Newsticker: Kleine E-Motoren in Mecklenburg-Vorpommern erlaubt

Nachrichten: Kleine E-Motoren in Mecklenburg-Vorpommern erlaubt +++ Zander in England als invasive Art gelistet +++ Neue Regeln fürs Wolfsbarschangeln

Weniger rudern, mehr angeln (und stochern): Der Einsatz von E-Motoren in Mecklenburg-Vorpommern ist demnächst auf vielen Gewässern erlaubt. Foto: T. Steinbrück

Bild: T. Steinbrück

Weniger rudern, mehr angeln (und stochern): Der Einsatz von E-Motoren in Mecklenburg-Vorpommern ist demnächst auf vielen Gewässern erlaubt.

Nachrichten, Hintergründe und Kurioses aus der Welt des Angelns. Stets informiert bleiben mit dem Newsticker von Blinker.de

Die aktuellsten Nachrichten im Überblick

  • Kleine E-Motoren in Mecklenburg-Vorpommern erlaubt
  • Niederlande: Fisch-Monitoring auf der Waal
  • England: Zander in Großbritannien als invasive Art geführt
  • Aktuelle Richtlinien für das Angeln auf Wolfsbarsch
  • Dänemark: Anglerverband kritisiert ungeregelte Entnahme von Hecht und Barsch
  • Mülheim an der Ruhr: Fische nach Dammbruch im Horbachtal gerettet

+++ Kleine E-Motoren in Mecklenburg-Vorpommern erlaubt +++

Gute Nachrichten für Bootsangler: Der Einsatz kleiner E-Motoren in Mecklenburg Vorpommern ist zukünftig erlaubt. Nach langen Diskussionen hat der Landtag den Weg Anfang der Woche frei gemacht und das Landeswassergesetz entsprechend abgeändert. Demnach stehen kleine E-Motoren gleichberechtigt neben Rudern.

E-Motoren in Mecklenburg-Vorpommern kommen nicht nur Anglern zugute

Ausnahmen von der neuen Regelung bleiben sensible Bereiche, in denen das Angeln ohnehin nicht erlaubt ist oder wo aus anderen Gründen kein E-Motor eingesetzt werden darf. Die neue Regelung über den Einsatz von E-Motoren in Mecklenburg-Vorpommern erleichtert nicht nur das Angeln, sondern kommt auch anderen Naturfreunden (wie z. B. Vogelkundlern) zugute. Sobald die Änderung im Gesetzesblatt veröffentlicht ist, was in den nächsten Wochen der Fall sein dürfte, können E-Motoren beim Angeln verwendet werden.

Quelle: SVZ

+++ Niederlande: Fisch-Monitoring auf der Waal +++

In einem Großprojekt wird in den Niederlanden auf der Waal der Bestand an Zugfischen überwacht. Neben den Fischen landet aber auch Plastikmüll in den Netzen, der immer mehr zum Problem wird.

Unsere niederländischen Nachbarn haben die Überwachung ihres Fischbestandes perfektioniert. Zum Beispiel wird in den kommenden zwei Wochen mit Zugnetzen in den Nachtstunden auf Lachs, Meerforelle, Neunauge und Schnäpel gefischt. Lästiger Nebeneffekt: Es geht auch viel Plastikmüll in die Zugnetze. Veranstalter dieser Bestandsüberwachtung ist Sportvisserij Nederland sowie die Fischerei Tholen. Die Untersuchungen finden auf der Waal im Zuge des Green Blue Rhine Alliance-Projektes. Diese deusch-niederländische Kooperative hat es sich zum Ziel gemacht, mehr über die Zugfische im Rhein zu erfahren.

Die Fänge sind vielversprechend. Schon in den ersten Stunden des Abfischens wurden ein junger Lachs, eine kleine Flunder und drei Neunaugen gefangen. Außerdem gab es viele andere Fischarten (insgesamt 35), die bis auf den europäischen Stör in die Netze gingen. Neben Fischen befand sich auch viel Kunststoff in den Netzen. Dieser reichte von Plastikfolien über Seile, Hartplastik und Hygienetücher. In Hochrechnungen haben Forscher der Radboud Universität ermittelt, dass so jedes Jahr 350 Millionen Plastikstücke ins Meer gespült werden.

Quelle: Sportvisserij Nederland

+++ Zander in Großbritannien dürfen nicht zurückgesetzt werden +++

Zander in Großbritannien leben gefährlich: Laut der aktuellen Gesetzgebung gelten die Räuber im Vereinten Königreich als invasive Art. Das heißt, sie dürfen weder besetzt werden, noch ist es erlaubt, sie lebend zurückzusetzen. Jeder gefangene Zander muss entnommen werden. Dies ist der Standpunkt der Environmental Agency (EA).

Bei uns ein beliebter Zielfisch, auf der Insel eine invasive Art: Zander in Großbritannien dürfen nicht zurückgesetzt werden. Foto: F. Pippardt

Bild: F. Pippardt

Bei uns ein beliebter Zielfisch, auf der Insel eine invasive Art: Zander in Großbritannien dürfen nicht zurückgesetzt werden.

