Kunstköder | Boilie| 09.02.2009
Ohne Fleiß kein Preis - Boilies selbst gemacht
Viele Angler schwören auf selbst gemachte Boilies. So funktioniert die Eigenproduktion.
Das Zubehör für die Herstellung eigener Boilies.
Bevor man den dicken Karpfen nachstellen kann, muss erst einmal ein Vorrat an Boilies zum Füttern und Fischen angelegt werden. Um die Herstellung der „Wunderkugeln“ wird oft ein großes Geheimnis gemacht. Jeder Karpfenspezi hat ein Erfolgsrezept, das er hütet wie seinen Augapfel. Aber keine Angst, so schwer ist das Boilierollen gar nicht! Wenn man ein paar Grundregeln beachtet, kann jeder seine eigenen Boilies herstellen und damit Karpfen fangen.
Die Basis aller Boilies ist der Mix, der aus mehreren Zutaten zusammengestellt wird. Es gibt Unmengen an möglichen Ingredienzien zur Herstellung einer solchen Mischung. Hier werden nur ein paar mögliche Bestandteile genannt, die sich einfach aus dem Supermarkt oder dem Angelladen besorgen lassen. Als Grundlage für die Mischung eignet sich z.B. gemahlenes Vogelfutter mit hohem Kohlenhydratgehalt oder Fischmehl bzw. gemahlene ­Forellenpellets mit hohem Prote­inanteil. Hart- oder Weichweizengries ist ein guter Binder, Sojamehl hat einen nussigen Eigengeruch und sorgt für eine gute Rollbarkeit des Teigs. Maismehl ist preiswert und ein guter Kohlenhydratlieferant.
Viereckige Boilies sind leicht herzustellen und eignen sich besonders für Flüsse und steile Kanten.
Auch eckig ist fängig
Boilies müssen nicht immer rund sein. Wenn man in nicht allzu großer Entfernung oder vom Boot aus füttert, erfüllen auch eckige Boilies, die nicht so gut fliegen, durchaus ihren Zweck. Bei der Herstellung wird der Teig ausgerollt und mit einem Messer in Streifen geschnitten. Danach kann man Vierecke in der gewünschten Größe abtrennen. Die Boiliebrocken sind schneller herzustellen und haben gegenüber den Kugeln gewisse Vorteile: Beim Befischen steiler Kanten rollen sie nicht so schnell vom Platz und beim Flussangeln sind sie weniger anfällig für Strömung und den Sog vorbeifahrender Schiffe.
Fertigboilies sind eine Alternative zum mühseligen Boilierollen. Allerdings sollte Wert auf Qualität gelegt werden.
Fertige Kugeln
Wer keine Zeit hat, mehrere Stunden in der Boilieküche zu verbringen, oder den unangenehmen Gerüchen aus dem Weg gehen will, der kann auch mit Fertigboilies seine Karpfen fangen. Mittlerweile ist das Angebot an so genannten Readymades riesig: Es gibt sie in vielen verschiedenen Farben, Geruchsrichtungen und Preisklassen. Der Angler kann ganz nach seinem Geschmack (und dem des Karpfens) wählen. Man sollte sich allerdings vor zu günstigen Angeboten in Acht nehmen, denn hochwertige und frische Zutaten haben auch bei Fertigboilies ihren Preis.
Wissenswertes rund um Boilies
Der Weg zum eigenen Boilie
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