Naturköder | Mais| 25.06.2009
Mais - Das goldene Korn
Es gibt kaum einen Süßwasserangler, der Mais nicht schon verwendet hat, und kaum eine Friedfischart, die nicht schon damit gefangen wurde. Das goldene Korn öffnet die Tür für reiche Fänge.
Diese Zährten fielen auf den Maisköder rein.
Mais ist ein echter Superköder: Er ist leicht zu beschaffen, hält stundenlang am Haken, kann ohne große Vorbereitung angefüttert werden, lässt sich aromatisieren und färben – und fängt (fast) immer. Karpfen mögen ihn ebenso wie Rotaugen und Brassen, Schleien und Rotfedern, Graskarpfen und manchmal sogar Teichforellen. Nur auf Raubfische und im Meer muss das goldene Korn passen.
Warum der Köder so fängig ist, darüber lässt sich bestens spekulieren. Liegt es an der maul­gerechten Größe, der auffallenden Farbe, dem süßlichen Ge­schmack? Besonders nahrhaft ist Mais nicht, denn im Vergleich zu einem Boilie beispielsweise ist der Eiweißgehalt verschwindend ge­ring. Dennoch gilt Hartmais als erstklassiger Karpfenköder.
Dosenmais gibt es in jedem Su­per­markt. Er kann direkt aus der Dose angeködert werden, wobei der Saft der Konserve zu schade zum Weg­kippen ist; er ist ein prima Aroma für unser Grundfutter. An­gebrochener Dosenmais ist nur maximal zwei Tage haltbar, kann aber eingefroren werden. Nach dem Auftauen sollte er sofort verbraucht werden.
Spezieller Angelmais aus dem Fachgeschäft ist nicht zum menschlichen Verzehr geeignet. Er ist in der Regel haltbarer, manchmal auf Grund seiner zusätzlichen Duftstoffe auch fängiger, aber natürlich auch teurer. 

Wenn der normale Mais an Wirkung verliert, hilft oft ein Umsteigen auf gefärbten Mais.
Mais ist in jeder Hinsicht ein einfach zu hand­habender Köder: Er lässt sich beliebig sowohl aromatisieren als auch einfärben. Dazu kommt der Inhalt einer Büchse Dosenmais in ein Sieb, damit der Saft schön abtropft. Anschließend gibt man die Körner in eine ­Plastikdose und setzt in der ge­wünschten Menge Boilie- oder Lebensmittelfarbe sowie Back- oder Boiliearomen hinzu. Lockstoffe sollten immer nur in der vom Hersteller empfohlenen Dosis zugegeben werden, eine Überdosierung schreckt eher ab. Nach dem Aromatisieren bzw. Färben wird die Dose dicht verschlossen und der Inhalt einige Minuten durchgeschüttelt, damit sich Farben und Aromen gut verteilen. Anschließend sollte der Mais die Möglichkeit bekommen, mindes­tens 24 Stunden im Kühlschrank zu ruhen, damit die Farben und Aromen ins Korn einziehen können. 
Mais - Ein Köder für Friedfisch-Experten
Reich gedeckter Tisch
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