Der Canal & River Trust, eine gemeinnützige Organisation, die sich dem Zustand der britischen Kanäle widmet, hatte sich dagegen für den Zander als Angelfisch eingesetzt. Die Fische sollten in den Kanälen der Midlands abwachsen und dort auch besetzt werden. Bisher konnten die Parteien sich auf keinen Entschluss einigen. Laut der EA geht es nicht nur um die Zander in Großbritannien allein, sondern um mehrere invasive Fischarten, die aber besetzt werden könnten. Eine Entscheidung wird zum Ende des Jahres erwartet.

Quelle: Canal & River Trust

+++ Aktuelle Richtlinien für das Angeln auf Wolfsbarsch +++

Seit einigen Jahren gelten für Angler an der Nordsee bzw. in Europa besondere EU-Regeln für das Angeln auf Wolfsbarsch. Für das Jahr 2021 gilt gemäß EU-Recht folgendes:

  • Seit 1. April bis zum Ende des Jahres 2021 gibt es keine Tagesfangbeschränkungen für das Angeln auf Wolfsbarsch. Es gilt allerdings ein Mindestmaß von 42 Zentimetern.
  • Vom 1. Januar bis zum 28. Februar 2021 galt ein vollständiges Entnahmeverbot, das gezielte Angeln auf Wolfsbarsch war nicht erlaubt. Gefangene Fische mussten unverzüglich und schonend zurückgesetzt werden.
  • Vom 1. März bis zum 31. März 2021 durften höchstens zwei Wolfsbarsche pro Angler und Tag entnommen werden. Auch hier galt das Mindestmaß von 42 Zentimetern.

Die Regeln für das Jahr 2022 stehen noch nicht fest. Es ist zu erwarten, dass der EU-Fischereirat am Ende des Jahres über eine Fortführung oder Änderung der Vorschriften berät.

Quelle: Fischereiamt Niedersachsen

+++ Dänischer Anglerverband kritisiert ungeregelte Entnahme durch Berufsfischer +++

Der Dänische Anglerverband (Danmarks Sportsfiskerforbund) hat in seinem aktuellen Newsletter die geltenden Gesetze zur Fischerei in Seen kritisiert. Die Fischer müssten demnach keine Fangquoten berücksichtigen, und es gebe keine Regeln gegen Überfischung. Dies werde sich langfristig negativ auf die Fischbestände auswirken.

„Wir halten die Gesetzgebung für nicht nachhaltig. Daher setzen wir uns dafür ein, dass sie geändert wird, damit gesunde Fischbestände in unseren Seen und damit auch gutes Angeln garantiert werden kann“, heißt es in einer Mitteilung. „Es gibt keine Beschränkungen, wie viele Netze in einem einzelnen See ausgelegt werden können. Außerdem können sie für 10 Monate im Jahr ausgelegt sein. Das Gesetz ist so schlecht, dass die Grundbesitzer den Fang verkaufen können. Solange es einen finanziellen Anreiz gibt, wird auch immer das Risiko bestehen, dass die Gelegenheiten vollständig ausgenutzt werden.“

Der Verbund fügte hinzu, dass die kommerzielle Fischerei im Jahr 2020 auf insgesamt sieben dänischen Seen praktiziert wurde. Die Fangergebnisse waren dabei vollkommen unterschiedlich: So fingen die Fischer im Mossø gerade mal 43 Kilogramm (!) Hecht und Barsch, während der Ertrag im Arresø dagegen enorme 21 Tonnen betrug. Auf einer Auktion wurden die Fische für ca. 950.000 Dänische Kronen (entspricht etwa 128.000 Euro) verkauft.

Quelle: Angling International

+++ Mülheim: Fische nach Dammbruch im Horbachtal gerettet +++

Nach einem Dammbruch im Horbachtal bei Mülheim (NRW) war der Wasserstand in einem der nahen Teiche so niedrig geworden, dass die Fische darin zu verenden drohten. Die Untere Wasserbehörde verständigte Tierretter, die mit zwei Einsatzfahrzeugen anrückten. Um die Rettung der Fische zu ermöglichen, stellte die örtliche Bauhaus-Filiale mehrere Fässer zur Verfügung, die die Retter mit Wasser befüllten. Dann begannen sie, die Fische (darunter einige große Karpfen) mit Keschern aus dem Teich zu retten. Insgesamt 60 Fische siedelten die Retter innerhalb von 5 Stunden in einen nahen Teich um.

Nach einem Dammbruch im Horbachtal mussten Tierretter mehrere Fische aus Teichen retten, darunter auch große Karpfen. (Symbolbild) Foto: A. Pawlitzki

Bild: A. Pawlitzki

Nach einem Dammbruch im Horbachtal mussten Tierretter mehrere Fische aus Teichen retten, darunter auch große Karpfen. (Symbolbild)

Wenige Tage später folgte ein weiterer Einsatz für die Rettungskräfte. Insgesamt 250 Fische drohten in einem Teich zu verenden, dessen Wasserstand erheblich gesunken war. Trotz Dunkelheit und Schnee gelang es den Helfern, zahlreiche Tiere sicher umzusiedeln.

Warum sich der Dammbruch im Horbachtal ereignete, ist noch unklar. Gerüchten zufolge soll es jedoch eine illegale Abzweigung am Lauf des Horbachs geben, der dem Teich normalerweise frisches Wasser zuführt.

Quelle: WAZ

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