufall. Wir hatten im Sommer gerade einige Tage Urlaub in Hvide Sande gemacht – und im Oktober 2008 zogen wir hierher. Nur so aus Spaß hatten wir kurz zuvor auch mit dem Dänischlernen angefangen, so wie wir früher auch schon einmal Japanisch gelernt haben. Anders als viele andere Deutsche haben wir aber nie regelmäßig jedes Jahr Urlaub in Dänemark gemacht. Und dass wir in ein anderes Land gezogen sind, war auch nichts, worüber wir so recht nachgedacht haben. Es ging auch alles sehr schnell”, unterstreicht Johanna.

„Vielleicht war das aber auch genau richtig. Denn viele überlegen einen solchen Schritt oft so lange, dass sie ihn aus unnötigen Vorbehalten dann doch nicht wagen. Dann wird es oft zu kompliziert. Wir sind einfach umgezogen”, sagt sie und ergänzt, dass ihre Familien dafür umso besorgter waren, weil das Paar ins Ausland umziehen wollte.

„Sie hatten fast das Gefühl, dass wir in einen anderen Winkel der Welt umziehen. Dabei liegt Hvide Sande ja nur 250 km von der Grenze entfernt. Wären wir nach Süddeutschland gezogen, wären wir vielleicht 600 oder 700 Kilometer von zuhause weg. Wie gesagt, ich kann da keinen großen Unterschied erkennen. In Berlin wohnen fünf Millionen. In Dänemark wohnen auch fünf Millionen – nur leben sie weiter verteilt. Wenn wir zum Beispiel einen Ausflug nach Aarhus machen, dauert das im Grunde nicht länger als aus Berlin rauszukommen”, erklärt Johanna lachend.

Auch ein Familienbesuch in Deutschland ist beim Auswandern nach Dänemark nicht schwer. Genauso wie ihre Familien ganz leicht den Weg nach Hvide Sande gefunden haben. „Allein im ersten Jahr hatten wir öfter Besuch von unseren Familien als in den neuen Jahren in Berlin”, erinnert sich Malte.

Beide fanden einen Job und wanderten weniger Stunden nach Dänemark aus

Als die beiden nach Hvide Sande umzogen, ging wirklich alles sehr schnell. Malte kontaktierte im September 2008 etwa 15 Unternehmen an der Nordsee, die er übers Internet gefunden hatte. Die Rückmeldungen waren sehr positiv. Schon nach wenigen Tagen hatte er ein Bewerbungsgespräch in einem Unternehmen in Esbjerg. Kurz darauf war er zu einem Gespräch in Hvide Sande. Sowohl Malte als auch Appollo Media in Hvide Sande griffen gleich zu. Malte ist immer noch in der Firma angestellt.

Am 3. Oktober unterschrieb Malte seinen Arbeitsvertrag – sein Chef half ihm beim Antrag einer CPR-Nummmer – die Persönliche Identifikationsnummer benötigt in Dänemark jeder –, der Steuerkarte und beim Finden einer Mietwohnung in der Stadt. Johanna hat unter anderem Einzelhandelskauffrau gelernt und kann, wie sie selbst sagt, ein Geschäft führen und die verschiedensten Waren verkaufen.

Weil Johanna an diesem Tag auch dabei war, fragte sie als erstes im Haushaltswarengeschäft Inspiration in Ringkøbing nach einer Stelle – und wurde vom Fleck weg angestellt. Am liebsten hätte sie schon am Tag darauf anfangen sollen. Aber man einigte sich auf den 1. November. So blieben Johanna und Malte gut drei Wochen Zeit, um in Berlin in aller Eile alles zu organisieren – sie kündigten ihre Jobs, verkauften fast alle ihre Möbel und waren am 27. Oktober zurück in Hvide Sande.

Malte Mayrberger ist mehr als zufrieden mit seinem neuen Job in einer Werbeagentur. Foto: Kommune Ringkøbing-Skjern

Malte Mayrberger ist mehr als zufrieden mit seinem neuen Job in einer Werbeagentur. Foto: Kommune Ringkøbing-Skjern

Dänisch selbst gelernt

Weil sie nur wenige Worte Dänisch sprachen, verständigte sich Johanna anfangs mit einer Mischung aus Gesten, Grimassen, Englisch und Deutsch, als sie als Verkäuferin anfing. Und das auch noch im starken Saisongeschäft vor Weihnachten. Malte brauchte an seinem neuen Arbeitsplatz zunächst nicht viel Dänisch, da sein Chef selbst alle Kundenkontakte pflegte. Doch das Paar sah es als Herausforderung an, Dänisch zu lernen – und heute sprechen beide die Sprache fließend.

