Angeln Aktuell| 02.01.2013
Zehn Jahre Angeln mit Herz
Jörg Strehlows Benefizangeln an der Elbe ist zu einer guten Tradition geworden, die in im Dezember schon ihr zehnjähriges Jubiläum feierte. Wieder konnte der Angeljournalist und Guide eine stattliche Summe an das Hamburger Kinderhospiz Sternenbrücke übergeben.
Jörg Strehlow und sein einjähriger Sohn Jurij übergeben den Umschlag mit 1.745,00 Euro, gesammelt beim diesjährigen Benefizangeln, an Christiane Schüddekopf vom Kinderhospitz Sternenbrücke.
Es ist nun schon eine ganze Weile her, als Angeljounalist und Guide Jörg Strehlow zum ersten Mal zum Benefizangeln zugunsten des Hamburger Kinderhospizes Sternenbrücke eingeladen hat. Im Dezember 2003 trafen sich damals Angler aus ganz Deutschland im Hamburger Hafen, um sterbenskranke Kinder im Hospiz in Hamburg-Rissen auf ihrem letzten Weg zu unterstützen. Gerade erst im Mai dieses Jahres hatten ein paar gute Seelen dort ihre Arbeit begonnen und Jörg Strehlow war sicher: Diese Sache muss unterstützt werden, denn ohne private Spenden wäre diese Einrichtung damals und auch noch heute leider in dieser Form nicht möglich. Die Kinder, die dort in Würde und im Zusammenspiel mit ihren Liebsten Abschied nehmen, wären alleine auf die Betreuung in Krankenhäusern oder zu Hause angewiesen. Genau das wollte die ehemalige Krankenschwester Ute Nerge ändern, zumindest aber eine Nische schaffen, in der es ein kleines bisschen besser geht, wenn es schon so schlimm kommen muss. Zusammen mit einem professionellen Team, begleitet die engagierte Frau in herzlich warmer Atmosphäre und in familiärem Umfeld sterbende Kinder und deren Angehörige auf dem schweren Weg des Abschiednehmens. Inzwischen ist die Arbeit der Sternenbrücke einer breiten Öffentlichkeit, auch über Hamburgs Grenzen hinaus bekannt – gut so!

Mit einer einzigen Ausnahme im Jahr 2010, hat Jörg Strehlow nun jedes Jahr die Spende seiner Angelgäste, meist persönlich im Hospiz bei Christiane Schüddekopf, der Leiterin der Pressearbeit, vorbeigebracht. Jedes Mal war es ein gut gefüllter Umschlag mit Geldscheinen, die jeder Teilnehmer an den beiden Tagen des Benefizangelns und ganz nach seinem persönlichen Budget gespendet hat. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an jeden Einzelnen und jede Einzelne, die seinem Aufruf in den letzten zehn Jahren gefolgt sind. 

Auch 2013 können alle, die diese Sache unterstützen möchten, am 7. und 8. Dezember wieder dabei sein und ihre Spende bei Jörg Strehlow vor Ort abgeben. Info und Anmeldung auf www.der-angler.de. Natßürlich kann auch direkt etwas auf das Konto der Sternenbrücke gespendet werden (www.sternenbruecke.de).
Trotz Eis-Wetter nahmen 16 Personen am Benefizangeln teil.
Beim Benefizangeln 2012 waren insgesamt 16 Angler aus Bayern, Sachsen, Berlin, Hessen und dem Norden dabei. Und sie wurden ordentlich gestählt: Minus 13 Grad am Samstag und am Sonntag bei morgendlichem Frost nochmal 15 Zentimeter Neuschneeauflage auf die bereits vorhandenen 5 Zentimeter Altschnee – ein Wert, der am Standort von Jörg Strehlows Angelschule im Landkreis Lüneburg nicht alltäglich ist. Nur gut, dass Jörg dieses Mal etwas mehr Glühwein gekauft hatte, auch weil sich im benachbarten Elbhotel so nahe am Fluss der "Stützpunkt" der Veranstaltung befand, so dass keine Autofahrten notwendig waren. Christstollen hatte Jörg ebenfalls „satt“ am Start und für ein leckeres Frühstück und ein Abendmenü in drei Gängen am Samstag sorgte Chefin Nicola vom Elbhotel. Neben dem Startgeld, das jeder für die Veranstaltung individuell entrichtet hatte, kam am Samstagabend noch ein ordentlicher Batzen bei einer Tombola rum, für die Jörg Strehlow einige Preise gesponsert hatte. Den Hauptpreis, eine Guidingtour auf Zander in den Elbtal-Auen, sicherte sich Hans-Joachim Engel aus Berlin. Er wird dann etwas bessere Angelbedingungen vorfinden, wenn er sich im Mai gen Elbe auf den Weg macht. Im eisigen Griff des Winters, der sich erst am Sonntagmittag mit Plusgraden und Matschepatschewetter lockerte, waren nämlich dieses Mal keine glorreichen Fänge zu machen. Doch mal ganz im Ernst: Darauf kommt es doch beim Einsatz für die kleinen Würmchen im Hospiz auch gar nicht an, oder?