SCHRITT 2: Suchen
Wenn Sie sich orientiert haben, ziehen Sie mit einer Spinnrute los. Vomrn Boot
aus, indem Sie schleppen. Vom Ufer aus, indem Sie wandern. Sorn suchen Sie das
Gewässer systematisch ab, lernen verschiedene Plätzern näher kennen und können
dabei auch noch fangen.
Verwenden Sie möglichst kleine Köder, die auch für Barsche interessantrn sind,
etwa Spinner, winzige Wobbler oder Twister. Der Barsch ist derrn beißfreudigste
Räuber. Je mehr Fische Sie fangen, desto deutlicher wirdrn das Bild, das Sie
von dem Gewässer gewinnen. Wo Barsche stehen, lauernrn fast immer Hechte, oft
auch Zander.
Beim Angeln mit sinkenden Ködern stellen Sie nebenbei fest, wie tief das Wasser
an welchen Plätzen ist. Testen Sie, wie lange Ihr Köder braucht, um einen Meter
zu sinken. Dann werfen Sie ihn aus und zählen mit, wie lange er bis zum Grund
unterwegs ist. Wo sind Löcher? Wo Barschberge? Bringt Ihr Köder Wasserpflanzen
ans Licht? Vielleicht ist das ein Platz, wo Hechte lauern. Klemmt eine Muschel
am Drilling? Wahrscheinlich eine nahrungsreiche Stelle, zum Beispiel eine
Scharkante.
Bewegen Sie sich zügig, so dass Sie eine große Strecke bewältigen. Etwas länger
verweilen sollten Sie nur an Plätzen, die Sie schon durch Ihre Beobachtungen in
der ersten Phase als interessante Reviere ausgemacht haben – oder an solchen,
wo Sie jetzt Hinweise auf Fischern entdecken.
Nach der zweiten Phase ziehen Sie eine Bilanz, bei größeren Gewässern mit
Gewässerkarte auf dem Schoß: An welchen Plätzen haben Sie die meisten Bisse
gehabt? Wo schien Ihnen das Wasser am lebendigsten? Und welche Zonen schienen
Ihnen eher wie tot?
SCHRITT 3: Konzentration
Somit sind Sie für die dritte Phase gewappnet. Jetzt dürfen Sie die besten
Fänge erwarten. Sie lassen die weiten Flächen, wo offenbar wenig zu holen ist,
einfach links liegen. Statt dessen konzentrieren Sie sich auf jene Plätze, die
sich beim Beobachten und beim Wandern mit der Spinnrute als die besten erwiesen
haben.
Zwei Möglichkeiten: 1. Sie steuern mehrere solcher Plätze mit der Spinnrute an
und fischen hier möglichst systematisch, diesmal mit verschiedenen Ködern, auch
größeren. Diese Angelei empfiehlt sich besonders auf Barsche und Zander. Sie
sind Schwarmfische, vagabundieren durchs Wasser. Wenn Sie mehrere Plätze
absuchen, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Sie auf einen Schwarm treffen.
2. Sie legen sich auf einen Platz fest und sitzen hier an, am besten mit auf
Grund gelegtem oder an der Pose angebotenem Köderfisch. Diese Angelei empfiehlt
sich auf Hecht. Meist hat er ein begrenztes Revier. Sie müssen genau jene
Minute des Tages abwarten, in der ihn wieder der Hunger treibt. Außerdem haben
Sie immer noch die Möglichkeit, an eine andere Stelle zu wechseln, falls sich
längere Zeit nichts tut.
Setzen Sie unbedingt Methoden und Köder ein, von denen Sie überzeugt sind. Zum
Beispiel Ihren Lieblingswobbler, der an Ihrem Hausgewässer nicht zu schlagen
ist. Oder einen Köderfisch an der treibenden Pose, sofern Sie mit dieser Methode
gewöhnlich fangen.
Zweierlei kommt jetzt zusammen: Sie angeln an Plätzen, wo mit großer Wahrscheinlichkeit
Raubfische stehen. Und Sie setzen Methoden ein, an deren Fängigkeit Sie nicht
zweifeln. So haben Sie Vertrauen in Ihre Angelei – und mit ihr die nötige Ausdauer.
Sie werden sehen: Die Erfolge stellen sich ein!
Malen Sie sich im Kontrast dazu aus, Sie hätten sich auf den erstbesten Platz gestürzt und auch noch zu einer unbekannten Methode gegriffen, die an dem unbekannten Gewässer angeblich fangen soll. Sie haben kein Vertrauen zum Platz, kein Vertrauen zur Methode, keine Ausdauer. Sie springen zum nächsten Platz, dort haben Sie noch weniger Vertrauen...