„Entscheidend war unser Eigenstudium. Und sicher auch, dass wir nicht mehr deutsches Fernsehen sahen. Wir guckten nur noch dänische Sender und damit auch ausländische Filme mit dänischen Untertiteln”, erinnert sich Malte. Und vor allem Johanna stürzte sich darüber hinaus ins lokale Vereinsleben, um die Sprache in der Praxis zu üben. So war sie beispielsweise bei einem Strickclub mit dabei und engagierte sich ehrenamtlich im Wikingermuseum in Bork Havn. Jetzt macht sie in Ringkøbing Yoga. „Ich war anfangs in einer Gruppe, in der alle ganz unterschiedliche Grundlagen hatten. Darum ging es besonders darum, gemeinsam zu sprechen. Für mich war das aber verschenkte Zeit, weil ich ja den ganzen Tag über mit Kunden redete. Ich wollte lieber mehr Grammatik lernen, um die Sprache besser zu verstehen. Das habe ich dann selbst gemacht”sagt Johanna, die es für wichtig hält, dass Neu-Dänen auch die Sprache lernen.

„Sicherlich kann man sich auch mit Deutsch oder Englisch verständigen, aber das wird doch schnell langweilig. Man wäre zum Beispiel nur mit anderen Deutschen zusammen. Dann ist die Gefahr, dass man Gesprächen am Arbeitsplatz nicht folgen kann, wo man doch etwa in der Mittagspause über alles Mögliche redet, über seine Kinder u.s.w.”

Flexible Arbeitsverhältnisse

Johanna entschied sich dafür, einen neuen Arbeitsplatz zu suchen, als das Kind kam. Nun arbeitet sie 31 Wochenstunden. Und die langen, späten Geschäftszeiten hat sie bei Westerland Feriehusudlejning in Søndervig gegen einen Job getauscht, der ihr an den meisten Tagen erlaubt, Rea früh aus dem Kindergarten zu holen. Es sei toll, dass es so gute Arbeitsbedingungen gebe, unterstreicht sie. Und Malte ergänzt, dass auch in seiner Firma eine positive Einstellung und die Möglichkeit zu Flexibilität herrsche, wenn er z.B. mit Rea irgendwohin müsse. Darüber hinaus genießen beide, dass Zeit für Freizeit- und Familienleben bleibt.

„In Berlin haben wir an Werktagen fast immer nur im Restaurant gegessen, weil wir bis spät am Abend gearbeitet haben und keine Zeit fürs Kochen daheim blieb”, sagt Malte. Bei ihrer Arbeit in der Ferienhausvermittlung profitiert Johanna beim Kundenkontakt von ihrer Muttersprache. Zu ihren Aufgaben zählt auch das Marketing. So war sie unter anderem schon auf Reisemessen in Deutschland dabei.

Malte arbeitet mit Webentwicklung und dem Design von großen und kleineren Webseiten. Seine Ausbildung als Grafiker kann er beim Entwurf von Printsachen, Anzeigen und anderem mehr anwenden. Am Anfang war es allerdings schwer, sich an die dänischen Arbeitszeiten zu gewöhnen. Am liebsten würde er immer noch seine Aufgaben ganz fertigstellen, auch wenn sich das nicht in der regulären Arbeitszeit machen lässt. Inzwischen hat er jedoch herausgefunden, wie er etwas flexibler arbeiten kann.

Genau das aber, dass viele Dänen äußerst pünktlich ihren Arbeitsplatz verlassen, hat auch Johanna anfänglich besonders gewundert. „Ich kann nicht so recht verstehen, dass man eine Aufgabe einfach unterbricht, obwohl es vielleicht nur noch fünf Minuten zu ihrer Fertigstellung braucht”, sagt Johanna. Sie lacht ein wenig über sich selbst, wenn sie erzählt, dass sie die Höflichkeit der Dänen manchmal immer noch irritiert, wenn sie mal effektiv sein möchte. „Ich sage schon manchmal Gib mir den Teller, wenn wir Mittagspause machen. Dänen würden dagegen viel höflicher Wärest du so nett, mir den Teller zu reichen sagen.”

