Angeln mit Echolot: So findest Du Fische mit dieser Technik!

Wer sich ein Echolot zum Angeln zulegen möchte, steht vor einer großen Auswahl. Wie funktionieren die Geräte, und was müssen sie können?

Viele Angler setzen für die Jagd nach dicken Fischen auf die Hilfe von Echoloten. Die Anzeige ist leichter zu lesen, als es zunächst aussieht.

Bild: Garmin

Viele Angler setzen für die Jagd nach dicken Fischen auf die Hilfe von Echoloten. Die Anzeige ist leichter zu lesen, als es zunächst aussieht.

Vor allem beim Angeln vom Boot kommen heutzutage häufig Echolote zum Einsatz. Viele Angler nutzen sie bereits, um Fische besser zu finden und direkt zu befischen. Aus der internationalen Szene sind sie ohnehin schon nicht mehr wegzudenken! Die Auswahl an Echoloten ist dabei riesig: Es gibt sowohl kleine, günstige Geräte als auch absolute High-End-Modelle, die tausend Euro und mehr kosten können. Jedes dieser Geräte hat seine Berechtigung. Was aber wirklich nötig ist, entscheidet am Ende natürlich der Angler selbst!

Diese Arten von Echoloten gibt es

Um das Angeln mit Echolot richtig einzuordnen, muss man zunächst drei verschiedene Arten von Modellen unterscheiden:

  • das normale 2D-Echolot
  • das Down-Scan-Echolot
  • und das Side-Scan-System

Welche Vor- und Nachteile bieten die Echolote?

Das 2D-Gerät ist wohl den meisten Anglern aus der Vergangenheit bekannt. Es kommt mit einem schwarz/weiß oder Farb-Display – das Bild scrollt immer von links nach rechts und gibt mehr oder weniger zuverlässig die grobe Struktur, Bodenhärte und auch anwesende Fische im umgebenden Wasser wider. Die grafische Darstellung ist nicht sonderlich realistisch, lässt sich aber mit ein wenig Übung einfach interpretieren. Die Fische erkennt man anhand der Darstellung der Schwimmblase als sichelförmige Objekte, meistens als Punkt oder Strich.

In der amerikanischen „Bass Fishing“-Szene sind Echolote unverzichtbar. Aber auch unter Anglern hierzulande gewinnen sie immer mehr Beliebtheit. Foto: Garmin

Bild: Garmin

In der amerikanischen „Bass Fishing“-Szene sind Echolote unverzichtbar. Aber auch unter Anglern hierzulande gewinnen sie immer mehr Beliebtheit.

Angeln mit Echolot: So wird’s gemacht!

Einer der entscheidenden Tipps beim Angeln mit Echolot gleich vorweg: Schalte den Fisch-Alarm aus!

Mehr amüsant als erfolgsbringend wirken die Fischsymbole auf den Bildschirmen. Doch wer sich genauer mit dem Thema Echoloten beschäftigt, merkt schnell, dass es genau diese Funktion ist, die die Möglichkeiten beim Angeln mit Echolot einschränkt. Denn genau genommen wird jedes Objekt unter Wasser (aufsteigende Luftblasen, Kraut, Blätter etc.)  auf dem Display als Fischsymbol dargestellt. Daher unser Tipp: Lieber die Fischerkennung ausschalten und auf die Sicheln konzentrieren!

Stelle das Echolot lieber weniger sensibel ein

Auch das Einstellen der Empfindlichkeit ist eine besonders wichtige Funktion beim Angeln mit Echolot. Die richtige Herangehensweise der Profis ist Folgende: Auf dem Angelgewässer angekommen, sollten Angler erstmal die Sensibilität des Echolots auf das Maximum einstellen. Prompt zeigt das Display nun lauter bunte Störsignale. Danach regelt man die Sensibilität Schritt für Schritt herunter bis der Monitor aufklart und man nahe an die „Realität“ unter Wasser herankommt.

Mit der Wahl der geringeren Sensibilität sieht man zwar insgesamt weniger Fische auf dem Display – die großen Raubfische werden aber mit absoluter Sicherheit erkannt. Und darauf kommt es den meisten Anglern auch an.

Wie sehen Fischsicheln beim Angeln mit Echolot aus?

Zurück zum Reizthema „Fischsicheln“. Angler sollten damit rechnen, dass diese Sicheln unter Realbedingungen auf dem Wasser anders aussehen als in Prospekten und Werbung. Das hat vor allem mit der Geschwindigkeit und der Schwimmtiefe der Fische zu tun.  Dies hat Auswirkungen auf die Form der Sicheln – je nach Situation kann eine Sichel dann auch mal langgezogener erscheinen.

Die Bootsgeschwindigkeit beeinflusst die Darstellung

Ebenfalls nicht zu unterschätzen ist die Geschwindigkeit, mit der das Echolotbild sich bewegt. Die korrekte Darstellung der Sicheln wird von der zur Bootsgeschwindigkeit angepassten Chartspeed-Einstellung bestimmt. Je nach Fahrtgeschwindigkeit muss auch die Chartspeed-Einstellung angepasst werden. Wer das nicht tut, dem bringt auch das beste Echolot keine Fanggarantie! Dasselbe gilt natürlich, wenn man langsamer fährt. Auch hier muss die Geschwindigkeit des Bildschirms angepasst werden.

