Pro & Kontra
Weniger Vorschriften, mehr Erlaubnisse
Viele Angelvereine sind von gestern, und halten an längst überholten Vorschriften fest, meint Udo Martinz. Da braucht man sich über sinkende Mitgliederzahlen nicht zu wundern. Er plädiert für mehr Toleranz und Akzeptanz, damit die Vereine allen Anglern gerecht werden.
Sonnenuntergang heißt an vielen Vereinsgewässern: einpacken!
©O. Portrat
Das Angeln hat sich in den letzten Jahren rasant weiterentwickelt. Die Karpfenangler haben den Anfang gemacht und neue Methoden entwickelt. Mittlerweile haben auch die Raubfisch-Spezis nachgezogen und setzen auf moderne Techniken. Die Verantwortlichen vieler Angelvereine und auch einiger Landesfischereiverbände scheinen allerdings noch im Mittelalter zu leben. So zumindest erscheint es mir, wenn ich die Bestimmungen, oder besser gesagt Beschränkungen lese, die auf den Erlaubnisscheinen für die jeweiligen Gewässer stehen.
In meinem Verein durfte bis vor kurzem nur bis anderthalb Stunden nach Sonnenuntergang auf Hecht oder Karpfen geangelt werden. Hatte man eine Aal- oder Welsrute ausgelegt, durfte man den Köder immerhin noch bis Mitternacht im Wasser lassen.
Die Einhaltung dieser Regelung wurde von den örtlichen Fischereiaufsehern peinlich genau kontrolliert. Wenn man es sich auf der Liege unter einem Schirm gemütlich machen wollte, um die „verbotene“ Zeit bis zum Morgengrauen zu überbrücken, wurde man des Sees verwiesen: Das Nächtigen am Gewässer ist schließlich verboten. Diese Regelung ist nach langer Diskussion gekippt worden.
Aber es ist nichts besser geworden: Nun darf man zwar die ganze Nacht lang auf Karpfen angeln, aber ein Schlafsack, eine Liege oder gar ein Zelt ist nicht erlaubt. Man könnte ja einschlafen und die Ruten aus den Augen lassen. Dass es nicht ums Schlafen geht, sondern um ein gewisses Maß an Bequemlichkeit für die langen Stunden des Ansitzes, wird nicht akzeptiert.
Heutzutage ist es für Karpfen- aber auch Welsangler ganz normal, eine oder mehrere Nächte am Wasser zu verbringen, um einen Kapitalen an den Haken zu bekommen. Die Mehrheit der Angler verhält sich tadellos. Trotzdem halten die Verantwortlichen der Vereine an ihren überholten Regelungen fest und bevormunden ihre Mitglieder. Da muss man sich fragen, ob viele Angler auf diese Weise nicht sogar in die Illegalität gezwungen werden.
Bezeichnend finde ich das Verhalten der Landesfischereiverbände, die doch die Interessen aller Angler vertreten und in Streitfällen als Vermittler auftreten sollten. Aber stattdessen ist beispielsweise in der Verbandszeitschrift des LFV Bayern zu lesen, dass man gegen Angler, die sich am Wasser einnisten, mit aller Härte vorgehen solle. Ist es da verwunderlich, dass immer mehr Vereine über sinkende Mitgliederzahlen klagen und viele Angler zur Ausübung ihres Hobbys ins benachbarte Ausland abwandern?
Liebe Funktionäre, Angler sind erwachsene und verantwortungsbewusste Menschen. Eure Aufgabe liegt darin, die Angelei zu fördern und nicht, den Mitgliedern ihre Freizeitbeschäftigung mit unsinnigen und lange überholten Vorschriften zu vermiesen.
10.03.2010
Kommentar von Stefan Leißner
Man sollte die Regeln für die, die fair und waidgerecht mit den Fischen und der Umgebung umgehen lockern und die der Platzrowdies verschärfen. Die Gesetze sind aber meist nur die altbekannte deutsche "Vereinsmeierei"...
Kommentar von Werner Kleint
Hallo Leute
ich bin selber in verschiedenen Funktionen tätig und kann den Frust einiger Angler nur allzu gut nachvollziehen.
Restriktionen und Begrenzungen sollten von Vereinen sehr sorgsam abgewogen werden. An gesetzlichen Regelungen kann man kurzfristig nicht viel machen, Pachtverträge mit Behörden sind dann oft zusätzlich noch ein Problem.
