Dieser Zander war dem "Tanz auf der Stelle" nicht gewachsen und fasste entnervt zu.
© G. Schade
Ohne Gummiköder geht bei den Finesse-Techniken gar nichts. Man kann aber auch Gummi – nämlich Gummiband – bei der Montage von Dropshot-Rigs benutzen und erhält dadurch ein sogenanntes Bungee-Rig. Ähnlich wie das Bungee-Seil beim Bungee-Springen hat auch der Gummizug beim Bungee-Rig die Aufgabe, den Köder auf der Stelle tanzen zu lassen. Dabei wird das Blei nicht mitbewegt, selbst bei extremsten Aktionen nicht. Damit wird etwas möglich, was die Amerikaner als amazing spastic action bezeichnen. Zu deutsch wäre das eine "erstaunlich krampfige Bewegung".
Ein Rig für eng begrenzte Hotspots
Wie auch immer – es gibt tatsächlich Zeiten und Situationen, in denen dieses Rig dem klassischen Dropshot-Rig in all seinen Spielarten überlegen ist. Das ist zum einen der Fall, wenn sehr kleine, eng begrenzte Hotspots befischt werden sollen. Typische Beispiele für Angelplätze ohne Spielraum sind kleine Freiflächen zwischen Hindernissen wie versunkenem Holz, Pfählen und Booten, aber auch Lücken in Schilf und Seerosen.
Weitere Stellen, an denen der fangträchtige, fischhaltige Bereich nur sehr klein ist, findet man zum Beispiel im Strömungsschatten hinter Brückenpfeilern, in kleinen, tiefen Kolken oder in den eng begrenzten, tief ausgespülten Löchern hinter Buhnenköpfen.