Tipps und Tricks für bessere Fänge
In unserem Angellexikon finden Sie interessante und pfiffige Tipps und Tricks von A bis Z, die den Angleralltag erleichtern oder sogar bessere Fänge bescheren. Manche dieser Kniffe und Ideen sind wahre Klassiker, die schon unseren Großvätern bekannt waren, andere wiederum sind brandneu. Doch alle haben eines gemeinsam: sie sind in der harten Praxis am Wasser und in den Köpfen einfallsreicher Angler entstanden. Diese Sammlung wird ständig ergänzt und erweitert – regelmäßiges Reinschauen lohnt sich also!
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Haken
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Seinen Hakenschärfer bastelt sich unser Leser Helmut Heidelberg aus Bad Lauterberg zum Spartarif. Er besorgt sich dazu Nass-Schleifpapier der Körnung 400 und 500 bei einem Autolackierer. Von beiden Papieren klebt er je einen 1,5 Zentimeter breiten Streifen auf die beiden Seiten eines Balsaholzes. Das Holz bezieht Helmut Heidelberg als Abfall aus einem Modellbauladen. So entsteht eine Feile mit zwei unterschiedlich feinen Seiten. Mit der Körnung 400 kriegt der Haken den ersten Schliff, mit Körnung 500 bekommt er den letzten Feinschliff.
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Boilies
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Loch an Loch
Da hängen sie Loch an Loch und halten doch – sogar noch besser. Denn wer Boilies nach dem Kochen zum Trocknen mit der Nadel auf eine Schnur fädelt, kann sich später das Durchlochen mit dem Boiliebohrer sparen. Wenn man die Schnur aus den Boilies zieht, bleibt der Schnurkanal nämlich als Loch erhalten. Deshalb brechen die Boilies von der Leine auch nicht, im Gegensatz zu manchen anderen Kugeln, die mit dem Boiliebohrer traktiert werden. Auf die Leine muss man natürlich nur so viele gekochte Teigbällchen zum Trocknen hängen, wie man als Hakenköder verwenden will. Denn die Boilies zum Anfüttern brauchen schließlich keine Löcher.
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Kopflampe
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Helles Köpfchen
Herkömmliche Kopflampen zum Nachtangeln behagen nicht jedem Kopf. Denn einige empfinden eine um den Kopf gegurtete Lampe einfach als unangenehm, und andere möchten neben der Kopflampe auch noch eine Kopfbedeckung tragen. Diese Kombination ist aber eher unpraktisch. Die Lösung für Kappenträger ist eine kleine, leichte Clip-Lampe. Diese praktische Leuchte mit LED-Technik kann nämlich einfach am Schirm der Angelkappe angeklemmt werden. Sie bringt bei bequemer Trageweise reichlich Licht ins Dunkel. Ein Gelenk an der Lampe sorgt dafür, dass dieses Licht auch immer auf die richtige Stelle gerichtet wird.
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Streamer
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Schnellsinker
Jeder Forellensee hat seine Eigenarten. Mal gibt es Gewässer, in denen die Forellen sehr zur Oberfläche tendieren, dann wieder welche, in denen sie eher tief stehen. An einem solchen „Tiefsee“ durfte ich mir neulich einen Trick von einem Forellensee-Profi abschauen. Er fischte mit Streamer hinter der Wasserkugel und fing einen Fisch nach dem anderen. Ich fischte ganz ähnlich und fing nichts. Den Unterschied machte das Vorfach.
Es bestand aus 1 Meter 0,40er Monofil mit einem eingeknoteten Stück einer sinkenden Fliegenschnur von 40 Zentimeter Länge, und daran saß ein handelsübliches Fliegenvorfach mit einer Verjüngung auf 0,25 Millimeter Spitze. Vorfächer dieser Art hatte er stapelweise in seiner Sitzkiepe, so wie ein Matchangler dort seine fertig montierten Posen verwahrt. Ich war sehr beeindruckt. Die Fliegenschnurstücke erbettelt man sich bei einem fliegenfischenden Freund. Wenn er keine ausrangierte Sinkschnur hat, kann er vielleicht die hinteren zwei, drei Meter einer sinkenden Keulenschnur entbehren, denn die werden ohnehin nie ausgeworfen.
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Tiroler Hölzl auf billig
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Hölzernes Hölzl
Ein sogenanntes Tiroler Hölzl ist ein längliches „Stehauf-Blei“ für das Fischen mit Nymphen oder natürlichen Ködern in starker Strömung und über steinigem Grund. Meist besteht es heute aus einem Plastikschlauch mit eingegossenem Bleifuß. Das „Hölzl“ unseres Lesers Andreas Schulz aus Berlin trägt seinen Namen aber zu Recht. Es ist wirklich aus Holz, nämlich aus einem getrockneten Aststück, und damit besonders unauffällig. Hergestellt wurde es folgendermaßen: Als Einhänge-Öse hat Andreas Schulz eine winzige Ringschraube ins obere Ende des Aststückes gedreht. Dann schlug er eine Bleikugel mit dem Hammer platt und befestigte die Bleischeibe mit einer Holzschraube an der Unterseite des Hölzls. Die Herstellungskosten für ein solches Hölzl betragen nur wenige Cent. Daher kann man es auch problemlos an hängerreichen Stellen einsetzen.
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