Ich kann innerhalb der Vereine nur für offene Dialoge zwischen Mitgliedern und Vorstand plädieren.
Wir hatten bei uns vor Jahren noch z. B. eine Regelung zu Fangbegrenzungen pro Woche. Einher ging das dann noch mit dem Ausfüllen von eindeutigen Fangstatistiken. Seit wir die Begrenzung gekippt haben wird z.B. nicht wesentlich mehr gefangen und die Statistiken sind klaren und aussagekräftiger.
Pauschal sollte man allerdings die Vorstände nicht verteufeln, oft sind uns ungewollt die Hände gebunden.
Auf eine erfolgreiche Fischwaid nach dem langen Winter
09.03.2010
Kommentar von Markus
Hallole!Um vernünftigere Regeln
zu bekommen, müßen erst die ewig
Gestrigen aus den Verbänden
durch jüngere Semester ersetzt
werden,welche noch selbst mit
beiden Beinen am u.im Wasser
stehen u.mit den Bedürfnissen
von uns Anglern selbst ver-
traut sind.Wir brauchen nicht immer mehr dümmliche Regeln,
sondern ein verständliches
realitätsnahes Regelwerk,
welches dann auch kontrolliert
und durchgesetzt werden muß.
Ohne Kontrolle geht`s leider
nicht.(siehe russischer Rot-
augenkahlschlag von mir selbst
am Neckar beobachtet.)
Also stürmt die Verbands-
spitzen und besetzt sie mit
neuem Leben,sonst ändert sich
nie was.
Markus (Rincon)
05.03.2010
Kommentar von Marc
Gesetze sind dazu da, Idioten in die Schranken zu weisen !
Sehr geehrte Anglerkollegen und Blinker Leser !
Ob es hier speziell um Maßnahmen geht, in jedem Bundesland das Nachtangeln zu erlauben oder gegen überholte Regelungen vorzugehen (Fischereirecht ist Ländersache der Bundesländer), sei mal dahingestellt.
Ich möchte hier nur einmal die vielleicht andere Seite kundtun: ich bin aus meinem Angelverein (NDS - BRV) ausgetreten, weil sich andere Kollegen (langjährige Mitglieder) am Fischwasser wie die 'Axt im Walde'
benommen haben. Nicht was Müllverursachung oder übertriebene Gesetzestexte betrifft (generelles Kunstköderverbot vom 01.01. bis 01.06. des Jahres - ein Witz !), sondern weil sog. Angelkollegen (für die man die Beiträge mitzahlt) im Laufe des Jahres einen wahren Raubzug am Fischwasser veranstalten.
Wisst Ihr, wenn mir ein ehem. väterlicher Angelfreund und langjähriges Mitglied sagt, er hätte im ersten Halbjahr 2009 schon 97 Forellen mitgenommen, dann wage ich mal stark zu bezweifeln, daß er diese alle in sein Fangbuch eingetragen hat ! Dieser Mensch kann sich von mir aus seine Ehrennadel für langjährige Vereinsmitliedschaft in den A.... stecken. Es geht bei einem Fischwasser nicht nur um die Flora und Fauna, sondern vor allem darum 'was 'drin ist' ! Das bedeutet andererseits, vereinseitig auch mal einen 'guten Fisch' schwimmen zu lassen !
05.03.2010
Kommentar von David
schonmal nachgedacht für was solche sinnlosen Gesetze gemacht werden.
Das liegt doch ganz klar auf der Hand, man soll doch am besten gar keinen Fisch fangen, so spart sich der Vorstand die Besatzgelder und die Vorsitzeneden können sich dann vom Geld der mitglieder selbst feiern und um so mehr saufen.
ICH BIN SCHON SEIT JAHREN NICHT MEHR IM VEREIN.
Kommentar von Joachim
Hallo
Ich bin seit mehr als 25 Jahren
in einem Verein in Gladbeck. Da wir einige kleine Hausgewässer in unserer Stadt haben weiss ich wohl über diese Unsinnigen Verbote zu berichten und damit umzugehen gezwungener Maßen. Da gibt es die Fangbeschränkung die so eigentlich ganz ok ist aber bei uns muss man nach dem Fang eines Karpfens aufhören zu angeln. da hat man seine kurze Freizeit für einen schönen Angeltag eingerichtet und nach 10 Minuten liegt ein maßiger Karpfen oder Zander im Unterfangkescher. Das wars dann mit dem Angeltag am Hausgewässer. Weiterangeln auf eine Schleie oder anderem Fisch ist dann nicht mehr. Toller Angeltag.
