Angeln in Polen

26. April, wir haben uns für 5 Uhr morgens verabredet. Wir das sind Hans, Uli und meine Wenigkeit. Es soll nach Polen, genauer gesagt in die Pommersche Schweiz an die Drawa gehen. Einige Gespräche auf der Jagd und Hund in Dortmund hatten mich auf die Idee gebracht, doch unser Nachbarland im Osten einmal zu Besuchen. Vieles hatte man gehört, insbesondere die Anstrengungen unserer Nachbarn bezüglich der Gewässerpflege und dem Lachs und Meerforellen Programm, dass diese Königlichen Fische auch in den Polnischen Flüssen wieder ein Leben ermöglichen sollen.

Die Anfahrt erfolgte über Berlin und von dort nach Küstrin, wo wir die Grenze nach Polen überschritten. Weiter ging die Fahrt in Richtung Danzig. Durch die Warteauen führte uns unser Weg. Einfach toll was man dort zu sehen bekam. Fast in jedem Dorf thronte ein Storchenpaar auf einem Telegrafenmast oder einem Schornstein. Unberührte Natur und Auenlandschaften begegneten uns. Kraniche standen auf den Wiesen, ein Bild das man bei uns in Deutschland schon lange nicht mehr sieht. Die Städte meist etwas trist und grau, doch voll Betriebsamkeit. Eine gut Ausgebaute Straße bringt uns unserem Ziel näher. Nach knapp 1000 km ist es geschafft. Wir sind im Nationalpark angekommen. Schnell haben wir unsere Unterkunft bezogen und haben die Angelscheine Organisiert. Eine erste fahrt führt uns an den Dravsko See aus dem die Drawa ihren weg nimmt. Hier gibt es Forellen, Hechte, Zander, Weißfische, Saiblinge und Coregonen(Renken, Felchen). Unverbaute Flusslandschaft inmitten eines Naturparks erwartet uns. Die Parkverwaltung hat entlang des Flusslaufs Biwakplätze eingerichtet auf denen man auch als Kanuwanderer Übernachten kann. Überdachte Tische und Bänke, Feuerstellen und Grillplatz werden von der Parkverwaltung gepflegt und saubergehalten. Was auffällt, ist der sehr gute zustand der Anlagen, selbst Feuerholz und ein Plumpsklo (Donnerbalken) sind vorhanden. Angelstege sind auch an manchen Stellen angebracht. Es kann einem beim Waten im Fluss auch schon mal passieren das man bis an die Knie im Ufermorast versinkt, aber ein geringer Preis für das Naturerlebnis. Glasklar schlängelt sich der Fluss durch den Wald, etwas unterhalb der Ortschaft Glusko befindet sich ein Kraftwerk. Hier wird der Fluss stark angestaut. Oberhalb des Wehres führt eine Holzbrücke über den Fluss und lässt uns auf eine Stromschnelle schauen in der Äschen wohnen. Unterhalb des Staus beginnt die eigentliche Äschen Strecke, da der Fluss sich hier auch durch Wiesen schlängelt. Im Oberen teil des Flusses vom See an abwärts ist Hauptsächlich Forellen Revier. Wir waren Ende April ca. 6 Wochen zu früh, zu dieser Zeit halten sich die Forellen noch im See auf und machen sich für das Frühjahr bereit. Erst mit dem Maifliegenschlupf kommen sie aus dem See und stellen sich im Fluss ein. Wir haben die Äschen in der Hauptsache mit Nymphen befischt und Gefangen, da durch die Witterung noch keine großen Eintagsfliegenschlüpfe stattfanden. Die Hässliche, sowie kleine Nymphenmuster in braun und Olive waren hier angesagt. Vorfachdurchmesser von 0,16 – 0,18 waren vollkommen ausreichend. Bei Sitnica fischt man in einem Wald. Sanfte Ufer begleiten den Fluss. Direkt am Biwakplatz ist das Waten sehr gut. Zu dieser Jahreszeit war der Fluss nicht Überlaufen, obwohl das bei der Befischbaren länge kaum möglich erscheint. Hier ist Forellen und Saiblingsrevier. Etwas Oberhalb des Biwakplatzes mündet ein kleiner Fluss, die Korytnica in die Drawa. Wir ließen es uns nicht nehmen diesen Fluss zu erkunden. Er darf mit der gleichen Lizenz befischt werden. Was uns dort erwartete war Wildnisfischen pur. Zum größten Teil nur auf Schusters Rappen waren die Angelstellen zu erreichen. Wunderschön schlängelt sich der Fluss durch ein Tal und durch Wald und Wiesen. Mäander gefolgt von tiefen Kurven und Kolken eingepackt in eine Unberührte Natur. In der Hauptsache Äschen haben hier ihr zuhause. Die Korytnica wird von einem See gespeist, sodass sie genau wie die Drawa, sehr langsam durch Regenfälle eingetrübt wird und sehr schnell wieder klar wird. Strenge Bestimmungen gibt es in Polen. So ist das Fischen an Gewässern in denen Salmoniden vorkommen, nur mit Kunstködern erlaubt. Es darf von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang gefischt werden. Auch das Leibliche wohl kommt nicht zu kurz. Ganz in der Nähe direkt an der Hauptstraße ist ein kleines Restaurant das von zwei Frauen geführt wird. Ich kann nur sagen, sie haben eine sehr gute Küche. Auch Hotels gibt es Rundherum. Einen Campingplatz sucht man vergebens. Aber selbst die Preise der Hotels halten sich im Rahmen. Ein Angeltrip in diese Region reißt kein großes Loch in die Kasse. Freundliche Menschen begegnen einem am Fluss. Man kann sich problemlos von seinem Fahrzeug entfernen, entgegen Landläufiger Meinung. Beim Fischen begleiten einen die Balzrufe der Kraniche die auf den Nahe gelegenen Wiesen ihr Quartier haben. Störche sieht man fast Überall und wenn man in der Dämmerung zur Unterkunft fährt begegnet man des öfteren Wildtieren, wie Dachs, Wildschwein und Reh. Wenn einem der Sinn nach Huchen steht, kann dieser auch befriedigt werden. Einige Kilometer weiter gibt es einen Fluss der Huchen hält. Man sollte auch bedenken das Meerforelle und Lachs in die Drawa aufsteigen, sie mündet neben der Paseta und einigen anderen Flüssen, in die nicht allzu weit entfernte Ostsee Einen Wermutstropfen gibt es. Kein Angelgeschäft in der näheren Umgebung, dass es einem ratsam erscheint sein Tackle von zu Hause mitzubringen. So ich hoffe ich habe euch liebe Leser, die Lust auf eine Reise gemacht. Bleibt uns gewogen und schaut euch die Bilder an, damit ihr vielleicht auch einmal an diesem Fluss fischt. Ich wünsche euch im voraus eine gute Zeit und dicke Fische…. Euer Fred!


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