BLINKER-Fischlexikon
Fischlexikon

Wissenswertes über die Fische unserer Flüsse, Seen und Meere finden Sie auf diesen Seiten. Wir haben die Informationen für Sie so kompakt wie möglich gehalten. Alles Weitere finden Sie dann in den einzelnen Fisch-Steckbriefen. Haben Sie Anregungen? Bitte schicken Sie eine Mail an redaktion@blinker.de.

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Karausche

(Bauernkarpfen, Moorkarpfen)
Carassius carassius
englisch : CRUCIAN CARP
französisch : CARASIN
holländisch : CROESKARPER

WACHSTUM
Mittlere Größe: 15 - 25 cm
Kapital: über 2 Pfd. Gewicht (ab ca. 40 cm Länge). Das Wachstum der Karausche hängt stark vom jeweiligen Erbgut und Gewässer ab. Frohwüchsige Stämme sind am Ende des 2. Lebensjahres schon 15 cm lang, verbuttete Bestände mit 7 cm bereits „ausgewachsen“.

VORKOMMEN
Alle Gewässer bis ins Brackwasser. Die Karausche meidet jedoch kalte und schnellfließende Gewässer sowie große tiefe Seen. Sie gedeiht noch unter ungünstigsten Bedingungen in kleinsten Moortümpeln und kommt dabei mit einem Zehntel des Sauerstoffs aus, den eine Forelle benötigt. Beim Fehlen von Raubfischen neigt sie zu Zwergwuchs (Verbuttung).

Weitere Infos im Steckbrief Karausche

Karpfen

Cyprinus carpio
englisch : CARP
französisch : CARPE
holländisch : KARPER

WACHSTUM
Mittlere Größe: 40 - 60 cm
kapital: über 20 Pfd. Gewicht (ab ca. 75 cm Länge). Der Hitparadenrekord liegt bei 59 Pfd. (1996).
Das erreichbare Maximalgewicht hängt stark vom jeweiligen Erbgut, dem Nahrungsangebot und dem Gewässerklima ab. In den meisten heimischen Gewässern ist gegenwärtig bei 40 Pfund das Potential ausgereizt, einzelne Gewässer bringen jedoch Fische über 50 Pfund hervor. Der bisher größte mit der Angel gefangene Karpfen stammt aus der Yonne (Frankreich) und wog 74 Pfund.

VORKOMMEN
Alle Gewässer, jedoch in der Forellenregion nie, in der Barbenre­gion nur beim Vorhandensein ruhiger Flußabschnitte. In der früheren DDR sogar erfolgreicher Besatz im Brackwasser (Achterwasser bei Insel Usedom). In den meisten heimischen Gewässern vermehren sich Karpfen nur in besonders günstigen Jahren erfolgreich, ein guter Bestand ist daher von regelmäßigem Besatz abhängig.

Weitere Infos im Steckbrief Karpfen

Kliesche

Limanda limanda
englisch : DAB
französisch : LIMANDE
holländisch : SCHAR

WACHSTUM
Schollen und Flundern werden größer als Klie­schen. Meist bleiben die Fische unter 30 Zentimeter. Nur in Ausnahmefällen fängt man Exemplare von 40 Zentimeter Länge.

VORKOMMEN
Beinahe überall im nordwestlichen Europa in ­Küstennähe leben Klieschen. An einigen Stellen ist die Kliesche häufigster Plattfisch, so auch an Teilen der deutschen und holländischen Küste oder im Kattegat vor Dänemark. In der Ostsee nur im stärker salzhaltigen Teil verbreitet.

Weitere Infos im Steckbrief Kliesche

Knurrhahn

Grauer Knurrhahn: Eutrigla gurnardus
Roter Knurrhahn: Trigla lucerna
englisch : Tub; Red Gurnard
französisch : GOURNAUD
norwegisch : Knurr

WACHSTUM
Der Graue Knurrhahn ist kein Riese. Die Fische werden maximal 45 bis 50 Zentimeter lang. Die Durchschnittslänge liegt bei 30 Zentimeter, solche Fische sind dann knapp vier Jahre alt und wiegen um die 400 Gramm. Die rote ­Verwandtschaft, die man beispielsweise vor der norwegischen Küste gelegentlich am ­Haken hat, wird größer. Im Durchschnitt zeigen Rote Knurrhähne knapp drei Pfund an der Waage. Kapitale Exemplare ­werden bis zu 75 Zentimeter lang.

VORKOMMEN
Der Graue Knurrhahn lebt an fast allen ­europäischen Küsten mit Ausnahme der öst­lichen Ostsee. Häufig fängt man den auf­fälligen Fisch mit dem Panzerkopf in der südlichen Nordsee und rund um die britischen Inseln. Sein Verbreitungsgebiet reicht bis Süd-Island und in ­Norwegen bis über den Polarkreis hinaus. Sein Verwandter, der Rote Knurrhahn, ist nicht ganz so weit nordwärts verbreitet und fehlt auch in der Ostsee. Beide Arten mögen weichen oder gemischten und ruhigen Grund. Der Graue Knurrhahn ist in unseren Gewässern weitaus häufiger.

Weitere Infos im Steckbrief Knurrhahn

Köhler

Pollachius virens
englisch : COALFISH
französisch : LIEUNOIR
holländisch : KOOLVIS
dänisch,
norwegisch : SEJ

WACHSTUM
Mittlere Größe: Ufernahe ­Jungfische 30–50 cm.Durchschnittslänge erwachsener Köhler 65–70 cm, die Fische sind dann 5–6 Jahre alt und wiegen an die 10 Pfund. Kapitale messen über einen Meter, ­maximal 1,30 m. Rekordfische: 45 Pfund in Norwegen; 33 Pfund in Großbritannien.

VORKOMMEN
Der Köhler ist der Fisch des Nord­atlantiks überhaupt. Er liebt das kühle Meer von der Atlantikküste Kanadas bis zur Barentsee im Osten, Spitz­bergen, Island, Britische Inseln, Nordsee, im Süden bis zur Biskaya. Auch in Skagerrak und Kattegat und vereinzelt in der Ostsee fängt man Köhler. Jungfische leben küstennah, auch im flachen Wasser  zwischen Felsbrocken; die ­erwachsenenen Köhler ziehen auf das weite, tiefe Meer. Dort folgen sie den großen Herings- und ­Sprottenschwärmen. Ostseeköhler sind Jung­fische, die mit Einbrüchen von ­frischem Salzwasser aus dem Skagerrak in die Ostsee gekommen sind. Sobald diese Fische laichreif sind, wandern sie ab, da sie zum Laichen sehr salziges Wasser benötigen.

Weitere Infos im Steckbrief Köhler

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