In diesem Sinne
Viel Petri Heil
02.03.2010
Kommentar von Bernd Klemme
Einige Vorstände der Angelvereine scheinen tatsächlich nur noch aus herrschsüchtigen Funktionären zu bestehen. So gesehen bei einem Verein im Landkreis Bremervörde. Jedes Jahr ein paar neue Verbote, das beste, ein Angelverbot mit Kunstköder vom 1.1-1.6 eines jeden Jahres. Da ich nun leidenschaftlicher Kunstköderangler bin würde mir dieser Verein praktisch für ein halbes Jahr das Angeln verbieten. "Absoluter Bürokratenirrsinn".
01.03.2010
Kommentar von Mike
Hallo Zusammen,
ich kann mich über die Regel- und Gesetzgebung in deutschen Angelvereinen immer nur wundern. Wie es oben geschrieben steht ist es nicht verwunderlich, dass ich nur noch in den Niederlanden, in Irland und Spanien angeln gehe. Vor allem in den Niederlanden finde ich die simple und effektive Art wie das Angeln dort organisiert ist bemerkenswert. Auch wenn man sagen kann, dass das ja auch ein viel kleineres Land ist so kann man damit nicht wegdiskutieren was dort besonders gut geregelt ist: Angeln aus Freude und Leidenschaft!
MfG,
Mike
28.02.2010
Kommentar von Chris
Bei mir im verein ist das eig. sehr gut geregelt , die Jugend startet einmal im Monat eine Aktion zum säubern der Seen , bei uns ist es auch erlaubt Nachts zu Angeln , zu (übernachten) Zelte sind allerdings verboten .
28.02.2010
Kommentar von Andreas
Hallo zusammen,
also ich bin der Meinung das es immer schwarze Schafe geben wird. Aber man sollte auch überlegen ob es aufgrund dieser Schafe wirklich notwendig ist ein ganzes Bundesland unter solche Beschränkungen zu setzen. Immerhin funktioniert es in anderen Bundesländern. Und ich kann mir nicht vorstellen das die Badner und die Württemberger was dieses Thema betrifft schlimmer sind als andere. Und wenn ich höre das solche "Kaoten" bekannt sind, dann kann man gegen diese auch vorgehen. Immerhin gibt es ja diese Gesetze!!! Die gelten auch wenn andere Gesetzte (z.b. ein Nachtangelverbot) aufgehoben wird. Also ich hab Persönlich mit keinem Verbot solche Probleme wie mit dem Nachtangelverbot. Schonmaße und Schonzeiten sind wichtig und Sinnvoll und für mich nachvollziehbar, aber ein Nachtangelverbot ?!?
Gruß
27.02.2010
Kommentar von Erb. W
Hallo Freunde. Ich bin ganz euere Meinung. Die Gesetze sind veraltet, man sollte die Gesetze noch mall überdenken und auf die heutige Zeit ändern. Wir sind die Angler der Zukunft und nicht der Vergangenheit. Wir haben nicht um sonst die Fischereischeine gemacht, wir wissen sogar viel mehr, als die Angler vor 20 Jahren und nicht nur wie man den Fisch fängt, sondern auch den PH Wert des Wassers. Der Fisch muss sich auch wohl fühlen.
Ich bin ein Leidenschaftlicher Karpfenangler und alle die wo auf Karpfen angeln, wissen ganz genau, was es für eine mühselige warterei ist. Es dauert manch mall Tage, bis du einen Fisch fängst. Ich habe bei mir in der Gegend, mit meinem Freund, auf einem Karpfensee geangelt. Tageskarte kostet 30€, 3 Tage 60€. Natürlich haben wir die 3 Tage Tageskarte genommen, wir haben auch gefragt ob wir auch in der Nacht angeln dürfen. Der Besitzer meinte nur, von ihm aus ja.
In der ersten Nacht passierte dann folgendes. Es sind zwei Männer von der Fischereibehörde gekommen und haben uns rausgeschmissen. Wir sollten dann erst am nächsten Morgen wider zum angeln kommen. Ich frage mich nur für was wir das Geld bezahlt haben, für das Angeln oder damit wir unsere Sachen hin und her schleppen? Ich finde es sollte ein für alle mall geklärt werden, sonst verscheucht man bald alle Angler.
