So wird das Texas-Rig geführt.
© R. Jahnke
Erfolgt kein Biss, wird der Köder nach einer kurzen Pause am Grund sehr
langsam mit kurzen Zupfern und Pausen dazwischen mit sanftem Schwingen
der Rutenspitze eingeholt. Die Kunst dabei besteht darin, Bodenkontakt
von Fischkontakt zu unterscheiden, denn die Bisse sind nicht immer
aggressiv und hart.
Das Texas-Rig funktioniert selbst dann noch, wenn das Gewässer
verkrautet ist. Es sammelt sich durch das spitz zulaufende Gewicht und
die verdeckte Hakenspitze nämlich kaum Kraut am Haken. Durch die
krautfreie Anköderung mit der im Gummi versteckten Hakenspitze wird die
Hängergefahr zwar nicht völlig ausgeschlossen, aber deutlich verringert.
Das war den Amerikanern wichtig, weil die flachen Gewässer der
Südstaaten fast immer extrem verkrautet und mit Holz gespickt sind.
Diese Strukturen beherbergen aber die besten Fische.
Das ist bei uns nicht anders. Überall wo Gestrüpp und Pflanzen im Wasser
sind, halten sich Fische auf. Mit einem korrekt montierten Texas-Rig
kann man tatsächlich dort angeln, wo sonst nur noch die Fische
hinkommen.
Rute ist wichtig
Die Rute gilt amerikanischen Texasrig-Fans als wichtigstes Geräteteil,
um das Rig korrekt zu fischen: Sie sollte 1,90 bis 2,10 Meter lang und
mittelhart bis hart sein, aber dennoch gefühlvolles Fischen ermöglichen.
Die Schnur sollte immer so fein gewählt werden, wie es vertretbar
erscheint. Auch die Rolle muss in Größe und Gewicht zum insgesamt feinen
Gerät passen.
Der Aufbau des Texas-Rigs ist simpel: Ein Gewicht in
Geschossform (bulletweight) wird auf das rund ein Meter lange
Monofilvorfach aufgefädelt. Darunter kommt eine Perle aus Glas,
Kunststoff oder Gummi zum Schutz des Knotens, mit dem der Haken
angebunden wird.
Wichtig ist, dass das Bleigewicht (neuerdings auch aus Stahl oder
Wolfram) so leicht wie irgend möglich ist. Von Einsteigern wird es
meistens viel zu schwer gewählt, was die Fängigkeit drastisch
verringert! Faustregel: In stehenden Gewässern reicht bei einer
Wassertiefe von fünf Meter ein Gewicht von fünf Gramm aus. Ist es
flacher, muss es noch leichter sein.
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