Die Tiefen-Formel
Wer die Lauftiefe seines Wobblers richtig einschätzt, fängt besser. Wie tief ein Wobbler läuft, hängt vor allem von zwei Faktoren ab: von der Stellung und von der Form der Tauchschaufel. Wie diese Schaufel wirkt, lässt sich am „Hi-Lo“ von ABU zeigen, einem Klassiker unter den Schwimmwobblern. Seine Schaufel ist nicht fixiert, wie bei den meisten Wobblern, sie lässt sich in mehrere Positionen verstellen.
Aber welche Schaufelstellung führt zu welcher Lauftiefe? Ab einer Stellung von 90 Grad taucht der Wobbler nicht mehr. Je kleiner der Winkel ausfällt, je weiter die Schaufel gehoben wird, desto tiefer bohrt sich der Köder ins Wasser.
Für flache Gewässer und für Oberflächenräuber sollten Sie immer Wobbler mit einer (fast) steil nach unten ragenden Tauchschaufel kaufen. Aber auch für das bodennahe Angeln mit Vorblei sind solche Köder ideal. Sie laufen nur noch geradeaus, nicht mehr nach unten. So werden Hänger vermieden; lediglich das Blei schleift am Grund.
Die meisten Tieftaucher sind mit einer „großen Lippe“, mit einer fast tellerförmigen Tauchschaufel ausgestattet. Sie sorgt für eine hohe Wasserverdrängung und einen aggressiven Lauf des Köders (gut in wenig befischtem Wasser). Dagegen führen schmalere Schaufeln zu einem ruhigen Lauf (gut für stark befischtes Wasser).
Etliche Hersteller nennen die Lauftiefen ihrer Wobbler.
Tiefgang mit Anlauf
Die Tauchtiefe eines Wobblers hängt auch von der Angelentfernung und von der Schnur ab. Je weiter der Köder geworfen wird, je länger er also tauchen kann, desto tiefer läuft er. Eine dünne Schnur begünstigt den Tauchgang, eine dicke Schnur kostet Tiefe. Wer die Rute direkt übers Wasser hält, leistet Tauchhilfe. Wer sie hoch hält, liftet den Köder – was in der letzten Einholphase vor dem Ufer klug sein kann, um Hänger zu vermeiden.