24.02.2010
Kommentar von Volker
Hallo,
ich finde die Regeln auch streng, aber leider nötig. Wenn jeder seinen gesunden Menschenverstand benutzen würde und Rücksicht gegenüber Anderen walten lassen würde, sind viele der Regeln überflüssig.
Ich selbst kenne einen Angler, der zwar seinen Fischereischein gemacht hat, aber sich selten an die Regeln hält. Da wird schon mal das fangfertige Angelgerät einfach unbeaufsichtigt im Wasser gelassen, oder tagelang ein Angelplatz mit Geräten blockiert. Das Nachtangelverbot gilt nur für Andere. Die Begründung ist, dass er dort angefüttert hat und kein Anderer einen Nutzen daraus ziehen darf.
So wurde ein guter Angelplatz quasi unbrauchbar gemacht.
Gruß
24.02.2010
Kommentar von Christian
Hallo,
leider sind mir Vereine bekannt, die ihre Gewässer zum Teil f. Monate selbst sperren, nur weil sich Vereinsmitglieder/Angler wie die Axt im Walde verhalten & ihren Müll am Gewässer hinterlassen haben. Schade aber ist so. Auch wenn es nur wenige sind die hierfür verantwortlich sind, so müssen doch wir alle unter diesen leiden ......
Gruß
23.02.2010
Kommentar von facet
Ihr sprecht mir aus der Seele!!
Macht das zum großen Thema damit die Leute endlich AUFWACHEN!!
18.02.2010
Kommentar von Andreas Heinen
Hallo liebes Blinkerteam,
ich finde die Beschränkungen und Verbote auch total überholt. Ich habe mich vor kurzen mit dem Thema auseinander gesetzt vor allem was bei uns in Baden-Württemberg das Nachtangelverbot betrifft. Ich findes es sehr krass das hier noch Gesetzte von 1840 verwendet werden. Es gab ja sogar schon mal einen versuch diese Nachtangelverbote zu kippen welche aber dann mit Aussagen wie: Nachts könnte man Fische nicht ordentlich versorgen, man verdreckt und stört die Flora und Fauna... aber wenn wir mal ehrlich sind... Wozu haben wir denn die Fischereiprüfung abgelegt??? genau für solche sachen damit wir wissen wir wir schonend mit der Flora und Fauna umgehen können und vor allem wie wir die gefangenen fische versorgen sollen. Meine persönliche Meinung ist das vor allem Kurgäste oder Badegäste die Seen verschmutzen denn die kommen nur einmal und denen ists dann egal... aber wir Angler wollen ja immer wieder an den See kommen und ich will ja nicht nach 4Wochenenden auf einer Müllkippeangeln... . Ich finde es nur Traurig das solche Verbote und Beschränkungen das Angelvergnügen so schwerwiegend einschneiden. Andere Bundesländer zeigen ja das es funktioniert und mir ist zumindest nicht zu Ohren gekommen das wegen den Anglern in anderen Bundesländern die Seen übermäßig verschmutzt wären oder sogar ganze Tierarten ausgestorben sind. Und um die Aussage anderer aufzunehmen das man wenn das Verbot aufgehoben wird mehr Aufseher benötigt, dann ist das meiner Meinung nach quatsch. Nur weil es Personen gibt welche Nachts nicht angeln wollen ist das doch immerhin kein Grund es allen anderen Anglern zu verbieten. Denn nur weil einer nicht gerne Autofährt kann er es den anderen nicht zum Vorwurf machen das sie es gerne tun. Meiner Meinung nach sollte man diese alten Gesetze neu überdenken und zwar von aktiven Anglern. Woher sollen die Minister wissen was es für eine gute Erfahrung es sein kann Nachts Fische zu fangen, wenn sie hinter ihrem schreibtischen nichts von der Tollen Natur mitbekommen die sich an einem see abspielt.
Gruß
Andreas Heinen
Gruß
Andreas Heinen
18.02.2010
Kommentar von Ralf Steinbächer
Es geht, wie bei allem im Leben, ums Vertrauen... Würde man keine Regeln aufstellen, wäre eine handvoll Petrijünger in der Lage einen lang geheegten Fischbesatz innerhalb kurzer Zeit zu nichte zu machen... und das darf nicht sein - Alles kann übertrieben werden - sowohl auf der Einen wie auf der Anderen Seite. Über sinnvolle Regeln regt sich ein richtiger Angler mit Sicherheit nicht auf... nur die, die eh niemand in einem Verein gebrauchen kann
16.02.2010
Kommentar von Sergej
meiner Meinung nach ist Neid die treibende Kraft beim erfinden solch absurder Verbote!
