Natürlich gefangen! Dieser Barsch nahm einen gezupften Gründling.
© Heinz Jagusch
Was muss ein Fisch tun, um als „Raubfisch“ zu gelten? Andere Fische fressen! Was muss ein Angler tun, um Raubfische zu fangen? Einen Fisch als Köder nehmen! Bis Ende der 1980er Jahre war der lebende Fisch die Nummer 1 unter den Ködern. Dann durchkreuzte der Gesetzgeber diese Rechnung – und viele Raubfischangler stiegen auf Kunstköder um.
Warum eigentlich? Gerade ein toter Köderfisch lässt sich in unzähligen Varianten anbieten: Man kann ihn am Grund auslegen, ihn mit der Spinnrute werfen, ihn mit der Segelpose auf die Hechtsuche schicken. Man kann ihn am Stück anbieten, ihn zu Fetzen schneiden oder seine Hautstreifen in der Strömung flattern lassen. Der tote Köderfisch ist natürlicher, vielseitiger und oft auch fängiger, als es die besten Kunstköder sein können.