Nach dem Auswandern nach Dänemark hat Malte Mayrberger wieder zurück zum Angeln gefunden. Foto: Kommune Ringkøbing-Skjern

Nach dem Auswandern nach Dänemark hat Malte Mayrberger wieder zurück zum Angeln gefunden. Foto: Kommune Ringkøbing-Skjern

Ich habe mich aber längst daran gewöhnt und finde auch, dass es schön und selbstverständlich sein sollte, beispielsweise an der Supermarktkasse Vielen Dank zu sagen, wenn die Kassiererin beim Einpacken hilft oder ähnliches. In Deutschland wird man in solchen Situationen fast schief angeschaut, wenn man sich bedankt. Die Kassiererin denkt dann vielleicht: Habe ich etwas falsch gemacht? Ich mache ja nur meine Arbeit.”, sagt Johanna, die erklärt, dass sie selbst die Höflichkeit und das große Vertrauen, dass die Dänen zueinander und zu Behörden oder öffentlichen Institutionen haben, sie positiv überrascht habe.

Malte nickt: „Hier in Dänemark haben wir ja ein großes Vertrauen beispielsweise zum Finanzamt. Es ist auch leicht, in Kontakt mit einer Behörde zu kommen. Man hat nicht wie in Deutschland Angst vor dem Staat – man ist Ämtern gegenüber sehr kritisch. In der Regel rechnen viele damit, getäuscht zu werden. Und oft gibt es viel Bürokratie.”

„Ganz am Anfang haben wir einmal einen richtigen Schreck gekriegt, als die Bank uns anrief und uns zum Gespräch ein lud. Wir konnten das nicht verstehen, waren aber sicher, dass wir irgendetwas falsch gemacht haben mussten. Dann aber wollten die Kundenberater uns nur die Möglichkeiten für einen Rentensparvertrag erläutern”, fügt Johanna hinzu.

Malte möchte noch etwas ganz anderes an Hvide Sande und Dänemark hervorheben: „Ein Einkauf fällt hier viel leichter! Die Auswahl an Lebensmitteln ist viel kleiner. Ich stehe nicht vor einem acht Meter langen Regal stehen, das von oben bis unten mit zig verschiedenen Sorten eingelegter Gurken gefüllt ist, dass ich mich gar nicht entscheiden kann. Hier gibt es vielleicht nur fünf bis zehn Sorten. Mehr halte ich auch für unnötig”, sagt Malte lachend.

Herausforderungen gesucht

Johanna und Malte sind Arbeit, Kind, Haus und die üblichen Freizeitaktivitäten nicht genug. Das Paar sucht ständig neue Herausforderungen. Es möchte gern Neues lernen. So macht Johanna gerade ihren Bachelor im Fach Tourismus an einer Fernuniversität in Deutschland. Aber sie überlegt schon, was danach kommen könnte.

Malte möchte gern in seiner Freizeit mehr von der herrlichen Natur Westjütlands genießen und hat deshalb sein altes Hobby Angeln wieder aufleben lassen. Weil Angeln aber nicht ganz preiswert ist und sich auch schwer mit der Familie vereinbaren lässt, hat er sich zunächst einmal aufs Forellenangeln in Put&Take-Seen konzentriert. In seiner Freizeit hat er sich sogar mit seinem Hobby selbständig gemacht, weil er herausfand, dass es zum Teichangeln im Internet viel zu viele veraltete Informationen gab. Darum hat er seine eigene Internetseite entwickelt, die sich an deutsche Urlauber wendet und anfangs vor allem hauptsächlich die Region Westjütland umfasst. Malte arbeitet aber weiter an der Homepage, die bald ganz Dänemark abdecken soll.

Fakten-Check Hvide Sande

  • Hvide Sande ist mit seiner einmaligen Lage zwischen Nordsee und Ringkøbing Fjord der perfekte Ort für alle, die nah am Wasser wohnen und leben möchten.
  • Hvide Sande ist eine Kleinstadt mit rund 3.000 Einwohnern. Besonders im Sommer liegt die Zahl der Urlauber deutlich höher.
  • Hvide Sande ist die fünftgrößte Stadt in der Kommune Ringkøbing Skjern, der größten Gemeinde Dänemarks.

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