16.02.2010
Kommentar von Johannes
Ich persönlich fische gerne als Gastangler an einem Vereinssee. Dieser ist in exzellentem Zustand, tolle Wasserqualität, toller Fischbesatz und durchgehend saubere Angelplätze, man sieht nichtmal Zigarettenkippen auf dem Boden. Nachtangeln ist nur für Vereinsmitglieder erlaubt. Es gibt eine sehr strenge Gewässerordnung, an die ich mich aber bei solchen Verhältnissen gerne halte. So darf man an dem See noch nichtmal mit dem Hund spatzieren gehen. Aber was nun, wenn man nachtangeln für jedermann erlauben würde? Dann wären an diesem wunderschönen Fleckchen Natur, zigtausend Russen, die ihre Grillfeuerchen machen und dazu Kistenweise, nächtelang Wodka konsumieren würden. Spätestens nach zwei Wochen wäre es kein Angelparadies mehr, sondern eine einzige Müllhalde. Von Schwarzanglern fangen wir besser gar nicht erst zu reden an. Insofern ist es schon ärgerlich dass passionierte Aal, Zander oder Welsfischer, die kein Vereinsmitglied sind, an diesem Gewässer wohl nicht glücklich werden können.
Aber würde man das Nachtangeln erlauben, muss man wieder Fischereiaufseher für die Nacht zu sich beordern, die jeden neuen Angler überprüfen müssten, denn Schwarzangler fühlen sich in der schwarzen, dunklen Nacht am wohlsten.
Alles in allem finde ich, hat ein Nachtangelverbot schon seinen Sinn und Zweck. Und meiner Meinung nach überwiegen die Vorteile dieses Verbots deutlich.
16.02.2010
Kommentar von Patrik
Gerade was das Nachtangelverbot betrifft finde ich die unterschiedlichen Gesetzgebungen für sehr kontraprduktiv, denn es ist doch so, wer Schwarzangeln möchte geht nicht mitten am Tag zum Gewässer sondern kommt in der Nacht und wenn die regulären Angler da nicht angeln dürfen ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie erwischt werden um einiges niedriger als an Gewässern an denen das Nachtangeln erlaubt ist. Ausserdem würden mich einmal die Begründungen interessieren die das Nachtangeln verbieten ! Ich selbst wohne im Saarland und bei uns ist das Nachtangeln weitgehend verboten. Es ist also für mich mit sehr viel AUfwand verbunden einmal ein langes Wochenende nur mit angeln zu verbringen d.h. für mich mit einem guten Angelfreund mal wirklich nonstop durch zu fischen aber wie schon einige vor mir hier geschrieben haben, diejenigen die die Verbote erlassen gehen in der Regel nicht einmal mehr zum Angeln
Kommentar von michael borrello
das nachtangelverbot in baden württemberg macht meinen angelkollegen und mir seit jahren schon das leben schwer,in der nacht von eins bis fünf uhr fangen wir am wenigsten,die bisse kommen bei tages anbruch.meine vielen angelkollegen und ich würden alles dafür geben,dieses sinnlose verbot zu kippen. michael aus mundelsheim
15.02.2010
Kommentar von Sascha Lerner
Hallo geehrtes Blinkerteam und Mitleser/Mitdiskutierer,
es ist merkwürdig, erstens dass von Bundesland zu Bundesland unterschiedliche Gesetze existieren, aber auch zu allem Überdruss auch Vereinsintern Regelung getroffen werden, die aus Sicht der Natur, der Gewässer, der Fische und nicht zuletzt und Anglern nicht nachvollziehbar sind.
In einem Verein, indem für kurze Zeit zwei Freunde von mir waren verbot man den Jugendlichen sogar den Fang von Raubfischen, außerdem durften sie nur auf einer Seite des Vereinssees fischen, dieser Verein legte offensichtlich keinen Wert auf Nachwuchs.
Was ich ebenfalls nicht logisch nachvollziehen kann, weshalb darf man auf eine Fischart bis zu einer bestimmten späteren Uhrzeit fischen und auf andere Fischarten nicht? Vor allem wenn sich beide Fischarten von der selben Nahrung/Köder ernähren? Mehr Unsinn geht fast nicht.
