BLINKER-Fischlexikon
Fischlexikon

Wissenswertes über die Fische unserer Flüsse, Seen und Meere finden Sie auf diesen Seiten. Wir haben die Informationen für Sie so kompakt wie möglich gehalten. Alles Weitere finden Sie dann in den einzelnen Fisch-Steckbriefen. Haben Sie Anregungen? Bitte schicken Sie eine Mail an redaktion@blinker.de.

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Rapfen

Aspius aspius
englisch : ASP
französisch : ASPE
holländisch : ROOTBLEI

WACHSTUM
Rapfen gelten als schnellwüchsig. Schon im dritten Lebensjahr sind sie mit rund 35 Zentimetern (und ca. 1 Pfund) „erwachsen“. Sie behalten aber noch einige Jahre ihre schlanke Körperform. Ab mindestens 60 cm Länge werden die Fische deutlich bulliger und können als kapital gelten. Rapfen von mehr als 10 Pfund (und über 80 cm) sind ausgesprochen selten.

VORKOMMEN
Rapfen sind Fische der Ströme und ihrer großen Nebenflüsse. Bei uns sind sie seit jeher im Donau-Raum, in Main, Elbe und Oder zuhause, seit geraumer Zeit auch im Rhein und neuerdings im Ems-Gebiet. In einigen bayerischen Seen (Ammersee, Chiemsee u.a.) gibt es Rapfen im Mündungsbereich der Zuflüsse; in andere stehende Gewässer wurden sie mit Mischbesatz eingeschleppt. Rapfen sind empfindlich gegen Wasserverschmutzung. In einigen Bundesländern gelten sie als vom Aussterben bedroht und sind ganz (Thüringen) oder teilweise geschont (Niedersachsen und Sachsen-Anhalt: Fang erlaubt, wo Rapfen regelmäßig besetzt werden).

Weitere Infos im Steckbrief Rapfen

Regenbogenforelle

Oncorhynchus mykiss
englisch : rainbow trout
französisch : truite arc-en-ciel
holländisch : Regenboogforel
dänisch : regnbuŒrred

WACHSTUM
Wächst schnell ab, in zwei bis drei Jahren vom einsömmrigen Setzling auf ihre mittlere Größe: 30 bis 38 Zentimeter. Fische ab 3 Pfund gelten als groß, ab 6 bis 7 Pfund als kapital. In Forellenteichen sind ­Fische bis an die 20 Pfund möglich.

VORKOMMEN
Stammt aus dem Westen der USA. Wird seit 1880 in Europa besetzt. Bis vor kurzem der Besatzfisch: leicht zu züchten, billig zu kaufen und unempfindlich gegen Verschmutzung, Verbauung und Wärme. Hat die Bachforelle in manchen ­Gewässern zurückgedrängt. Heute in ganz Deutschland zu fangen, vor allem in Bächen, ­Flüssen und Stauseen, aber auch in Kanälen, in kommerziellen ­Forellenteichen und in Nord- und Ostsee (meist aus Netzfarmen entwischte Fische).

Weitere Infos im Steckbrief Regenbogenforelle

Renke

Coregonus lavaretus
englisch : whitefish
französisch : Lavaret
holländisch : Marene

WACHSTUM
Mittlere Größe: 25 - 30 cm
Kapital: über 60 cm (und 5 Pfund)
Die Renke kann bis zu 20 Pfund schwer werden – ­allerdings nur in nahrungsreichen Gewässern. Sie ernährt sich in erster Linie von Planktonkrebschen. Sind die dünn gesät, wächst die Renke langsam. 30 oder 35 Zentimeter gelten dann als Obergrenze.

VORKOMMEN
Die Renke fühlt sich wohl in den Seen der Alpen und der Vor­alpen. Vor allem der Bodensee ist
für seine Felchen ­bekannt. Doch auch die großen, ­tiefen Seen das Nordens werden von Maränenschwärmen bevölkert. ­Wobei die Kleine ­Maräne (Coregonus ­albula) anglerisch nicht interessant ist. ­Wanderformen, so der Nordseeschnäpel (Coregonus ­oxyrhynchus), ziehen zum Laichen aus der Ostsee in die Flüsse.

Weitere Infos im Steckbrief Renke

Rotauge

Rutilus rutilus
englisch : ROACH
französisch : GARDON
holländisch : BLANKVOORN
dänisch : SKALLE
Im Osten Deutschlands ist PLÖTZE die gängigere Bezeichnung.

WACHSTUM
Rotaugen wachsen langsam; ein Fisch von gerade 25 cm Länge kann schon über 10 Jahre alt sein.
Mittlere Größe: 10 - 25 cm; bei 30 cm Länge wiegt ein Rotauge ca. 350 g.
kapital: über 40 cm und 2 Pfd. Gewicht.

VORKOMMEN
Rotaugen sind neben dem Barsch wohl die am weitesten verbreiteten Fische in unseren Gewässern. In Flüssen und Kanälen sind sie ebenso häufig wie in Seen. Nur im Oberlauf unserer Bäche und in Hochgebirgsseen fehlen Rotaugen.

Weitere Infos im Steckbrief Rotauge


Rotfeder

Scardinius erythrophthalmus
englisch : RUDD
französisch : ROTENGLE
holländisch : RUISVOORN
dänisch : RUDSKALLE

WACHSTUM
Mittlere Größe: 20 - 30 cm; kapital: über 1 Pfd. Gewicht (35 - 40 cm Länge). Die schwersten bekannten ­Fische (über 4 Pfund) sind meist Hybriden ­(Kreuzung mit Brassen oder anderen großwüchsigen ­Cypriniden).

VORKOMMEN
Vor allem in großen Seen und Talsperren, aber auch in Teichen und ­Weihern sowie in den ruhigen Regionen der Fließgewässer (Brassenregion – Brackwasser). Rotfedern suchen die Nähe von Pflanzen (Seerosen, ­Tausendblatt, Schilf), seltener sind sie im Freiwasser zu finden. Im Winter ziehen sich die Schwärme in tiefes Wasser zurück.

Weitere Infos im Steckbrief Rotfeder

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