Deshalb ist auch die Sichellänge kein Maßstab für die Fischgröße. Viel eher ist die Masse der Sichelform ein Kriterium für die Größe des Fisches. Grundsätzlich gilt: Je massiver und dichter die Sichel erscheint, desto größer wird auch der Fisch sein. Ein großes Aber gibt es jedoch auch hier: Unerfahrene Angler können eine solche massive Sichel auch gerne mal für einen kapitalen Raubfisch halten, auch wenn es sich dabei um einen Schwarm von Beutefischen handelt. Wer unsicher ist, sollte sich die Bewegungen hier genau anschauen.

Hightech an Bord: Ein modernes Echolot kann einen Angeltag enorm bereichern – und erhöht die Fischausbeute! Foto: Garmin

Bild: Garmin

Hightech an Bord: Ein modernes Echolot kann einen Angeltag enorm bereichern – und erhöht die Fischausbeute!

Was sind CHIRP und Down-Scan?

Einen großen Vorteil hat man beim Angeln mit dem Echolot bereits, wenn man die Verhaltensweisen der verschiedenen Zielfische definieren kann. Entgegen der gängigen Meinung ist es nicht möglich, anhand der Sicheln auf dem Monitor verschiedene Fischarten zu unterscheiden. Gerade bei Raubfischen mit ähnlichem Verhaltensmuster ( z.B. Zander und Hecht) ist dies nahezu unmöglich. Nur einige fotorealistische (und oft teure) Modelle haben diese Funktion.

Für eine perfekte Darstellung der Unterwasserwelt kommt ein Sonar mit sogenanntem „Side Scan“ infrage. Ein grundlegender Vorteil: Das Sonar erfasst nicht nur einen kleinen Bereich unter dem Boot, sondern die Breite ist frei wählbar. Angefangen bei einer Tiefe von einem Meter zur jeweils rechten und linken Seite, bis hin zu unglaublichen 30 Meter jeweils seitlich sind nahezu fotorealistisch möglich. Gute Modelle können bereits ab 30 Zentimetern scannen.

Der „Blick unter Wasser“ lohnt nur in großen Gewässern

Wer riesige Seen abscannen möchte, der kommt bei der Suche nach dem perfekten Angelspot um ein fotorealistisches Echolot nicht herum. Sogenannte Down-Scan DSI-Modelle, die den Bereich unter dem Boot fotorealistisch darstellen, gewinnen deshalb an Bedeutung. Der Grund wird nahezu perfekt dargestellt – Fische werden allerdings nur bei guten Bedingungen ordentlich und realitätsgetreu abgebildet.

Wenn dies der Fall ist, zahlt sich der Down-Scan aber aus. Fische sind dann an ihren arttypischen Merkmalen bestens zu identifizieren. Torpedoförmig oder hochrückig – alleine diese Infos sind bereits entscheidend bei der Identifizierung der Fische.

Was tun, wenn alle Fische „verschwunden“ sind?

An manchen Tagen scheint es so, als seien alle Fische im Gewässer verschwunden und das Echolot spielt keine einzige Sichel auf den Monitor. Natürlich sind die Fische nicht verschwunden – in den meisten Fällen stehen (liegen) sie so nah am Gewässergrund, dass Echolote die Fische in die Bodenstruktur integrieren. Dem kann man mit ein paar wichtigen Einstellung entgegenwirken.

  1. Zoom ausschalten und Sensibilität aufdrehen
  2. Langsamer fahren und Chartspeed einstellen

Wer häufiger mit dieser Situation konfrontiert ist, sollte sich ein Echolot mit CHIRP-Funktion zulegen. Der sogenannte 3-Kanal-Chirp (low, medium und high chirp) kommt hier zum Einsatz. Der Vorteil: Chirp kann die getrennte Darstellung von dicht beieinander stehenden Objekten verbessern und separieren. Dadurch können Angler gleich zwei Probleme lösen – große Fische werden von Fischschwärmen unterschieden und Fische, die am Grund stehen werden vom Gewässergrund separiert und einzeln dargestellt.

Für dicke Fische: 5 knackige Tipps für das Angeln mit Echolot

Echolote sind Hightech-Geräte, die richtig eingesetzt werden müssen, damit sie uns wirklich helfen beim Angeln. BLINKER-Echolot-Experte Thomas Schlageter gibt 5 Tipps, die ihr beim Kauf und beim Angeln beherzigen solltet.

  1. Wer billig kauft, kauft zweimal: Billige Echolote stellen Bilder nicht realistisch dar.
  2. Leistungsstark kaufen: Je mehr Funktionen ein Echolot besitzt, desto besser die Fangquote.
  3. Gleichmäßig und konstante Geschwindigkeit beim Fahren für eine optimale Scrollgeschwindigkeit auf dem Bildschirm.
  4. Fisch-IDs immer mit Skepsis begegnen! Der Großteil der Fischsymbole sind keine Fische, sondern andere Signale unter Wasser, die das Echolot nicht richtig deutet.
  5. Je „fischleerer“ die Anzeige, desto hochwertiger das Echolot. Billige Echolote täuschen oftmals mit der Darstellung der „Fische“.