Ich bin sehr froh, dass ich in einem Verein in Baden - Würrtemberg bin, der vereinseigene Seen in Bayern besitzt.
Erstens weil das Nachtangelverbot aufgehoben ist und zweitens, dass wir durch den Besitz ganz anders auftreten können und uns vor allem durch niemanden verrückt machen lassen. Schwierigkeiten werden unbürokratisch aus dem Weg geräumt, bzw. unserem Anwalt übergeben.
Vereinsinterne kreative Ideen zum Ärger der Angler beruhen in den meisten Fällen darauf, dass die zuständigen Menschen Unwissen aufgrund mangelnder Erfahrung am Gewässer haben und diese Unwissenheit ihr Handeln dominieren, vergleichbar mit unserer durch und durch überbürokratischen Politik und Verwaltung, in der die Anforderungen in der Realität oft im Widerspruch zum Handeln der gewählten Vertreter in der Politik stehen.
Die allgemein verbreitete Angst Dinge könnten aus dem Ruder laufen und die Stellung des Verantwortlichen beschädigen ist immer wieder in großen Vereinen zu beobachten wenn man genau hinschaut. Ebenfalls ist die Lobbyarbeit in den Vereinen nicht zu unterschätzen, dies ist in den Bestzmaßnahmen widerzuerkennen, wenn in einen See überproportional eine Fischart besetzt wird, um bestimmte Vereinsmitglieder milde zu stimmen, bzw. zu gewinnen, indenen Fanglimits hoch gesetzt werden, obwohl die ökologischen Aspekte dagegen sprechen.
Es ist dringend an der Zeit als Basis klar Stellung zu beziehen und wenn es angebracht ist zu widersprechen und Einfluss zu nehmen auf Entscheidungen, die uns angehen. Wieso müssen wir Regeln akzeptieren, die niemanden dienen, wir leben in einer Demokratie, wenn alle nur Ja sagen sind wir schnell wieder dort wo wir schon mal waren und nicht mehr hinwollen.
Sascha Lerner, Rosengarten - Uttenhofen
14.02.2010
Kommentar von Marcel B.
Ich sehe es genauso. Ich selbst bin \"Carphunter\". An einem Badesee war es so, wir saßen von Montag bis Freitag da. Montag sowie Dienstag absolutes Dreckswetter. Mittwoch 30 Grad im Schatten, und schon waren die FKK-Bader da. Einen tag später, also am Donnerstag, kam dann die Polizei, die ja natürlich rein zufällig gekommen sei, später aber sagte es seien klagen wegen belästigungen vorgekommen. Natürlich die FKK-Bader, die es nicht sehen konnten wie jugendliche ja \"ihren\" Platz einnehmen. Als die Polizei dann unsere Ausweise sehen wollte, und einer mit bekam das wir 14 bzw 15 sind, fühlten sie sich schon im Recht. Aber sollen wir lieber die Stadt anbrennen (übertrieben gesagt) anstatt angeln zu gehen, und somit auch die Natur zu schützen?
Wir waren übrigens die einzigsten, die einen Müllsack mit hatten, und ihren Müll auch dort hinein geworfen haben. Die Badegäste hatten da ihre eigene Methode. Ab in Baum, und dann waren es die Angler...
Die Vereine sollten dafür sorgen, das es klar geregelt ist, wo, wer wann angeln kann! Ausserdem wurden unsere liegen verboten, diese vernichten den Uferbewuchs. Und die handtücher der Badegäste?
Übrigens, wir "campten" auf sandigem Boden...
13.02.2010
Kommentar von Gerhard
Hallo , meiner Meinung sind die meisten Vorschriften und Fangbeschränkungen im Verein übertrieben.Klar soolte man darauf achten , aber wir Angler haben ja die Prüfung gemacht und wissen doch wie wir uns verhalten müssen .Da brauchen sich die meisten Vereine nicht zu wundern das sie keine Mitglieder bekommen und so wie ich nur zur Donau fahren wo man sein eigener Herr ist . Liebe Vereinsvorstände unterstützt die Angler und die Zahl der Mitglieder steigt. mfg Gerhard
Kommentar von Heino Hammann
Zum glück angele ich in einen was Reglungen und Gesetze angeht modern denkenden Verein. sicherlich das eine und das andere muß man beachten, aber das ist auch wegen des ansehens des Anglers bei der Bevölkerung. Alle halten sich nicht dran aber die meisten.
Gruss aus Hemmoor Heino