Garmin LiveScope Plus: Angeln mit neuestem Echolot

Wer all diese Tipps beachtet und die wichtigsten Fehlerquellen vermeidet, der wird Erfolg beim Angeln mit dem Echolot haben. Die entscheidende Frage ist nun, welches Echolot man sich zulegen sollte. Ein Blick auf das neuste Flaggschiff von Garmin kann helfen. Für Angler ist der Nutzen eines technisch herausragenden Echolots deutlich wichtiger als die Funktionsweise. Daher ist die Auswahl eines leistungsfähigen und vor allem ergiebigen Echolotes mehr als sinnvoll. Eine der führenden Marken im Bereich Echolote für Angler ist Garmin. Die neue LiveScope-Technologie des Unternehmens verspricht vor allem zwei Sachen: klare, hochauflösende Bilder und keine Täuschung! Aber erstmal zur Technik.

Das Garmin LiveScope Plus System mit LSV 34 Geber. Foto: Garmin

Bild: Garmin

Das Garmin LiveScope Plus System mit LSV 34 Geber.

Garmin hat sein Echtzeit-Echolot LiveScope stark verbessert! Mit dem Plus-System sollen nun noch klarere Bilder, weniger Störsignale, eine um 35 Prozent verbesserte Zieltrennung sowie verbesserte Auflösung möglich werden. Die Zieltrennung kann bis zu 35 Zentimeter bei einer Distanz von bis zu 30 Metern erreichen.

Der LVS34-Geber ist als Erweiterung für Dein LVS32-System erhältlich. Er verbessert die Bildqualität des Echolots noch einmal deutlich! Foto: Garmin

Bild: Garmin

Der LVS34-Geber ist als Erweiterung für Dein LVS32-System erhältlich. Er verbessert die Bildqualität des Echolots noch einmal deutlich!

Im Forward Mode wird alles angezeigt, was sich vor dem Boot und leicht darunter befindet. Der Down Mode zeigt alles unter dem Boot, im Perspective Mode gibt‘s eine Echtzeitansicht der Perspektive, mit der sich Fische im Flachwasserbereich finden lassen. Die Ansicht wird automatisch auf einem kompatiblen Garmin Kartenplotter aktualisiert. Durch die Stabilisierung des Kursreferenzsystems (AHRS) bleibt das Echolot-Bild auch bei rauen Bedingungen auf dem Wasser stabil. Auch die Bildschärfe wurde verbessert mit weniger Bildstörungen. Lebendige Farben lassen die Unterwasserwelt fast in echt auf dem Display erscheinen.

Der Geber lässt sich ganz einfach und flexibel montieren. Foto: Garmin

Bild: Garmin

Der Geber lässt sich ganz einfach und flexibel montieren.

So wird geliefert

Der neue LVS34-Geber zum Nachrüsten eines bestehenden LiveScope Systems ist gesondert erhältlich und lässt sich in ein bestehendes LiveScope System integrieren. Kompatibel mit Garmin Force Trolling Motoren und anderen Trolling Motoren. Halterungen für den Trolling Motor, den Schaft sowie für den Perspective Mode sind im Lieferumfang enthalten. Maximale Tiefe: 60 Meter. Montageoptionen: Trolling Motor oder Heckspiegel. Das gesamte LiveScope Plus System inklusive Blackbox und Geber LVS34 kostet 2.199 €*; der Geber LVS34 solo liegt bei 1.450 €*.

Weitere Infos finden Sie auf der Website von Garmin


12x BLINKER

+ BLACK MAGIC FEEDERSET

Cover der Angelwoche 12/2024: Karpfen

AngelWoche

AngelWoche ist die aktuellste und meist verkaufte Angelzeitung auf dem deutschen Markt. News aus der Industrie, aktuelles von den Angelgewässern, reich bebilderte, kurz und verständlich gehaltene Artikel, verbunden mit einer großen Themenvielfalt charakterisieren die AngelWoche.

Ihre FliegenFischen Ausgaben

in einem einzigartigen Nachschlagewerk

JETZT SAMMELN!

 

Sammeln Sie Ihre Ausgaben zu einem einzigartigen Nachschlagewerk!

Der neue KARPFEN 03/2024 – am Kiosk und online erhältlich!

Internationales Karpfenmagazin

ANGELSEE aktuell 03/2024 – am Kiosk und online erhältlich!

Das Magazin für Forellenangler

ANGELSEE aktuell ist das einzige Magazin im deutschsprachigen Raum für die stetig wachsende Zahl der Angler, die an Angelseen, auch Forellenteiche genannt, ihre Köder auswerfen.
Next Prev
Blinker
AngelWoche
FliegenFischen
Kutter & Küste
karpfen
ANGELSEE aktuell